Blutgletscher - DVD

DVD Start: 20.03.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 96 min

Blutgletscher DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Eine Klimaforschungsstation in den Alpen wird zum Ort unsagbarer Schrecken: Ein vermeintlich blutender Gletscher entpuppt sich als Hort gefährlicher Mikroorganismen. Diese haben nicht nur bei der dortigen Tierwelt grauenerregende Mutationen zur Folge, sondern auch beim Menschen. Und letzterer ist an der bluttriefenden Misere nicht ganz unschuldig. Die vom Menschen verursachten genetischen Veränderungen in der Tierwelt stellen für das dort ansässige Forscherteam ein unerklärliches Mysterium dar. Der anstehende Besuch der Ministerin zu einem Pressetermin kommt angesichts dieser Katastrophe alles andere als gelegen. Aus diesem Grund versucht das Team mit allen Mitteln die Entdeckung geheim zu halten und bringt damit sich und auch die Ministerin in akute Lebensgefahr.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Original Kinotrailer
- Making Of

DVD und Blu-ray | Blutgletscher

DVD
Blutgletscher Blutgletscher
DVD Start:
20.03.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Blutgletscher Blutgletscher
Blu-ray Start:
20.03.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

DVD Kritik - Blutgletscher

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Ösihorror - Der österreichische Film ist nicht gerade für seine Beiträge zu dem Horrorgenre bekannt. Zwar hat ein österreichischer Regisseur jeweils die herausragenden „Funny Games“ und „Rammbock“ inszeniert, aber ansonsten sind keine Horrorfilme im Gedächtnis geblieben. Auch sonst macht sich die Alpenrepublik nur selten filmisch international bemerkbar. Aber wenn sind die Resultate nachhaltig. Kann da der Genrebeitrag „Blutgletscher“ mithalten? Zunächst hat man seine Zweifel. Zum einen wegen des Genres und zum anderen weil die Grundidee deutlich an Vorläufer angelegt ist. Allein wenn man schon die Inhaltsangabe liest, so erinnert man sich an „Alien“, „The Thing“ und „Cabin Fever“. Alles Meilensteine des Horrors. Sieht man aber von der strukturellen Anlehnung einmal ab, so kann der „Blutgletscher“ doch überzeugen. Schon fast paradox, das es unter anderem eben wegen der Anleihen geschieht, denn die Atmosphäre kann hier sehr gut punkten. Die Paranoia, das Gefangensein in einer offenen, aber dennoch klaustrophobischen Welt des Gebirges und die Unvorhersehbarkeit der Bedrohung machen den Film extrem spannend. Schocks kommen auch noch dazu, wobei die blutigen Effekte meist nur angedeutet werden oder nur sehr kurz zu sehen sind. Da bleibt also noch Spielraum für die Phantasie des Zuschauers. Und obwohl der Ursprung des Grauens ökologischer Natur ist und sich somit der Film durchaus auf eine aufklärerische Seite stellt, so wird doch nichts erklärt, was das Geschehen deutlich unheimlicher macht. Und auch wenn die Umweltzerstörung dafür sorgt, das sich Monster entwickeln, so passt es doch ganz gut, das ausgerechnet die Politikerin im Film die Tatkräftige ist und die Wissenschaftler versagen. Das erstaunt etwas und man wundert sich, warum ausgerechnet diejenige die einem imagemäßig negativ belasteten Berufsstand angehört, sich zu einer Art Heldin entwickelt. Aber das kann man politisch interpretieren: die Wissenschaft hat ihre Erklärungen geliefert (Klimawandel) und es ist an der Zeit das die Politik endlich handelt, da es sonst eine Katastrophe geben wird. Zudem werden da Rollenklischees vermieden und der Charakter lebt eben von diesem Widerspruch. Auch der bärbeißige Ingenieur ist der Handelnde mit einer persönlichen Krise wobei er eher noch ein Klischee ist, wenngleich sympathisch. Jedenfalls müssen alle an einem Strang ziehen, um der Bedrohung Herr zu werden. Die Monster sind gelungen und können wirklich angsteinflößend sein. Zudem sind sie gut gefilmt und es wird immer genau eine Anspielung gegeben und das Monster selten komplett gezeigt, womit auch vermieden wird, dass man es als Modell identifizieren kann. Persönliche Dramen werden hier schnell Nebensache und eine regelrechte Charakterisierung findet leider auch nur bei wenigen Figuren statt, wobei das Ende dann nicht nur etwas aufgesetzt wirkt, sondern in einem gewissen Sinne schon fast pervers ist. Aber mehr darf hier nicht darüber verraten werden. Jedenfalls eine angenehme Überraschung und für den Monsterfilmfan und Horrorfreund empfehlenswert mit einem gehörigen Schuss trockenen Humors.

Die Toneffekte sind hervorragend und können den Zuschauer ordentlich schocken. Da wird mit unterschwelligen Frequenzen gearbeitet, bis eine der Mutationen grell kreischend oder röhrend in die vermeintliche Bergidylle einbricht. Auch das Bild ist gut, wenngleich nicht so herausragend wie der Ton, da die Dialoge manchmal etwas zu leise sind. Als Extras gibt es den Trailer und ein Making Of über die Creatures, wobei da nichts erklärt wird, sondern einfach den Maskenbildnern über die Schulter geschaut wird.

Auch wenn sich der Film deutlich an Genrevorläufer anlehnt, so ist er doch spannend und gut gefilmt. Einige Schocks und Subtexte versüßen den Anti-Heidi-Film.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media