Blade of the Immortal - DVD

DVD Start: 12.01.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 136 min

Blade of the Immortal DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Manji ist Samurai und er kann nicht sterben. Sein Körper regeneriert sich immer wieder, selbst abgetrennte Gliedmaßen wachsen wieder an. Dabei würde Manji gerne seiner ermordeten kleinen Schwester Machi in den Tod folgen. Er ist voller Reue, weil er sie nicht beschützen konnte. 50 Jahre später bittet ihn das Mädchen Rin um Hilfe. Der Schwertkämpfer Anotsu hat ihre Eltern getötet und Rin brennt vor Rachedurst. Doch Anotsu hat eine mächtige Gefolgschaft und ist ein fast unbesiegbar guter Krieger. Rin lässt die Erinnerung an Machi wieder lebendig werden und so willigt Manji ein, ihr Leibwächter zu sein. Das ungleiche Duo zieht in einen sehr blutigen Kampf ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow, Deutscher Trailer

DVD und Blu-ray | Blade of the Immortal

DVD
Blade of the Immortal Blade of the Immortal
DVD Start:
12.01.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 136 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Blade of the Immortal Blade of the Immortal
Blu-ray Start:
12.01.2018
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Blu-ray Start:
12.01.2018
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DVD Kritik - Blade of the Immortal

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Unsterbliche Helden
Unglaublich. Der japanische Regisseur Takashi Miike ist eine lebende Legende. Schon früh hat er sich einen gewissen Ruf erarbeitet, indem er wilde, actionreiche und extrem blutige Filme veröffentlicht hatte welche die Zensoren ärgerte und die Fans in Verzücken brachte, die eine lange Jagd nach ungeschnittenen Versionen seiner Filme, wie etwa bei „Ichi the Killer“, auf sich nehmen. Doch Miike schaffte es trotz einiger Gewaltexzesse auch mit den Jahren durch Filmkunst die Kritiker zu beeindrucken und legte in den letzten Jahren Streifen wie „13 Assassins“ vor, welche sowohl die Kritiker als auch die Fans zufrieden stellten. Ganz kann er seine blutige Vergangenheit nicht abstreifen, denn auch dieser Film lebte stark von der Gewalt. Mittlerweile hat Miike seinen hundertsten Film vorgelegt. Bei Schauspielern kommt das öfters vor. Klaus Kinski etwa hatte selber den Überblick über die Anzahl seiner Filme verloren und John Wayne hat in über hundert Filmen die Hauptrolle gespielt.

Manji (Takuya Kimura)
Manji (Takuya Kimura) © Ascot Elite Home Entertainment
Aber Schauspieler arbeiten oft nur wenige Wochen oder sogar wenige Tage für einen Film, während ein Regisseur den Film vorbereiten, beaufsichtigen, drehen und nachbearbeiten muss, also sehr viel mehr Zeit investieren muss. Das ist dann schon eine beachtliche Leistung und der Regisseur braucht dafür ein eingespieltes Team welchem er vertrauen kann wenn er einen hohen Output erreichen will. Dennoch kann man Takashi Miike nur beglückwünschen. Doch überrascht etwas seine Wahl für seinen Jubiläumsfilm. Denn „Blade of the Immortal“ ist eine Mangaverfilmung (geschrieben und gezeichnet von Hiroaki Samura) und man könnte nun meinen, dass der Regisseur auf Nummer sicher gehen wollte, indem er eine erfolgreiche Comicserie adaptiert. Aber die Wahl ist auf den zweiten Blick nicht überraschend. Schließlich spiegelt die Story einige Themen in der Laufbahn des Regisseurs wieder. So ist der Held ein Samurai und ein legendärer Schwertkämpfer der unsterblich ist. Er kann allerdings durchaus verletzt werden und erleidet auch Schmerzen, weswegen er nicht jeden Kampf sucht. Zudem haben ihn seine persönliche Geschichte und seine Eigenart als Unsterblicher einsam gemacht. Hier wie in anderen Filmen vom Miike ist also das Thema der Charakterstudie eines Killer und / oder eines einsamen Menschen gegeben. Als ein junges Mädchen den Mann bittet, die Ermordung ihrer Eltern zu rächen, nimmt er widerwillig an, da ihn das Mädchen an die tote Schwester erinnert. Die Konstellation zwischen den beiden ist eine Annäherung zweier einsamer Menschen und von einer überraschenden Zärtlichkeit die nie in das Erotische gipfelt. Was wohltuend ist, denn die weibliche Hauptrolle ist schließlich noch ein Kind. Die beiden bilden das emotionale Zentrum des Filmes und in den Kämpfen, von denen nicht gerade wenige zu sehen sind, kommt auch wieder die Vorliebe des Regisseurs für blutige Action zu tage.

Rin Asano / Machi (Hana Sugisaki)
Rin Asano / Machi (Hana Sugisaki) © Ascot Elite Home Entertainment
Denn die Action ist nicht ohne und es werden auch Gliedmaßen amputiert. Dabei findet man durchaus einen schwarzen Humor. Ein Glanzpunkt ist etwa wenn der unsterbliche Manji nach einem Kampf beinahe seine abgeschlagene Hand auf dem Schlachtfeld vergisst. Die Gegner sind zwar monströs gezeichnet, entbehren aber nicht einer Tragik. Zudem atmet der Film, trotz moderner Bildsprache, den Geist legendärer Martial-Arts-Filme und enthält sich auch vieler artistischer Spielereien. Wire Working ist nur selten zu sehen und die Action ist realistisch, ja bodenständig inszeniert. Was nicht heißt, dass hier Aufwand gescheut worden wäre. Ganz im Gegenteil, denn allein das Finale, wo zwei Männer gegen hundert Krieger antreten ist mehr als beeindruckend. So ist die titelgebende Unsterblichkeit nicht nur auf den Helden der Mangaserie und des Filmes bezogen, sondern auch auf das Genre des Schwertkampffilms generell. Und mit dieser Leistung auch auf den Regisseur. Ein gelungener Jubiläumsfilm, der nicht nur Mangafans ansprechen dürfte.

Kampfszene aus Blade of the Immortal
Kampfszene aus Blade of the Immortal © Ascot Elite Home Entertainment
Das Bild als auch der Ton sind sehr gut und gerade die Soundeffekte gestalten sich sehr eindrucksvoll. Leider sind die Extras sehr mager und lieblos ausgefallen. Schließlich gibt es nur den Trailer und eine Trailershow. Zumindest eine Dokumentation über Miike oder den zugrundeliegenden Manga hätte man sich schon gerne gewünscht.


Fazit:
Ein mitreißender Actionfilm der trotz aller Kämpfe nicht das emotionale Zentrum aus den Augen verliert und anhand der Rachegeschichte ein Wachstum der Charaktere zelebriert. Stark.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Ascot Elite Home Entertainment