Bikini Spring Break Massaker - DVD

DVD Start: 17.06.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 99 min

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Inhalt

Sechs Cheerleader wollen in Florida ausgiebig beim „Spring Break“ feiern – und zwar in einem besonders schönen Anwesen. Was die sexy Girls nicht wissen: Ganz in ihrer Nähe schmeißt das Videolabel „Crazy Girls Unlimited“ eine große Party, die allerdings ein jähes Ende findet, als ein Killer mit einer mittelalterlichen Waffe viele Gäste auf brutalste und blutigste Art abschlachtet. Unterdessen beschließen unsere Freundinnen, ihre eigene Party zu veranstalten und laden sich ein paar Jungen ein. Doch plötzlich verschwindet auch auf ihrer Party einer nach dem anderen auf mysteriöse Weise, als der brutale Killer die Gästeliste abarbeitet…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Bikini Spring Break Massaker

DVD
Bikini Spring Break Massaker Bikini Spring Break Massaker
DVD Start:
17.06.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 99 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Bikini Spring Break Massaker Bikini Spring Break Massaker
Blu-ray Start:
17.06.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 103 min.

DVD Kritik - Bikini Spring Break Massaker

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 0/10
Ton: | 0/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Lust und Frust - Deutsche Verleihtitel sind sich häufig zum Verwechseln ähnlich und so fragt man sich, warum man nicht manchmal die Originaltitel beibehält. Der Bikini im deutschen Titel verleitet wohl eher zum Kauf als „Girls gone dead“. Dabei passt der Originaltitel schon deutlich besser. Eben weil er auch einige der inhaltlichen Aspekte vorwegnimmt. Vor allem wenn er sich erst während des Vorspanns von „Girls gone wild“ zu „Girls gone dead“ ändert. Während der deutsche Titel deutlich mehr Wert auf den Schauwert legt. Womit er auch einigermaßen recht hat. Jedenfalls ist „Bikini Spring Break Massacre“ auf den ersten Blick ein sehr typischer Slasher. Eine Gruppe von Freundinnen tut sich zusammen und reist in eine Ferienwohnung, wo sie Spaß haben wollen. Was natürlich heißt: Drogen, Alkohol und Sex. Da kommt dann ein Slasher des Weges und meuchelt nach und nach eine der Schönheiten dahin. Mitsamt ihren männlichen Gespielen. Dabei wird auch hier, wie im Gros des Genres, mangelnde Spannung wett gemacht durch viel Sex und Blut. So erfreut sich vor allem das männliche Auge an den vielen Schönheiten, die auch oft wenig und gar nicht bekleidet über den Bildschirm huschen. Die Bluteffekte sind erstaunlich brutal und es kommen sogar einige Goreeffekte vor. Wobei gerade hier manchmal das geringe Budget auffällt, da etwa bei der Köpfungsszene sehr deutlich ist, dass hier eine Puppe vorlag. Das hat schon einen Trashcharme. Und in der Tat nimmt sich der Film nicht sonderlich ernst und spielt mit den genretypischen Zutaten ohne aber einen parodistischen Unterton zu erlangen. Ansonsten traut sich der Film was. Auch wenn manche Längen entstehen, ist der Film nicht nur bei den brutalen Sequenzen mutig, sondern auch inhaltlich hat er etwas mehr zu bieten als das Gros im Genre. Was vor allem den Subtext betrifft. Zum einen ist der Film nahezu komplett aus der weiblichen Perspektive gefilmt. Was dazu führt, dass alle männlichen Charaktere ziemlich schlecht wegkommen und so schon fast ein brutaler Slasher für das weibliche Publikum vorliegt. Das ist schon ungewöhnlich genug. Gut, es könnten manche trotzdem abgeschreckt werden, da die Darsteller stellenweise sehr hölzern agieren und auch die Synchro nur bedingt gelungen ist. Trotzdem macht der Film Spaß, da vor allem der ironische Unterton gelungen ist. Die Mädels wollen Spaß haben und sich mit ihrer Lust austoben. Aber das führt nur zu Frust. Die Männer sind Vollpfosten und wollen nur Sex, die einzige Kneipe ist für Rednecks und der Partystrand hat Senioren als Zielgruppe. Während die groß angelegte Sexparty rein kommerziell als Casting für Pornos genutzt wird und so auch nicht das ist, was sie zu sein scheint. Also steht der Film völlig konträr etwa zu dem Setting von Filmen wie „Piranha“. Die Lust wird hier, für das Subgenre erstaunlich, nicht verdammt, sondern ernst genommen. So ist es mehr als ironisch und tragisch, das der Slasher religiöse Motive hat, die Mädels zu meucheln. Er verdammt in seinem religiösen Wahn die Triebhaftigkeit und bestraft sie dafür. Nur kommen die Mädels ja nie dazu, zu sündigen. Die Lust führt also zu Leid. In mehrfacher Hinsicht, denn es wird auch gezeigt, wie der amerikanische Puritanismus zur Bigotterie führt. Eine zusätzliche Ironie führt dann dazu, dass gerade der religiöse Eifer erst Sex und Lust als Fluchtmöglichkeit für die Enge des Glaubens erschafft. Dieser Slasher ist also im Grunde gegen die Ideologie der Tea Party gerichtet und allein schon somit gelungen.

Da hier eine Vorabpressung vorlag, kann noch keine abschließende Bewertung der Ton- und Bildqualität gegeben werden. Manchmal läuft die Scheibe nicht ganz rund, aber ansonsten ist das Bild und auch der Ton sehr vielversprechend. Extras waren hier gar keine vorhanden, so dass sie nicht bewertet werden können.

Auf den ersten Blick ein typischer Slasher, der aber vor allem aufgrund des ironischen Subtextes, der gewählten Perspektive und den blutigen Effekten zu überzeugen weiß. Eine positive Überraschung.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © KSM GmbH