Blood Beach - Horror am Strand - DVD

DVD Start: 20.04.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 92 min

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Inhalt

Ein heißer Sommertag im kalifornischen Santa Monica. Der Strand ist voller Menschen. Da verschwindet ein Junge. Die Mutter ist entsetzt. Als kurz darauf auch noch eine Frau spurlos im Sand verschwindet, ist die Panik perfekt. Der Strand wird geschlossen. Ein geheimnisvolles Monster zieht seine Opfer erbarmungslos in den Sand. Zurück bleibt nur ein Loch, in dem es geheimnisvoll pulsiert. Die Polizei beginnt, den Strand systematisch abzusuchen, um das Monster zu fassen. Zunächst mit Erfolg, wie man glaubt. Aber das Schreckliche passiert immer wieder und der Strand pulsiert jetzt an vielen Stellen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / JAM
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- US-Trailer
- Slideshow
- Trailer-Show

DVD und Blu-ray | Blood Beach - Horror am Strand

DVD
Blood Beach - Horror am Strand Blood Beach - Horror am Strand
DVD Start:
20.04.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Blood Beach - Horror am Strand

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 4/10
Ton: | 4/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


„Blood Beach“ bietet vor allem eins – einen authentischen Einblick in die Geschichte des Horrorfilms und eine Reise zurück in eine Zeit, in der Dissolves noch als ‚in‘ galten und weder 3-Point-Lighting noch Dolly- oder Cran-Technik für den Film entdeckt worden waren, während eine Filmproduktion mit Pans und so wenig Schnitten wie möglich auskommen musste, um im Budget zu bleiben. Scheint es für den Horrorsteifen heute undenkbar auf spannungssteigerndes Tracking und rasante Short-Takes zu verzichten, so zählte Anfang der 80er vor allem eins – ein nachvollziehbarer Szenenaufbau und der Dialog als verrätselndes und spannungsvorbereitendes Mittel.

Mag die Dialogtechnik von „Blood Beach“ dem ein oder anderen heute auch holprig und stellenweise unnatürlich erscheinen, so tut sie es mehr oder weniger deshalb, weil sich die Zeiten geändert haben und mit ihr die Menschen, die in ihnen leben. Würde man sich in der heutigen Zeit hier und da wohl zeitgemäß anders ausdrücken, so erweist sich Jeffrey Blooms dialogintensive Story für ein Filmprojekt Anfang der 80er dennoch als stringent angelegt, charaktererklärend und nachvollziehbar vorbereitend. Trotz eines Höhepunkts, der heute bestenfalls ein netter Opener wäre und überwiegend langatmiger Diskussionen über Handlung statt tatsächlicher Handlung, sollte es dem wahren Filmfreund mit Interesse an der Entwicklung des Films eine Freude sein, die Anfänge von Voice-Over, Cross-Cutting, Cliffhanger und Point-of-View-Technik als filmische Mittel zu verfolgen. Dass uns die Schockeffekte des Horrorstreifens heute wenig schocken und uns die damals mit Sicherheit innovative Story nicht viel mehr als ein müdes Lächeln entlockt bleibt dabei ein weiteres Zeitproblem, weil unzählbare, moderne Horrorgeschichten 80er Stories weiterentwickelt haben und uns keine Geschichte von damals mehr allzu unbekannt sein dürfte, wenn wir sie dutzende Male und mit unzählbaren Abwandlungen in immer drastischer revolutionierter Technik erleben durften.

Nicht nur entwickeln sich cineastische Technik und Dialogauthentizität an der roten Linie der Zeit weiter, mindestens genauso tun es schauspielerische Ansprüche. So sind wir heute ein Level von schauspielerischer Natürlichkeit und Echtheit gewohnt, welches wir vielleicht wieder ein Stück mehr zu schätzen wissen, wenn wir uns mit dem schauspielerischen Level der Entwicklung während der 70er und 80er befassen. Umso mehr wird es dem Filmfan gefallen, Burt Young in der Rolle des „Blood Beacher“ Polizeicaptains zu verfolgen, der seit seiner Rolle in der 90er Reihe „A Nightmare on Elmstreet“ prägenden Einfluss auf alle Horrorfilm - Captains nach ihm gehabt haben dürfte. So zeichnet er sich in „Blood Beach“ – etwa 10 Jahre zuvor – bereits durch jene hervorstechend authentische und natürlich qualitative Figureninterpretation aus, welche seine Rolle als Randikone der 90er schon damals klar nachvollziehbar vorbereitete.

So ist es am Ende schwierig, „Blood Beach“ im Rahmen der Moderne zu bewerten, wenn er im Rahmen seiner Zeit alles erfüllte, was ein stilvoller und zeitgemäßer Klassiker zu erfüllen hatte und mit Technik und Unterhaltungsentwicklung der Moderne auf Grund der damals begrenzten Mittel dennoch unmöglich mithalten kann. Scheint er damit ähnlich eines der ersten Handymodelle – das Telefonieren kann man mit ihm auch heute noch allemal bewerkstelligen - vielleicht sogar besser als mit den neusten Modellen, die technisch bestens mit Internet und Kamera ausgestattet sind, durch allerhand Schnick Schnack zuweilen aber von der Kernsache ablenken, für die sie einst gemacht wurden. Dass das moderne Modell dennoch eher gekauft wird, hat letztlich wohl mit der Fokusverschiebung über die Jahre zu tun und dass sich „Blood Beach“ dabei genauso wenig an dem Fokus orientiert, der heutigen Horrorfilmen als Bezugsrahmen dient, kann ihm so genauso wenig vorgeworfen werden, wie dem ersten Nokia die fehlende Orientierung an der modernen I-Pod Ausstattung.

by Sima Moussavian
Bilder © Alive AG / JAM