Blood River - DVD

DVD Start: 18.02.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 105 min

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Inhalt

Irgendwo im Nirgendwo – mitten in der Wüste. Ausgerechnet hier hat das frisch vermählte Ehepaar Summer (Tess Panzer) und Clark (Ian Duncan) einen Autounfall. Sie machen sich auf den Weg zur nächsten Siedlung, die Hitze ist schier unerträglich. Als sie, mit ihren Kräften am Ende, dort ankommen, müssen sie feststellen, dass es eine Geisterstadt ist. Die Sonne brennt erbarmungslos herunter, während sie verzweifelt nach Wasser suchen. Auf einmal taucht Joseph (Andrew Howard) auf: Er scheint ihre Rettung zu sein. Nach und nach merken die beiden jedoch, dass Joseph ein dunkles, schreckliches Geheimnis hat ... Sie wollen vor ihm flüchten, doch er hat nicht vor, sie wieder gehen zu lassen ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (Dolby 2.0)
Englisch (Dolby 2.0)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Bildergalerie, Wendecover

Video on demand - Blood River

DVD und Blu-ray | Blood River

DVD
Blood River Blood River
DVD Start:
18.02.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 105 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Blood River

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Clark (Ian Duncan) unternimmt mit seiner schwangeren Frau Summer (Tess Panzer) einen Trip durch die amerikanische Wüste. Als ihr Reifen platzt stellen sie fest, dass ihr Ersatzreifen abhanden gekommen ist. Verzweifelt sehen sie auf einer Landkarte den fünf Meilen entfernten Ort Blood River und entschließen, ihr Glück zu versuchen und dort um Hilfe zu bitten. Doch nach einem anstrengenden Gewaltmarsch unter glühender Hitze stellen sie fest, dass die Kleinstadt komplett verlassen ist. Während sie noch nach Wasser suchen, taucht Joseph (Andrew Howard) auf. Auch sein Wagen ist in ähnlicher Entfernung liegen geblieben. Zunächst froh über die vermeintliche Rettung bemerkt das junge Ehepaar jedoch schon bald, dass Joseph ein sehr merkwürdiger und religiöser Kauz ist, dessen Ziele schwer zu durchschauen sind...

„Blood River“ beginnt mit einem ruhigen Vorspann und melancholischen Klängen und gibt sich so ein wenig selbst den Anstrich eines nachdenklichen Films. Doch kaum öffnen Summer und Clark ihren Mund um miteinander zu reden, was sie sehr früh machen, denn die Handlung beginnt bei ihnen im Auto, stellt sich die Frage, ob die beiden einfach Strunzdoof sein sollen oder ob hier wieder einmal ein Drehbuchautor seine Unfähigkeit unter Beweis stellen wollte. Nach Ende des Films wird dann deutlich, dass wohl letzteres der Fall gewesen ist. Denn nicht nur das Ehepaar offenbart in Gesprächen eine so offene Dummheit, sondern auch der offenkundig tiefgründig gedachte Joseph. Das Ganze gipfelt in einem pseudo-tiefgründigen Gespräch zwischen ihm und Clark an einem Lagerfeuer, das jeden Stammtisch wie ein Streitgespräch zwischen Philosophieprofessoren wirken lässt. Durchgehend sind die Dialoge oberflächlich, von Naivität und unrealistischen Sinneswandeln geprägt. Kaum ein Mensch in der Realität würde innerhalb von fünf Gesprächsminuten seine Meinung dreimal um 180 Grad ändern. Leider bleiben auch sonst die Charaktere schwach, über das Pärchen erfährt man nicht mehr als zwingend nötig, Josephs Handeln ist auf simple, abgegriffene Religiosität begründet. Letztere löst aber dennoch durch geschickt genutzte Andeutungen ein Interesse an Josephs Rolle aus. Die Spannung, die von den verborgenen Zielen und Geheimnissen dieser Person ausgeht, werden von Andrew Howards Schauspiel, soweit es die engen Grenzen des schwachen Drehbuchs ermöglichen, maßgeblich getragen. Dagegen weit unglaubwürdiger spielen Tess Panzer und Ian Duncan. Das macht sich in zahlreichen Szenen und Reaktionen bemerkbar. Nach dem Unfall etwa scheint Tess Panzer regelmäßig vergessen zu haben, dass ihre Figur grade starke Schmerzen empfindet- etwas später fiel es ihr dann offensichtlich immer wieder ein. Daraus resultiert ein unfreiwillig komisches Wechselspiel ihrer Gesichtsausdrücke, die im Übrigen auch von der deutschen Synchronisation enorm gestärkt werden. Außerdem offenbart sich, dass weder sie noch Ian Duncan jemals wirklichen Durst gelitten haben. Es gelingt keinem der beiden, glaubwürdig zu vermitteln, grade einen Fußmarsch unter brennender Sonne ohne Verpflegung und obendrein schwer verletzt quer durch die Wüste hinter sich zu haben. Und, um alles in der Welt, welcher Mensch antwortet, nach dem er erfahren hat, das mit seinem ungeborenen Kind, um das er Todesangst hatte, gut geht, bitteschön mit „Gut zu wissen“? Es bleibt ein ungeklärtes Rätsel, ob dafür die Drehbuchautoren Simon Boyes und Adam Mason, der auch Regie führte, oder doch die deutschen Übersetzer an den Pranger gehören. Trotz allem schafft es insbesondere der Mittelteil, der, wie erwähnt, von Howard und seiner Rolle Joseph gestaltet wird, eine gelungene Spannung aufzubauen. Dazu bleibt ein über lange Strecken ungewisser Ausgang der Geschichte und neue Fragen, die mit der Zeit auftauchen. Auch das an und für sich wenig innovative Szenario einer kleinen Personengruppe in einer Geisterstadt in der Wüste setzt Mason gelungen ein um die Atmosphäre zu festigen. Vor allem aber ist „Blood River“ endlich mal ein Horrorfilm, bei dem es Sinn macht, dass die Gruppe sich trennt! An diesem Phänomen sind schließlich die Glaubwürdigkeiten vieler Genregeschwister schon elendig zerbrochen. Gegen Ende lässt der Mitfieberfaktor zwar wieder etwas nach, bleibt aber im grünen Bereich.

Die technische Seite der DVD weiß durch scharfes Bild und klaren Ton zu überzeugen. Farben treten wüstenbedingt wenige auf, das fügt sich gut in die Stimmung ein.
Auf Bonusmaterial wurde dagegen leider weitestgehend verzichtet, lediglich eine Vielzahl an Trailern ist enthalten, darunter auch der zum Hauptfilm.

Fazit
Wären bessere Schauspieler und ein besseres Drehbuch Grundlage des Films „Blood River“, so hätte er das Potential zu einem wirklich guten Horrorthriller gehabt. So bleibt die Spannung zwar erhalten, jedoch gepaart mit viel Unverständnis über Oberflächlichkeit und Unüberlegtheiten.


by Bastian Gabrielli
Bilder © Eurovideo




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