Berkshire County - DVD

DVD Start: 09.10.2015
FSK: ab 18 - Laufzeit: 83 min

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Inhalt

Die junge Studentin Kylie Winters durchlebt eine schwere Zeit. Sie wird von ihren Mitschülern aufs Übelste gemoppt: Ein explizites Video von Kylie macht im Internet die Runde und sie zum Ziel von bösen Scherzen. Trotzdem übernimmt Kylie am Halloweenabend einen Babysitterjob in einem abgelegenen Landhaus. Bald schon wandelt sich der Abend in einen terrorgetränkten Albtraum, als sich maskierte Aggressoren Zutritt zum Haus verschaffen. Getrieben von purer Angst beginnt für Kyile der Kampf ums nackte Überleben - eine lange Nacht des Sterbens steht bevor.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Mad Dimension
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - Berkshire County

DVD und Blu-ray | Berkshire County

DVD
Berkshire County Berkshire County
DVD Start:
09.10.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 83 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Berkshire County Berkshire County
Blu-ray Start:
09.10.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.
Berkshire County - Limited Mediabook (DVD + Blu-ray) Berkshire County - Limited Mediabook (DVD + Blu-ray)
Blu-ray Start:
09.10.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 170 min.

DVD Kritik - Berkshire County

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 4/10
Ton: | 3/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Umschiffte Klischees
Die Heldin des Filmes „Berkshire County“ hat mal einen richtig schlechten Tag. Dabei fing es erst ganz nett an. Auf einer Party kommt Katie ihrem heimlichen Schwarm näher und sie haben Sex. Nur leider werden die beiden dabei gefilmt und das Mobbing setzt ein, da das Video in das Internet eingestellt wird. Mit den Nerven völlig herunter, findet Katie selbst bei ihrer Mutter keine Unterstützung und muss abends auch noch als Babysitter arbeiten. Bislang ist alles Klischee. Eine Heldin, die von ihrer Umwelt verachtet, missachtet wird und nicht wie sonst in den Filmen eine Außenseiterin ist, sondern mehr in diese Rolle gedrängt wird, muss sich im Laufe der Handlung bewähren, Kraft und Stärke gewinnen, indem sie sich gegen das Grauen zur Wehr setzt. Erst mag man es kaum glauben, das alles ausgerechnet auch noch an Halloween spielt. Das macht aber später Sinn, denn wenn die Bösen später Masken tragen, so dient Halloween als idealer Hintergrund für ihr böses Treiben da sie dann nicht so sehr auffallen. Aber die Heldin dann auch noch ausgerechnet als Babysitter einsetzen? Diese Mädels sind ein sehr bevorzugtes Opfer für Horrorfilme und bringen immer auch ein bisschen unschuldigen Sex herein, bei denen Fantasien (Verführung der Väter) ausgelebt werden und sie können als konservative Projektionsflächen dienen, da sie für ihren lockeren Lebenswandel bestraft werden. Diese drei Aspekte sind hier aber nicht gegeben, denn innerhalb des Klischees gibt es nun eine Wendung. Katie ist das erste Mal bei der Familie, die ein sehr großes und verschachteltes Haus besitzt. Sie kennt die Kinder nicht und vor allem: sie kennt das Haus nicht. Sie weiß nicht, wo sie sich verstecken kann, welchen Weg sie nehmen muss, was bei allen Beteiligten und dem Zuschauer das Adrenalin anschwellen lässt. Als nämlich die Bösen kommen, welche Schweinemasken tragen und damit an einen der ultimativen Home-Invasion-Thriller, nämlich „You`re Next“, denken lassen, rennt sie orientierungslos durch das Haus und muss gleichzeitig noch die beiden Kinder schützen, die noch kein Vertrauen zu der neuen Babysitterin haben. Ein weiteres Klischee wird dadurch umschifft, das die Familie bald umziehen wird und schon vieles ausgeräumt ist. Unter anderem die Küche, so dass die Heldin keine Waffe an sich nehmen kann. Immerhin funktioniert diesmal das Handy und streikt nicht wie sonst immer in Horrorfilmen („Ich krieg hier keinen Empfang“). Katie kann sogar die Polizei rufen und bekommt moralische Unterstützung durch die Frau in der Notrufzentrale. Leider gibt es später eine Wendung die überhaupt keinen Sinn macht und einen wesentlichen Handlungsstrang vollkommen unlogisch erscheinen lässt. Ansonsten kommt vieles so wie erwartet. Die Heldin wächst über sich hinaus und eine vermeintliche Rettung entpuppt sich dann als Fehlschlag. In einer Hinsicht ist der Film sogar sehr mutig, denn sogar ein Kind ist hier böse und es wird gezeigt wie es ein anderes Kind tötet. Das ist moralisch natürlich sehr zwiespältig, aber der Film hält sich da optisch zurück. Dennoch gibt es hier einen Tabubruch. Generell kann man sagen, das hier zwar vieles durchaus klischeehaft ist und immer wieder an Genrevorläufer erinnert, aber gerade in den Details doch viele Stereotypen abändern und vermeiden kann, was ihn frisch wirken lässt. Zudem hat der Film ein hohes Tempo, Spannung und einiges an recht blutigen Szenen. Auf einem Horrorfilmfest hat er deswegen einen Publikumspreis gewonnen, aber er ist nicht, wie es auf dem Cover behauptet wird, einer der besten Home-Invasion-Filme aller Zeiten ( da gibt es andere wie etwa „You`re Next“, „Mothers Day“, „The Strangers“) aber er gehört auf jeden Fall in die obere Liga.

Leider können das Bild und der Ton nicht sonderlich überzeugen. Das Bild ist blass und manchmal etwas ruckelig, wohingegen der Ton keine Wucht entfalten kann. Zudem ist auch die Synchronisation nicht sonderlich gut ausgefallen. Als Extras gibt es auch nur den Trailer und eine Trailershow. In dieser Hinsicht ist das alles also enttäuschend.


Fazit:
Auch wenn man vieles schon mal ähnlich gesehen hat, so können doch gerade in den Details einige Klischees umschifft werden und so für Frische sorgen. Zwar ist der Film nicht einer der besten Home-Invasion-Thriller, aber auf jeden Fall ein guter.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Mad Dimension




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