Blood Creek - DVD
LOVEFiLM.de - DVD und Blu-ray Verleih per Post, inklusive VoD InhaltEvans todgeglaubter Bruder Victor taucht nach zwei Jahren plötzlich aus dem Nichts wieder auf und bittet ihn verzweifelt um Hilfe. Er erzählt von einer okkulten Familie, die ihn gefangen gehalten und gequält hat. Sein mit Narben übersäter Körper genügt Evan als Beweis dafür, dass sein Bruder die Wahrheit sagt. Kurzerhand beschließen sie die grausamen Taten zu rächen und den Tätern ein Ende zu bereiten. Bis an die Zähne bewaffnet machen sie sich auf den Weg. Als sie auf dem abgelegenen Landgut ankommen müssen sie allerdings feststellen, dass die einfache Bauernfamilie das geringere Übel ist. Im Keller des Anwesens lauert nämlich eine todbringende Gefahr, die ihre Wurzeln bereits zur Zeit der Nazis geschlagen hat...DVD Kritik - Blood Creek
In den 1930er Jahren kommt der Nazihistoriker Richard Wirth (Michael Fassbender) auf eine kleine amerikanische Farm, um dort nach Runensteinen zu suchen. Sein Hang zum Okkultismus scheint nicht auf reinem Aberglauben zu beruhen... Jahrzehnte später kehrt der totgeglaubte Irakveteran Victor (Dominic Purcell) bei seinem Bruder Evan (Henry Cavill) auf und drängt diesen, Waffen einzupacken und mit ihm zukommen. Evan leistet dem Folge. Ihr Weg führt sie genau zu jener Farm, bei der sich Wirth damals eingenistet hatte und die auch jetzt noch ein düsteres, schreckliches und blutiges Geheimnis birgt… Regisseur Joel Schumacher („8mm“, „Das Phantom der Oper“) versucht in „Blood Creek“ wirklich kein Klischee auszulassen. Neben dem Nazi, der Blut trinkt und für Ahnenkult empfänglich ist, den alten Runen mit mysteriösen Zauberkräften und jeder Menge Zombies droht sein Film stets in die Lächerlichkeit abzudriften. Verschärft wird dieses Risiko durch die dünnen Dialoge und die kaum vorhandene Tiefe bei den Charakteren. Besonders fällt das auf, wenn niemand je irgendetwas in Frage stellt. Evan folgt Victor ohne zu zögern. Die Familie auf der Farm, erst Opfer, dann plötzlich beste Freunde. Auch sie stellen nichts in Frage. Es fällt schwer, einzelne Logiklücken zu erkennen, da eigentlich der ganze Film eine andauernde logikfreie Zone zu sein scheint. Wirklich enttäuschend wird es dann, wenn der hyperintelligente Nazi (Stichwort Klischees) Wirth auf eine, nun ja, doch sehr plumpe und durchschaubare Falle reinfällt. Durch sein hohes Tempo, die düstere Atmosphäre und einige nette Ideen taugt der Streifen für Genrefreunde dennoch zur kurzen, leichten Kost für Zwischendurch. Wer sich mit dem Setting, das man als eine Mischung aus „Friedhof der Kuscheltiere“ und „Die Mumie“ vor einem Nazihintergrund bezeichnen könnte, anfreunden kann, bekommt unterm Strich solide Unterhaltung geboten, bei der jedoch nicht ganz deutlich wird, ob sie sich selbst nicht ernst nimmt oder unfreiwillig komisch ist. Weitere Vorraussetzung für potentielle Interessenten sollte eine gewisse Blutresistenz sein, da „Blood Creek“ stellenweise sehr brutal ist. Die Effekte schwanken von schwach bis gut, insgesamt tragen sie aber stimmig zum Gesamtbild bei. Die Vorgeschichte, in der Wirth zur Farm kommt, wird in einem schmutzigen Schwarz-Weiß erzählt, was passend wirkt. Auch die Schärfe der DVD ist solide. Die Tonqualität weist wenige Besonderheiten auf, ist also solide. Gespart wurde allerdings bei der Bonusausstattung des Silberlings. Zwar gibt es einen Audiokommentar, dieser ist aber mäßig spannend und zudem ohne Untertitel, gute Englischkenntnisse sind also Pflicht. Der Hauptfilm muss des Weiteren ohne deutsche Untertitel auskommen. Ansonsten sind lediglich einige Trailer enthalten. Fazit Klischeetriefende, leichte Horrorkost für Zwischendurch. Blutig, düster, für Genrefans, denen Nazis und Untote gefallen, einen Blick wert. by Bastian Gabrielli |
||||||||||||||||||||






