Bad Meat - Sadistic Maneater - DVD

DVD Start: 18.02.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 80 min

Bad Meat - Sadistic Maneater DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Problem-Teenager Billy, Tyler (Dave Franco, „Superbad“), Mark, Rose, Kelly und Estelle werden von ihren Eltern in das Camp „Hardway“ geschickt, wo sie Disziplin lernen und auf den rechten Weg zurückgeführt werden sollen. Das mit dem „rechten Weg“ stimmt aber leider nur zu gut, denn der Ausbilder Kendrew (Mark Pellegrino, „Das Vermächtnis der Tempelritter“) und seine Helfer stellen sich als eine Gruppe von Nazis heraus, die nicht nur die Jugendlichen mehr als notwendig drangsalieren, sondern auch den Koch des Camps terrorisieren. Dieser hat irgendwann genug und verschwindet aus dem Camp, doch zum Abschied kocht er der Truppe eine Mahlzeit aus verdorbenem Fleisch. Dieses Fleisch hat es in sich, denn Kendrew und seine Helfer werden nach dem Verzehr zu Kannibalen, was die Probleme für die Teenager plötzlich deutlich größer werden lässt…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Bad Meat - Sadistic Maneater

DVD
Bad Meat - Sadistic Maneater Bad Meat - Sadistic Maneater
DVD Start:
18.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 80 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Bad Meat - Sadistic Maneater Bad Meat - Sadistic Maneater
Blu-ray Start:
18.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 83 min.

DVD Kritik - Bad Meat - Sadistic Maneater

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 3/10


Propaganda für Vegetarier? - „Bad Meat“ dürfte für einige Diskussionen sorgen. Nicht das er etwa ein Tabu anpacken oder sittliche Gefühle verletzen würde. Oder etwa politisch ist oder sonst irgendwie gesellschaftliche Relevanz besitzt. Nichts davon. Und doch alles. Es ist schön, wenn sich Filmemacher etwas trauen und in die Vollen gehen. Und es ist äußerst unschön, wenn sich der Verleiher nichts traut oder sich den Behörden beugen muss. „Bad Meat“ ist nämlich dermaßen gekürzt, das er in Szenekreisen hohe Wellen schlagen dürfte. Insofern hat er durchaus gesellschaftliche Relevanz und dürfte wieder einmal die Diskussion um den Sinn und Unsinn von Zensur entfachen. Am Anfang merkt man noch nicht viel von den Kürzungen. Es gibt einige sehr eklige Szenen und auch einige kleinere Splattermomente, und man wähnt sich als Genrefreund auf der sicheren Seite. Aber dann stutzt man, weil ein Charakter einfach nicht mehr vorkommt. Gut, man gibt dem bis dahin durchaus gelungenen Film eine gewisse Chance und wartet darauf, dass die Figur wieder einmal um die Ecke kommt. Aber dann kommt erst recht das große Unheil der Schere. Es fehlt nämlich sage und schreibe das komplette Ende! Ja, richtig gelesen. Auf einmal geht es zu einer Auflösungsszene und man hängt in der Luft. Ist da etwa jemand gestorben? Leben die Schurken noch? Wie konnte jemand überleben und woher stammen seine Verletzungen? Was ist denn mit den ganzen Charakteren eigentlich geschehen? Sind alle tot? Wie entkam der Überlebende und wie kam er in das Krankenhaus? Nichts davon, absolut nichts davon ist zu sehen. Zum Vergleich: die deutsche Fassung hat eine offizielle Laufzeit von 80 Minuten, wobei der Film weniger zu haben schien. Und die englische Fassung hat offiziell 92 Minuten. Das heißt also, das definitiv zehn Minuten fehlen. Was nicht nur an sich bedauerlich ist und einen Negativrekord aufstellen dürfte. Denn der Film war recht viel versprechend und hat durchaus seine Momente. Auch wenn die Macher wohl Vegetarier waren und implizieren, dass Fleischverzehr zu der Entfesselung der ursprünglichsten und bösesten Triebe führt und Menschen in letzter Konsequenz zu Kannibalen macht. Natürlich lebt ein solcher Film von seinen Effekten, die hier schlicht komplett weggefallen sind. Leider sind die Schurken von vornherein böse und so verpufft etwas die Metamorphose zu Monstern. Die Campleiter sind alle pervers und sadistisch, geben sich ungezügelt dem Sex und Drogen hin oder sind Neonazis. Und die delinquenten Kids tun dann alle nur so als ob sie unheimlich böse wären und sind eigentlich ganz lieb. Sie tragen nur symbolische Masken und werden von ihrer Umwelt schändlich behandelt, da sie von ihr nicht verstanden werden. Da fällt einem der alte Schulkalauer „Erziehung ist der organisierte Widerstand der erwachsenen gegen die Jugend“ wieder ein. Gut, dass die Zivilisation brüchig ist, ist das Thema des gesamten Horrorgenres, aber es stellt sich schon die Frage, wer hier eigentlich resozialisiert werden soll und irgendwie ist das alles zwar recht, naja, ansehnlich, aber doch alles in allem ziemlich inkonsequent. Das kann man noch alles hinnehmen, wenn der Splatter ordentlich ist. Tja, und dann kommt der üble Schnitt. Schade.

Der Ton und das Bild sind gut, als Extras gibt es aber leider nur eine langweilige Bildergalerie und Trailer (inklusive dessen des Hauptfilmes).

Dieser Film dürfte einen Rekord aufstellen. Denn es fehlt das komplette Ende und im Vergleich zu der englischen Fassung fehlen mindestens zehn Minuten. Für einen Horrorfan ist das ein „No Go“. Trotz einiger Mängel und einer inkonsequenten Haltung war der Film recht viel versprechend. Aber nur in einer unentschärften Version. Finger weg.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © KSM GmbH