Before I Wake - DVD

DVD Start: 17.03.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 93 min

Before I Wake DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Das kinderlose Paar Jessie (Kate Bosworth) und Mark (Thomas Jane) ist überglücklich, als es den liebenswürdigen achtjährigen Waisen Cody (Jacob Tremblay) bei sich aufnehmen kann. Bald stellt sich heraus, dass der Junge panische Angst davor hat einzuschlafen. Die Pflegeeltern vermuten eine traumatische Erfahrung in der Vergangenheit, werden aber schnell mit einer viel schrecklicheren Wahrheit konfrontiert: Im Schlaf manifestieren sich Codys Träume in der Realität. Was faszinierend ist, wenn er an schöne Dinge denkt... und ein Horror, wenn er Albträume hat. Um ihre junge Familie zu beschützen, erforschen Jessie und Mark die Wahrheit hinter Codys Albträumen und stoßen hierbei auf ungeahnte Abgründe...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of (28 min)

DVD und Blu-ray | Before I Wake

DVD
Before I Wake Before I Wake
DVD Start:
17.03.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Before I Wake Before I Wake
Blu-ray Start:
17.03.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.
Before I Wake (2-Disc Limited Collectors Edition im Mediabook) Before I Wake (2-Disc Limited Collectors Edition im Mediabook)
Blu-ray Start:
17.03.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

DVD Kritik - Before I Wake

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Bedrohliche Träume
Der Regisseur von dem Psychothriller „Before I Wake“, Mike Flanagan, gilt mittlerweile als ein Horrorspezialist. Was kein Wunder ist, da er in letzter Zeit mit „Oculus“ und erst kürzlich mit „Ouija: Ursprung des Bösen“ einige sehr spannende Filme auf den Markt gebracht hat. Diese waren nicht nur bildgewaltig, sondern haben ein spezielles Merkmal, was auch dem neuesten Streich „Before I Wake“ zuzuschreiben ist. Flanagan gibt nämlich seinen Figuren einen großen Raum zum Atmen, was gerade im Horrorbereich recht selten ist. Before I Wake SzenenbildManchen Zuschauern dürften dann gerade die ersten Hälften der Filme etwas langatmig erscheinen, aber wenn die Charaktere wie hier eine Tiefe entwickeln, fürchtet man umso mehr um sie. Da steht und fällt natürlich schon viel mit der Auswahl der Darsteller.

Hier ist nicht nur der Kinderdarsteller Jacob Trembley überzeugend und kann die ansonsten so nervigen Kinderrollen in Horrorfilmen links liegen lassen, sondern mit Kate Bosworth und Thomas Jane konnten zwei Darsteller engagiert werden, die bekannt sind, aber nicht in die Liga der Superstars gehören. Aber sie verstehen ihren Job, wirken nicht nur sympathisch, sondern können auch die innere Gebrochenheit und die Trauer der Charaktere mühelos und glaubhaft darstellen ohne jemals in Übertreibung zu verfallen. Gerade dieser Aspekt ist für den Film essentiell. Schließlich spielen Bosworth und Jane ein Ehepaar welches ihren Sohn durch einen Unfall verloren hat. Sie sind traumatisiert und voller Trauer. Da die Ehefrau keine Kinder mehr bekommen kann, entscheiden sie sich, einen kleinen Jungen in Pflege zu nehmen. Der Achtjährige hat schon oft die Familie gewechselt, was angesichts dessen lieben Charakters die neuen Pflegeeltern sehr verwundert. Doch der Junge hat die Eigenschaft, dass dessen Träume real werden. Was zu Beginn noch verzaubert, entwickelt sich schnell zu einer lebensbedrohlichen Gefahr, denn Kinder haben nun mal auch Alpträume. Wenn der Träumende auch noch traumatisiert ist, so scheint die Lage hoffnungslos. Natürlich erinnert die Grundidee, mörderische Träume, an „Nightmare on Elm Street“, hat aber nichts damit zu tun. Spannung wird auch dadurch hergestellt, wie die Eltern das Böse bekämpfen sollen ohne dem Kind zu schaden. Der Junge kann ja nichts dafür. So gibt es keinen Schurken und man fürchtet um jeden der drei Hauptcharaktere. Als schließlich der Film Fahrt aufnimmt, will man manches nicht wahrhaben von dem was man sieht. Und auf der Gruselklaviatur wird auch noch gut gespielt. So gibt es einen schleichenden psychologischen Horror, klassische Elemente eines Geisterfilmes und auch einige Jump Scares sowie ein Monster. Before I Wake SzenenbildDa es sich hier um Manifestationen von Träumen handelt, ist vieles in dem Film auch durchaus von der Psychoanalyse beeinflusst. So ist die Auflösung schon gelungen und man merkt, dass die Drehbuchautoren die „Traumdeutung“ von Freud gelesen haben. Allerdings stimmt bei dieser Grenzwanderung von Genres das Timing nicht immer. Vor allem gegen Ende ist das etwas verunglückt. Nicht nur ist das Finale etwas arg rührselig geworden, sondern bietet noch eine Antiklimax. Der eigentliche Kampf ist vorbei und in einem längeren Monolog wird alles vorhergehende aufgeklärt. Das hätte man eher unterbringen müssen, um so eine Strategie zu entwickeln. So ist die Struktur leider etwas unglücklich und man verlässt den Film mit einem leichten enttäuschten Gefühl was leicht hätte vermieden werden können.

Der Ton ist sehr gut und kann gerade auch bei den Soundeffekten überzeugen. Das Bild kann auch punkten und besitzt gerade bei den Nachtszenen scharfe Abgrenzungen. Die Extras bestehen nur aus dem Trailer, einer Trailershow und einem Making Of. Letzteres beleuchtet durchaus den Entstehungsprozess, hat aber leider auch einen hohen Werbeanteil.


Fazit:
Der Film lässt sich zum Glück Zeit für seine Charaktere welche gut gespielt sind und man bekommt wirklich Angst um sie. Leider offenbaren sich am Ende Schwächen in der Struktur.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Capelight Pictures