Belladonna (OmU) - Edition Anime - DVD

DVD Start: 18.05.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 89 min

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Inhalt

Am Vorabend der französischen Revolution wird das schöne Bauernmädchen Jeanne von einem tyrannischen Fürsten vergewaltigt. In ihrer leidvollen Qual erscheint Jeanne der Teufel in Phallusform und verwandelt ihre Angst in sexuelle Hingabe, um sie in seinen Bann zu ziehen. Ihre neugewonnene diabolische Macht erzeugt respektvolle Furcht unter den Dorfbewohnern. Aber jeder, der seine Seele an den Teufel verkauft, wird einmal den Preis dafür zahlen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Rapid Eye Movies
Tonformate:
Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Deleted Scenes
- Kinotrailer
- Filmessay von Jasper Sharp

DVD und Blu-ray | Belladonna (OmU) - Edition Anime

DVD
Belladonna - Intro Edition Asien 22 Belladonna - Intro Edition Asien 22
DVD Start:
01.10.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Belladonna (OmU) - Edition Anime Belladonna (OmU) - Edition Anime
DVD Start:
18.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

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DVD Kritik - Belladonna (OmU) - Edition Anime

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 8/10


Die Geschichte des Filmes spielt kurz vor dem Ausbruch der Pest im Mittelalter. Die Magd Jeanne und der Bauer Jean lieben sich über alles und wollen unbedingt heiraten. Um dies zu erreichen, sprechen sie diesbezüglich beim Fürsten vor. Dieser verlangt jedoch eine horrende Hochzeitssteuer, die das ärmliche Paar nicht aufbringen kann. Alles betteln und flehen hilft nichts: Jean wird aus dem Schloss geworfen und Jeanne vom Fürsten brutal vergewaltigt. Eines Nachts, als Jeanne weinend vor ihrem Spinnrad sitzt, erscheint ihr der Teufel in Phallusform. Als Gegenleistung für ihre Seele bietet er ihr an, sie allen Qualen zu erlösen und ihr Macht und Stärke zu verleihen. Jeanne lehnt zunächst ab, gibt sich dann aber vollkommen dem Willen des Teufels hin. Aus dem vorher keuschen und liebevollen Mädchen wird eine verführerische und manipulative Frau, welche die herrschaftliche Ordnung aus dem Gleichgewicht bringt, an der Pest leidende Menschen heilt und für freie Liebe propagiert. Ihr Einfluss erreicht sogar das Schloss des Fürsten, so dass sich dieser wieder einmal gezwungen sieht zu handeln.

Eiichi Yamamoto schuf 1973 diesen bemerkenswerten Anime, der seinerzeit Provokationen und Diskussionen auslöste, da er in verschiedensten Ausprägungen Sexualität in den Vordergrund stellt. Szenen in denen Vergewaltigung, Verführung und ausschweifende Orgien vorkommen, durchziehen kontinuierlich dieses Werk. Jedoch dienen diese nie dem Selbstzweck, sondern sind ein fester Bestandteil der gesamten Geschichte. Diverse zeichnerische Elemente und der stimmige Soundtrack helfen dabei, eine passende Atmosphäre zu erzeugen, die alle wesentlichen Aspekte des Films beinhaltet: Exotik, Erotik, Freude, Leid, Romantik und Tragik.

Diesen Film als Anime zu bezeichnen wäre jedoch viel zu wenig und undifferenziert. Während in herkömmlichen Animes schnell nacheinander gezeigte Bilder eine fließende Handlung entstehen lassen, besteht dieser Film überwiegend aus unbewegten Bildern, so dass man das Gefühl bekommt ein Bilderbuch mit unterlegter Musik und Dialogen zu betrachten. Doch auch der Begriff ‚Bilderbuch’ muss hier differenziert werden, da die Zeichnungen sehr künstlerisch gehalten sind. Oftmals bekommt man den Eindruck, sich in einer Kunstgalerie zu befinden, in der alle Werke eng aneinander gereiht sind, welche gemeinsam die tragische Geschichte einer Frau erzählen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob man diese Art von Anime mag oder nicht, denn leichte Kost ist dieser Film auf keinen Fall - was ihn jedoch umso wertvoller macht. Immer wieder werden Szenen unkommentiert gelassen, so dass der Zuschauer seine eigene Fantasie anregen muss um sich den Inhalt zu konstruieren. Durch eine Ansammlung bizarrer Bilder werden immer wieder Phasen erzeugt, die den Eindruck eines LSD-Trips vermitteln.

Fazit: Die Tragödie der Belladonna ist ohne Zweifel ein Film, der nicht für jedermann geeignet ist. Viele Fans von modernen Animes werden mit diesem Werk nichts anfangen können, da er durch seinen Stil und diverse Elemente ein einzigartiges Kunstwerk ist, der nur eine ganz spezielle Zielgruppe anspricht. Wer jedoch einen anspruchsvollen und künstlerischen Anime sehen möchte, der die volle Aufmerksamkeit und Interpretationsfähigkeit des Zuschauers einfordert, wird hier voll auf seine Kosten kommen. In jedem Fall hinterlässt der Film einen nachhaltigen Eindruck und dies kann man längst nicht von allen Animes behaupten.

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by Till Huber
Bilder © Alive AG / Rapid Eye Movies