Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute - DVD

DVD Start: 11.04.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 89 min

Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Am Tag vor seiner Hochzeit wacht Ex-Knacki Jos mit einem gewaltigen Kater auf. Neben ihm liegt eine ihm unbekannte Leiche samt Kugel im Kopf. Doch Jos kann sich an nichts mehr erinnern. Also am besten erst mal die Leiche entsorgen. Allerdings taucht plötzlich Gangsterboss Vlad auf und fordert die 20 Kilo Koks von ihm zurück. Den Stoff muss er innerhalb von 24 Stunden auftreiben, oder seine Braut wird gekillt. Doch hinter dem Koks sind auch noch andere Gangster, ein Hundefriseur und sogar sein zukünftiger Schwiegervater her. Wird Zeit, dass sich Jos wieder an etwas erinnert, sonst wird seine Hochzeit blutig enden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Niederländisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute

DVD
Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute
DVD Start:
11.04.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute
Blu-ray Start:
11.04.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 92 min.

DVD Kritik - Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Blutiger Hangover - Im Zuge all der Epigonen von Quentin Tarantino, Guy Ritchie, Robert Rodriguez oder den Coen-Brüdern, gibt es doch immer wieder mal einige Überraschungen. So etwa der vorliegende „Black Out“, der zwar ganz im Stile der oben genannten Regisseure gehalten ist, aber der Regisseur Arne Toonen kopiert zum Glück nicht und nutzt deren Stilmittel nur ansatzweise. So kommen keine verschiedenen Zeitebenen zum Einsatz und auch das Bildeinfrieren bei der Vorstellung von den Charakteren wird nur ganz am Anfang vorgenommen. Ansonsten wird sehr geradlinig und linear erzählt, sowie auf filmische und bildliche Spielereien verzichtet. Was dem ganzen Film eine Dichte verleiht und trotz des ähnlichen Stoffes zu den Filmen oben genannter doch nichts plagiiert. Und so mancher hätte den Niederländern wohl kaum ein so abgedrehtes Action-Kino zugetraut. Toonen hat sich anscheinend gefragt, was wohl herausgekommen wäre, wenn Tarantino „Hangover“ gedreht hätte und setzt direkt in der Handlung an. Es gibt keine Exposition, sondern der Hauptcharakter wacht morgens mit einem Kater aber dafür ohne Erinnerung an die letzte Nacht auf. Und hat eine Leiche im Bett und eine Pistole neben dem Kopfkissen. Was nur der Beginn einer Odyssee voller Blut, Verrat, schräger Figuren, guter Dialoge, außergewöhnlicher Situationen und hübscher Killerinnen ist. Zwar werden die filmischen Vorbilder kaum erreicht, aber die guten Charaktere machen einiges wett. Leider regiert manchmal etwas zu sehr der Zufall, aber das hohe Tempo kann da einiges überdecken, da man, erstaunlicherweise ohne Hektik, von Szene zu Szene rast und alles kein Selbstzweck ist, sondern immer in die Handlung eingebunden ist. Durch den relativ ernsten Grundton, der trotz des schwarzen Humors vorliegt, wird auch die Gewalt niemals spielerisch gesehen, sondern immer ernst genommen. So kann keine Verherrlichung entstehen oder sie nur als künstlerisches Darstellungsmittel gesehen werden. Denn die Gewalt ist trotz der stellenweise absurden Situationen immer realistisch und unangenehm. Dazu gehört, dass vieles Pose ist. Was natürlich gewollt ist. Auffällig oft reden die Figuren von anderen Filmen und geben sich wie deren Charaktere. So wollen sich die beiden schönen Mörderinnen neu erfinden, können aber nur nach filmischen Vorbildern suchen. Alle Gangster posieren und geben mehr auf ihr Image als Politiker. Was dazu führt, das irgendwie nichts echt ist. Gangster wie auch Polizisten eifern immer anderen nach und bilden so erst ihren Charakter aus. Sie sind nur, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur Schein und hohl. Sie verzehren sich nach dem Charme der Bohemiens und fühlen sich von der Subkultur angezogen, von der sie schon ein Teil sind. Somit schafft es „Black Out“ in seiner Geschichte noch wie nebenbei eine Hommage zu schaffen und diese gleichzeitig mit einem satirischen Blick auszustatten. Insgesamt ist „Black Out“ ein kleiner Geheimtipp.

Der Ton und das Bild sind gut. Als Extras gibt es neben dem Trailer und einer Trailershow noch einen gelungenen Kurzfilm, der genauso schräg und lustig ist wie der Hauptfilm.

Ein kleiner Geheimtipp von unseren Nachbarn aus Holland. Auch wenn er zunächst wie der x-te Aufguss eines möglichen Tarantinofilmes aussieht, so kann „Black Out“ doch aufgrund seiner Charaktere, seines Tempos und der ironischen Brechung punkten.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sunfilm Entertainment