Better Watch Out - DVD

DVD Start: 18.01.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 86 min

Better Watch Out DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In kleinen, ruhigen Vororten passiert normalerweise nichts Schreckliches – doch dieses Weihnachten sieht das anders aus. Ashley (Olivia DeJonge – The Visit) freut sich auf leicht verdientes Geld, als sie ihren Babysitting-Job antritt. Doch als unheimliche Gestalten in das Haus der Eltern des zwölfjährigen Luke (Levi Miller - Pan) einbrechen und beginnen, die beiden zu terrorisieren, muss Ashley alles tun was in ihrer Macht steht, um sich und den Jungen zu beschützen. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie es nicht bloß mit normalen Einbrechern zu tun hat. Die Horrornacht ihres Lebens beginnt und Ashley kämpft und bangt um ihr Leben…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Constantin Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of (ca. 52 Min.)

DVD und Blu-ray | Better Watch Out

DVD
Better Watch Out Better Watch Out
DVD Start:
18.01.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Better Watch Out Better Watch Out
Blu-ray Start:
18.01.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

DVD Kritik - Better Watch Out

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Verteidigung eines Heims
„Better Watch Out“ ist ein Horrorthriller den man dem Subgenre der Home Invasion Thriller zuordnen muss. Nun kann er bereits wieder leicht abgetan werden, denn nach einem großen Boom des Subgenres hat es sich nun wahrlich tot gelaufen. Wie immer gab es dann einige Glanzperlen, bevor viele billige Nachahmer den Boom wieder zerstörten und man sich deutlich an Filmen dieser Couleur satt gesehen hatte. Ein Kennzeichen von vergangenen Booms ist aber die Tatsache, dass die Nachzügler oft wieder von einer herausragenden Qualität sind, da sie eben die Mechanismen der Vorläufer offenlegen und mit diesen spielen. Zu dieser Kategorie gehört „Better Watch Out“. Vor allem weil ein sehr böser und zu dem Zeitpunkt völlig unerwarteter Twist vorkommt.

Ashley (Olivia DeJonge)
Ashley (Olivia DeJonge) © Constantin Film
Allerdings kommt der sehr früh, weswegen es schwierig ist über den Film zu berichten, ohne das ein Spoiler vorkommt. Zudem ist es überraschend, das der Twist in der Dramaturgie eher als sonst benutzt wird, denn man befürchtet dann oft zu recht das schnell die Luft raus ist. Das ist zum Glück nicht der Fall, denn dank des Charakters des Hauptschurken und der hervorragenden Darstellung desselben verliert der Film nicht an Spannung, sondern gewinnt sogar noch. Denn der Charakter ist nicht rein böse, sondern besitzt einige Schattierungen, ist aber unberechenbar. Man weiß nicht, was er vorhat, ob er fähig ist lange vorzuplanen oder ob Impulse die Regie übernehmen können. Gerade diese Sprunghaftigkeit macht ihn beängstigend. Auch wird dadurch aufgezeigt was passieren kann wenn man zu früh erwachsen werden will und sogar teilweise muss. Die letzten Züge der Kindheit scheinen dem Schurken verweigert worden zu sein und insofern ist hier auch ein Gesellschaftsspiegel vorhanden der aufzeigt was drohen kann, wenn man Kinder zu schnell fordert und sie nicht altersgemäß behandelt. Neben einem Ödipuskomplex scheinen die Anforderungen der Gesellschaft und eine schnelle damit einhergehende Überforderung die Menschen psychisch zu deformieren.

Luke (Levi Miller) und Ashley (Olivia DeJonge)
Luke (Levi Miller) und Ashley (Olivia DeJonge) © Constantin Film
Dabei herrscht hier keine Psychologisierung vor und es werden auch keine Erklärungen für das Verhalten gegeben, sondern der Fokus auf den Thrill wird nie verlassen und der Zuschauer muss sich den Subtext selber erschließen. Was dem Film durchaus gut tut, sind die leisen und ziemlich bösen Gags. Schon zu Beginn überrascht ein gewisser ironischer Ton, der durchaus beibehalten wird. Aber es sind keine Schenkelklopfer und man kann den Film nicht gerade als witzig bezeichnen. Aber so wird der psychologische Schrecken etwas entschärft und die Gewaltausbrüche werden somit umso wirkungsvoller. Generell ist der Film durchaus gelungen und man kommt den Figuren sogar nahe, was dazu führt das man mit ihnen mitfiebert. Jeder steht an einem Wendepunkt seiner jeweiligen persönlichen Entwicklung und alles kulminiert in dieser blutigen Weihnachtsnacht. In Erinnerung bleibt der Film nicht zuletzt wegen den hervorragenden Darstellungen die wohl in dem Subgenre die beängstigendsten seit „Funny Games“ sind.

Luke (Levi Miller) und Ashley (Olivia DeJonge)
Luke (Levi Miller) und Ashley (Olivia DeJonge) © Constantin Film
Sowohl der Ton als auch das Bild sind gut. Neben den obligatorischen Extras wie einem Trailer und einer Trailershow gibt es noch ein interessantes Making Of welches mal nicht nur ein gegenseitiges Lob enthält (auch wenn das durchaus vorkommt), sondern auch auf die Entwicklung des Stoffes und auf Anekdoten eingeht und somit seinen Namen wirklich verdient.


Fazit:
Ein gelungener Home Invasion Thriller der vor allem aufgrund der starken Darstellungen und des bösen Twists einem noch länger im Gedächtnis bleiben wird.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures / Constantin Film