Biohazard - Patient Zero - DVD

DVD Start: 10.04.2015
FSK: ab 18 - Laufzeit: 70 min

Biohazard - Patient Zero DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In einer agrikulturellen Einrichtung wird an geheimen Projekten gearbeitet. Leiter Jonathan Wright erzählt davon nicht mal etwas seiner Verlobten Jenna, die ebenfalls dort tätig ist, aber eigene Geheimnisse hat. Bei der Forschung geschieht ein Unfall: Die Einrichtung wird kontaminiert und unter Quarantäne gestellt. Erst jetzt enthüllt Jonathan, woran hier wirklich geforscht wird: an einem genetisch modifizierten Virus, der aggressives Benehmen bei Infizierten auslöst. Noch sind Jonathan und Jenna nicht infiziert, aber um zu überleben, müssen sie nun nicht nur den Infizierten, sondern auch einer militärischen Einheit, die in der Anlage aufräumen soll, aus dem Weg gehen ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Edel Germany GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow

Video on demand - Biohazard - Patient Zero

DVD und Blu-ray | Biohazard - Patient Zero

DVD
Biohazard - Patient Zero Biohazard - Patient Zero
DVD Start:
10.04.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 70 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Biohazard - Patient Zero Biohazard - Patient Zero
Blu-ray Start:
10.04.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 73 min.

DVD Kritik - Biohazard - Patient Zero

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 4/10
Ton: | 4/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 2/10


Schon wieder Zombievirus - „Biohazard Patient Zero“ ist ein Zombiefilm, in dem nicht mal Zombies vorkommen. Was natürlich böse Zungen jetzt damit begründen könnten, das in dieser Billigproduktion kein Geld dafür vorhanden war. So falsch kann man damit gar nicht liegen, denn wenngleich viele Zombiefilme aus dem Independentbereich stammen, in dem Geld fast immer Mangelware ist, so verlangt doch zumindest das Make-up einiges an Investitionen. Und natürlich die Fressszenen, die dann fieserweise der deutschen Zensur meist zum Opfer fallen. Apropos Zensur: der Film ist nur sehr kurz geraten, aber es ist nicht auffällig, das hier sonderlich was geschnitten wäre. In einigen kleinen Momenten gewinnt man den Eindruck, aber das könnte auch daran liegen, dass mit der Kamera getrickst worden ist, um das mangelnde Budget zu kaschieren. Ansonsten ist dieser Film auch inhaltlich von der billigen Sorte.
Die Story ist schnell erzählt: ein Forschungslabor züchtet im Auftrag des Militärs einen Virus, der die Infizierten in rasende Bestien verwandelt. Es kommt wie es kommen muss und im Horrorbereich auch immer wieder stattfindet: der Virus ist los und während eine Spezialeinheit den Forschungskomplex stürmt um gnadenlos alle darinnen auszumerzen, müssen sich eine kleine Gruppe von Helden durch die Infizierten kämpfen um fliehen zu können. Hier sind es aber keine Zombies. Die Menschen sind krank und sie wollen töten, fressen aber keine Menschen. Sie schlurfen auch nicht herum, sondern rennen und sind einfach zu besiegen. Sprich: man muss ihnen nicht mal in den Kopf schießen, sondern andere Treffer sind ebenfalls wirkungsvoll.
Angesichts des Settings, die Hochsicherheitslabore befinden sich alle unterirdisch, hätte man eine schöne klaustrophobische Stimmung erwarten können, welche wesentlich zur Spannung beiträgt. Aber ach, es sollte nicht sein. Stattdessen leuchtet man alles stark aus, so dass nicht mal ein Spiel mit Schatten herrscht und die Spannung lässt auch zu wünschen übrig. Zu oft hat man vergleichbares sehr viel besser gesehen und die mangelnde Gewalt, von einigen Ausnahmen abgesehen, kann auch nicht schocken geschweige denn die Spannung erhöhen. Eine weitere Ursache der Langeweile liegt nicht nur in der miesen Synchronisation (einer hat sogar einen deutlichen Sprachfehler), sondern auch an den schlechten Darstellern. Vor allem die männliche Hautrolle ist extrem schwach und man kann dem Charakter nichts seiner inneren Konflikte abnehmen. Die weibliche Hauptrolle macht ihre Sache recht ordentlich, ist aber auch nicht gerade ein Talent, sieht aber nett aus (wenngleich sie an Kate Beckinsale erinnert). Beides führt dazu dass man gegenüber den Hauptfiguren keinerlei Empathie empfindet und so keine Spannung aufbauen kann. Actionmäßig beschränkt man sich auf einige Schüsse und es herrscht vor allem Unlogik und massenhafte Fehler vor. Dialoge sind dümmlich und alles ist eine recht stümperhafte Angelegenheit. Da wird etwa dem Zuschauer erzählt, was eigentlich geforscht wird und suggeriert dabei, dass es einer Kollegin diktiert wird. Nur: diese macht alles, außer etwas aufzuschreiben. Die Pressekonferenz am Ende verrät mehr als das sie vertuscht und warum nutzt das Militär ausgerechnet eine bewohnte Gegend, um Feldversuche abzuhalten? Insgesamt wird das dann eine so trostlose Angelegenheit, dass selbst die Statisten gelangweilt herumstehen. Alles hier ist falsch und purer Trash, dem aber zum Vergnügen leider alle Radikalität und Selbstironie fehlt.

Die technische Ausstattung der DVD ist leider nur durchschnittlich. Der Ton ist dumpf und nicht immer ausgewogen, das Bild hat keine sonderlich scharfen Konturen, schwankt aber auch nicht. Leider gibt es als Extras auch nur den Originaltrailer.


Fazit:
Trash dem zum Guilty Pleasure die Radikalität und die Selbstironie fehlen. Billig, langweilig, unlogisch und eine platte Aneinanderreihung von Klischees die man sehr oft schon sehr viel besser gesehen hat.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Edel Germany GmbH