Autumn Blood - Zeit der Rache - DVD

DVD Start: 19.06.2015
FSK: ab 18 - Laufzeit: 94 min

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Inhalt

Die 16-jährige Maria lebt mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Peter auf einem abgelegenen Hof in den Tiroler Bergen. Peter spricht nicht mehr, seitdem er miterleben musste, wie der Dorfbürgermeister ungesühnt seinen Vater erschoss. Dann stirbt auch die Mutter der beiden Kinder. Maria wird von den Männern im Dorf als Freiwild angesehen, sie wird überfallen und vergewaltigt. Als eine Sozialarbeiterin vor der Tür steht und ermittelt, beschließen der Sohn des Bürgermeisters und seine Freunde die Opfer endgültig zum Schweigen zu bringen. Eine grausame Jagd durch die Tiroler Bergwelt beginnt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Donau Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Deleted Scenes, Wendecover

Video on demand - Autumn Blood - Zeit der Rache

DVD und Blu-ray | Autumn Blood - Zeit der Rache

DVD
Autumn Blood - Zeit der Rache Autumn Blood - Zeit der Rache
DVD Start:
19.06.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Autumn Blood - Zeit der Rache Autumn Blood - Zeit der Rache
Blu-ray Start:
19.06.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 99 min.

DVD Kritik - Autumn Blood - Zeit der Rache

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 7/10


Kaputte Bergwelt - Man sollte sich von dem Cover des Filmes nicht täuschen lassen. „Autumn Blood“ wird reißerisch als Rape-and-Revenge-Movie angepriesen welcher Action verspricht. Die 18-er-Freigabe lässt dann einen harten Actionfilm in der Tiroler Bergwelt erwarten. Wer das sehen will, wird enttäuscht sein. Zum einen kann man „Autumn Blood“ nicht direkt als Actionfilm sehen und zum anderen ist die Freigabe ab 18 Jahren auch nicht sonderlich gerechtfertigt. Jedenfalls wenn man die gezeigte Gewalt als Grundlage nimmt. Dennoch ist die ganze Atmosphäre teilweise sehr bedrohlich und sehr menschenverachtend, so dass sich einem beim Zusehen eine Klammer um die Brust legt. Hier liegt ein Anti-Heimatfilm vor, der mehr mit dem deutschen Klassiker „Jagdszenen aus Niederbayern“ aus dem Jahre 1968 als mit „I Spit on Your Grave“ zu tun hat. Es werden hier durchaus Bildklischees des deutschen Heimatfilmes bedient, wenn da glückliche Kühe auf den Almen grasen, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, beherzte Naturburschen durch die Wälder schleichen und alles an der Oberfläche idyllisch wirkt. Man meint schon Heidi jodeln zu hören und Luis Trenker vom Gipfel her winken zu sehen. Doch ist die Bildsprache trügerisch, denn die Natur ist dem Menschen gegenüber gleichgültig. Sie kümmert sich nicht um die Personen, sondern ist per se erstmal als feindlich anzusehen. Und auch die Natur des Menschen ist trügerisch. Es gibt Ehebruch, Mord und Vergewaltigung. Je düsterer die Handlung wird, desto feindlicher werden auch die benutzten Naturbilder. Es wird zwar nicht dunkler, aber die Charaktere werden nicht nur psychisch in die Enge getrieben, sondern auch die Naturaufnahmen spielen sich mehr in der Enge ab. Da schleicht die Heldin durch Schluchten, schläft in einer Höhle und rennt gegen Ende nackt durch die Wildnis. Sie wurde aller Zivilisation beraubt wofür die Kleidung hier das wesentlichste Element ist. Womit auch eine Klammer geschlossen wird. In der ersten Hälfte des Filmes steht ihre Nacktheit für die Unschuld und die Lebensfreude, für den Einklang mit der Natur. Das wird durch die Vergewaltigung und dem damit verbundenen Verlust der Unschuld zerstört und später während sie von ihren Peinigern durch die Bergwelt verfolgt wird, wird der Körper immer mehr geschunden und die Nacktheit ist das Symbol für den tierischen Überlebensinstinkt und Schutzlosigkeit. Generell ist es lobenswert, das hier die namenlos bleibende Heldin nicht zur Ramboine mutiert und sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wehrt was recht unrealistisch gewesen wäre. Sie will nur fliehen und manchmal kommt ihr das Glück zu Hilfe, was dann etwas konstruiert und damit unglücklich wirkt. Trotz der Action und der Dramatik ist der Film recht sperrig, was vor allem daran liegt, das hier so gut wie nie geredet wird. In den ersten 37 Minuten werden vielleicht fünf Sätze gesagt und ansonsten geschwiegen. Aber man hat so gute Darsteller gefunden, dass Worte oftmals nicht nötig sind. Vor allem die Hauptrolle ist mit Sophie Lowe perfekt besetzt. Sie hat sehr ausdrucksstarke Augen und benötigt nicht viele Worte. Zudem strahlt sie eine perfekt passende Mischung aus Stärke und Verletzbarkeit aus, welche zur Rolle passt. Auch ihre Schönheit ist eine Mischung aus einer ätherischen Zerbrechlichkeit gemischt mit einer herben Art, wie man sie von Darstellerinnen wie etwa Cate Blanchett kennt. Jedenfalls kann Lowe den Film locker tragen und Peter Stormare tritt auch ab und zu auf. Obwohl der Film recht sperrig ausfällt indem ein Genrethema mit ungewohnten Mitteln erzählt wird, so ist er doch faszinierend. Man muss nur wissen, worauf man sich einlässt und alle die ein temporeiches Actionabenteuer suchen, sind hier falsch.

Der Ton ist gut und das ist wesentlich, da hier schließlich die Natur eine sehr große Rolle spielt und dementsprechend deren Geräusche deutlich werden müssen. Das ist gelungen. Das Bild hingegen hätte etwas schärfer sein können. Man ist mittlerweile durchaus mehr Konturen gewohnt, bei denen man jeden Grashalm erkennen kann. Neben dem obligatorischen Trailer und einer kleinen Trailershow gibt es als Extras noch ein Behind the Scenes welche Impressionen vom Set liefern, aber hier mal aussagekräftiger sind als sonst. So kann man sehen wie die Kamerafrau in den Bäumen hing, um Aufnahmen von oben zu bekommen und man sieht wie beschwerlich es war, manchmal an den Drehort zu kommen. Das kurze Interview mit dem Regisseur hingegen ist recht nichtssagend und kann man sich sparen.


Fazit:
Hier liegt beileibe kein Actionfilm vor, sondern das Genrethema wird auf ungewöhnliche Art und Weise erzählt. Das macht den Film zwar sperrig, aber doch faszinierend. Als wesentlicher Pluspunkt fungiert da die perfekt besetzte Hauptdarstellerin.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Donau Film




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