Beowulf - Die komplette Serie - DVD

DVD Start: 19.01.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 640 min

Beowulf - Die komplette Serie DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Um sich angemessen von seinem im Sterben liegenden früheren Schutzherrn Hrothgar (William Hurt) zu verabschieden, kehrt Beowulf (Kieran Bew) nach vielen Jahren in seine Heimat zurück. Seine Ankunft verläuft anders als geplant, denn in Herot, dem Ort seiner Jugend, beschuldigt man ihn des Mordes. Um sich den Respekt der Bewohner zu verdienen, soll er die Stadt vom Ungeheuer Grendel befreien. Nach einer erfolgreichen Vertreibung gewinnt er das Vertrauen der Stadt zurück und übernimmt das Amt des Vogtes, um die Stadt auch weiterhin zu beschützen. Dabei muss er schnell feststellen, dass oftmals die Gefahr nicht von außerhalb kommt, sondern in den eigenen Reihen lauert…

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DVD Details

Medienanzahl: 4
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews

DVD und Blu-ray | Beowulf - Die komplette Serie

DVD
Beowulf - Die komplette Serie Beowulf - Die komplette Serie
DVD Start:
19.01.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 640 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Beowulf - Die komplette Serie Beowulf - Die komplette Serie
Blu-ray Start:
19.01.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 640 min.

DVD Kritik - Beowulf - Die komplette Serie

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 5/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Gestauchte Saga
Beowulf? Der Name dürfte schon so manchen bekannt vorkommen, womit sie natürlich recht haben, denn der Name ist untrennbar mit dem Namen Grendel verknüpft und kommt in einer altenglischen Sage vor. Beowulf ist ein Held Englands und ist zeitlich etwa einzuordnen beim Wechsel des Altertums zum Mittelalter in dem Fürsten herrschen und kein König das Land einheitlich regiert. Die Saga wurde schon oft verfilmt und so ist es doch recht überraschend, dass die britische BBC daraus eine Serie gemacht hat, die ab dem 19.01.2017 auch auf DVD und BD erhältlich ist. Beowulf - Die komplette Serie SzenenbildDabei ist das Kernelement der Saga, der Kampf Beowulfs gegen Grendel, hier gar nicht das Thema. Zwar stehen sich die beiden in der ersten Episode gegenüber, aber im Grunde wird hier die Vorgeschichte zu dem Ereignis erzählt und gerade das Ende stimmt dann nicht so ganz mit den späteren Geschehnissen überein wie sie in der Saga geschildert werden. Ansonsten ist die Vorlage durchaus viel versprechend.

Da ein Fürst verstorben ist, kommt der verbannte Beowulf in den Ort zurück, um von ihm Abschied zu nehmen. Gerade erst angekommen wird er des Mordes verdächtigt und Beowulf muss erstmal sein Leben retten. Das kann er nur, indem er den wahren Täter und die Hintermänner enttarnt, was ihn zu einem längeren Aufenthalt zwingt. Erschwerend für ihn kommt hinzu, dass dadurch alte Feindschaften und Rivalitäten erweckt werden. Eh sich Beowulf versieht, ist er in die Intrigen und Machtkämpfe um den Thron verstrickt und muss den Ort gegen Feinde von innen und außen verteidigen. Wem das alles einigermaßen bekannt vorkommt, dürfte sich nicht zuletzt bei der Titelsequenz sehr an „Game of Thrones“ erinnert fühlen. Allerdings ist hier alles sehr viel kleiner und billiger. Zwar sind die CGI-Effekte der Monster und andere Wesen durchaus gelungen, aber manchmal wirken die Kulissen und Requisiten einfach billig. Gut, man kann auf die Historie verweisen und es ist nachgewiesen, dass selbst die Fürstentümer zu der Zeit recht klein waren und deren Heer oft nicht aus mehr als 50 Männern bestand. Groß angelegte Schlachten wie etwa in „Der Herr der Ringe“, der hier auch ab und an zitiert wird, kann man also nicht erwarten. Aber manchmal wirken die Äxte zu sehr aus Plastik und auch bei manch anderen Requisiten ist es sehr deutlich, dass es künstlich ist. Das verleiht dem ganzen einen Trashfaktor der sich mit den ansonsten guten Tricks beißt. Das Problem ist eher das die kurze Serie, eine zweite Staffel wurde nicht mehr gedreht, keinen eigenen Tonfall findet und man permanent Déjà-Vus hat. Auch die Darsteller vermögen nur begrenzt zu überzeugen. Allein schon der Hauptdarsteller erinnert optisch sehr an Gerard Butler, der übrigens 2005 selber schon Beowulf gespielt hat. Die vormittelalterliche Welt ist zwar sehr gut zum Leben erweckt worden und es gibt einige durchaus interessante Entwicklungen, aber die regelmäßig vorkommenden Zitate und vor allem die Klischees lassen die Serie nicht aus dem Mittelmaß herauskommen. Beowulf - Die komplette Serie SzenenbildNeben den schon erwähnten „Game of Thrones“ und „Der Herr der Ringe“ ist das Auftauchen eines Sandwurmes noch zu betonen, der optisch sehr denjenigen aus „Dune“ ähnelt. Es ist nichts Besonderes und man bekommt zunehmend den Eindruck, dass man nicht so recht wusste was man eigentlich erzählen will.

Wenn schon die Serie nicht so recht überzeugt, so ist die technische Ausstattung auch recht ärgerlich. Die Extras sind nicht nennenswert, da sie einzig aus Interviews bestehen und meist nur die Darsteller Charakterisierungen ihrer Figuren geben, was man eh schon sehen konnte. Interessanter sind da schon die Aussagen der Crew. Der Ton als auch das Bild sind recht ordentlich, aber leider gibt es kleinere Fehler bei den Pressungen. So bricht die zweite Episode auf der zweiten Disk einfach ab und man kann kein Kapitel auswählen, um wieder zu der Stelle springen zu können, an welcher die Unterbrechung erfolgte. Die inhaltliche Zusammenfassung zum Beginn der nächsten Episode ist dann erstaunlicherweise auch nur auf Englisch und man kann die Sprache nicht wechseln. Auch die finale Episode hat da Schwächen und man vermisst einen ordentlichen Kapitelzugang innerhalb der Episoden.


Fazit:
Im Versuch die klassische Saga zu einem Epos auszuweiten, stolpert man über seine Ansprüche und findet keinen eigenen Tonfall. Der Geldmangel ist offensichtlich, was dem Ganzen einen Trashfaktor verleiht. Ansonsten ergeht man sich in Zitaten und Klischees.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Film