Blonde Ambition - DVD

DVD Start: 07.01.2010
FSK: ab 6 - Laufzeit: 85 min

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Inhalt

Ein Überraschungsbesuch bei einem Mann hat meist unangenehme Folgen. Diese Erfahrung muss auch die hübsche Katie machen, als sie ihren Freund mit einer anderen Frau im Bett erwischt. Höchste Zeit, ihr Leben gehörig umzukrempeln und so versucht Katie Fuß zu fassen in der Stadt, die niemals schläft. Schon bald verdreht das aufgeweckte Kleinstadtgirl sämtlichen Mitarbeitern und vor allem dem sympathischen Ben gehörig den Kopf, doch nicht alle meinen es gut mit dem naiven Blondchen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (Stereo DD)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Fotogalerie

Geschnittene Szenen

Interview mit Jessica Simpson

Interview mit Scott Marshall (Regisseur)

Making of

Trailer

Wendecover

DVD und Blu-ray | Blonde Ambition

DVD
Blonde Ambition Blonde Ambition
DVD Start:
07.01.2010
FSK: 6 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Blonde Ambition Blonde Ambition
Blu-ray Start:
07.01.2010
FSK: 6 - Laufzeit: 89 min.

DVD Kritik - Blonde Ambition

Nach seiner erfolgreichen, in Deutschland aber bisher unveröffentlichten Komödie „Keeping up with the Steins“, die pointiert jüdisch-amerikanische Klischees karikiert, muss Regisseur Scott Marshall offensichtlich ein paar Gänge zurück schalten und schippert im seichten Hafen der romantischen Komödie, ohne sich aber je aufs Meer zu wagen. Jessica Simpson und Luke Wilson funktionieren als romantisches Leinwandpaar in keiner Sekunde, es sprüht kein Funke zwischen den beiden Hauptdarstellern. Überhaupt wirkt Wilson gelangweilt und wird auch wenig in die eigentliche Story integriert – als reiner Love Interest erfüllt er nur eine Funktion. Dagegen dreht Simpson in ihren besten Szenen auf und zeigt (wie Scott Marshall ganz richtig im Bonusmaterial bemerkt) ein gewisses Talent für physischen Humor. Da dieser aber bis auf ein Minimum reduziert und insgesamt eher auf seichte Rührseligkeit gesetzt wird, geht Jessica Simpson einmal mehr als hübsches Blondinchen in einer unbedeutenden Komödie unter.

Nicht zu unterschätzen sind die reaktionären Botschaften, die der Film unentwegt verbreitet. Rechnet der Zuschauer zu Beginn vielleicht noch mit einer netten Fish-out-of-Water-Comedy und wendet sich eventuell enttäuscht ab, so macht es sich das Zielpublikum (Mädels bis um die 14) in dieser Wahnwelt schnell gemütlich, in der ein hübsches Mädchen vom Land durch ein Lächeln und gute Absichten über Nacht die Karriereleiter einer großen Firma erklimmt und gleichzeitig mit den skrupellosen Machenschaften zweier fieser Partner abrechnet. In dieser Welt ist alles dermaßen glatt gebügelt und eindeutig, das es schon fast märchenhafte Züge annimmt. Wie das Ganze dann ausgeht, ist schon meilenweit voraus ersichtlich, was einer guten Romantic Comedy nicht unbedingt schaden muss, hier aber unangenehm kalkuliert erscheint. Auch das Frauenbild ist ungeheuer konservativ und rückständig ausgefallen, was insbesondere deshalb ironisch ist weil sich der Film klar an ein weibliches Publikum wendet.

Völlig verschwendet ist der wunderbare Larry Miller, der als Firmenchef einen Zyniker mit Herz spielt – seine handzahmen Auftritte markieren die rar gesäten Höhepunkte des Films. Country-Legende Willie Nelson gibt sich als herzensguter Großvater die Ehre, hat für den Verlauf der Geschichte aber kaum Bedeutung und taucht nur in wenige Sequenzen auf. Rachael Leigh Cook hat die vielleicht undankbarste Rolle erhalten und verschwindet nach einigen blassen Szenen fast gänzlich aus dem Film – der liederliche Umgang mit seinen Figuren wird “Blonde Ambition“ zum Verhängnis. Wer kann schon mit solchen Schubladen-Figuren sympathisieren bzw. mitfiebern? Als ganz besonders furchtbar bleibt das peinliche Overacting des Comedians Andy Dick in Erinnerung, das schon fast körperliche Schmerzen bereitet.

Zur DVD:
Die DVD aus dem Hause Kinowelt besticht durch ein liebevolles Menü, welches die quietschbunte Farbenpracht des Films repräsentiert und durch scheinbar reichhaltige Extras. Diese entpuppen sich aber beinahe allesamt als biederes Werbematerial, ohne jeglichen Nährwert. So ist das Interview mit Jessica Simpson keine zwei Minuten lang und bloß ein kurzer Abriss, wie toll sich doch alle bei den Dreharbeiten verstanden haben. Auch das knapp doppelt so lange Interview mit dem Regisseur gibt nicht wesentlich mehr her und die beiden Trailer (englisch und deutsch) sind ohnehin nur Füllmaterial. Das 14-minütige Making Of beinhaltet dagegen interessantere Aussagen, die aber auch keine weiterführenden Denkansätze zum Film beitragen – kritische Töne bleiben selbstverständlich aus, was ganz zur harmoniesüchtigen Stimmung von “Blonde Ambition“ passt. Zehn weitere Minuten dauert ein Behind-the-Scenes-Special, das auch problemlos mit dem Making Of zusammengeschnitten werden könnte – vielleicht hat man hier die Möglichkeit genutzt, ein weiteres Feature zu bieten. Fotogalerie und entfallene Szenen runden diese insgesamt gelungene Veröffentlichung (die in Bild und Ton keine Wünsche offen lässt) ab, wobei letztere wirklich einen Blick wert sind und ruhig im Film hätten landen dürfen.

by Marco Siedelmann
Bilder © Kinowelt Home Entertainment