Assault Girls - DVD

DVD Start: 29.07.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 70 min

Assault Girls DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Heiße Mädels, große Kanonen und noch größere Kreaturen – das ist die Mischung der Zutaten für „Assault Girls“, der neue von Anime-Gott Mamoru Oshii und quasi Fortsetzung von „Avalon“. In dem Sci-Fi-Kracher kriegt man all das, was Oshiis Universum so reizvoll macht – von virtueller Realität über coole Kampfanzüge und heißen Girls bis hin zu stattlichen CGI-Tricks. Oshii, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, hat eine extrem atmosphärische Monster-Mondlandschaft geschaffen, durch die sich die Spieler bewegen wie in einem taktischen Ego-Shooter. Wird eine Waffe gezogen, leuchten die technischen Daten über dem Lauf wie in einem Hologramm auf. Auch gibt es Informationen über Spielerstatus und Spielablauf. Zu sehen gibt es dann gutgelaunte japanische Jungschauspielerinnen – die Oscar-nominierte Rinko Kikuchi (Babel), Meisa Kuroki (Dance Subaru) und Hinako Saeki (Uzumaki) – mit riesigen Wummen gegen landbewohnende Sandwale, nur um Punkte in der surrealen Welt des Videospiels Avalon zu sammeln. Klingt verrückt, ist aber so ganz Oshii, so ganz ungewöhnlich. Und, weil Optik alleine nicht alles ist, gibt es dazu die einmal mehr sphärisch-geniale Musik von Kenji Kawai. „Assault Girls“ ist Mamoru Oshiis erster Realfilm seit acht Jahren. Internationale Bekanntheit erlangte der Visonär vor allem durch den Anime „Ghost in the Shell“ (lief im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes). Aber auch Realfilme wie „Avalon – Spiel um dein Leben“, „The Red Spectacles“ und der Manga „Kerberos Panzer Cops“ stammen aus seiner Feder.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- TV Spots
- Kurzfilm Assault Girls 1 + 2
- Making Of

Video on demand - Assault Girls

DVD und Blu-ray | Assault Girls

DVD
Assault Girls Assault Girls
DVD Start:
29.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 70 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Assault Girls Assault Girls
Blu-ray Start:
29.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 70 min.
Assault Girls (uncut) Assault Girls (uncut)
Blu-ray Start:
16.12.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 77 min.

DVD Kritik - Assault Girls

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 4/10


Drehbuch in der Wüste
„Assault Girls“ verspricht eine durchgedrehte japanische Actiongranate zu sein, mit schönen Frauen in Lack und Leder und großen Kanonen. Also fast alles, was das Herz des Trashfans erfreut. Leider hält der Film nichts von dem, was er auf dem Cover verspricht. Und die gepriesene Uncut Edition lässt den Zuschauer verzweifeln, da er sich so manche Szenen entfernt wünscht, damit wenigstens etwas Tempo aufkommt. Der Regisseur hat wohl einmal zu oft eine schleichende Schnecke gefilmt und deren Tempo für den gesamten Film übernommen. Doch zurück auf Anfang. Die Prämisse des Filmes ist nicht mehr sonderlich originell, bietet dafür aber mehrere inhaltliche Möglichkeiten. Es geht um eine Onlinewelt, in der die Spieler gegen Monster ankämpfen und Punkte sammeln, um das nächste Level zu erreichen. Also ein normales PC-Spiel, nur das sich die Protagonisten direkt einleben. Was das aber für die reale Welt bedeutet oder bedeuten kann, wird völlig vernachlässigt. Also nichts im Sinne von „Surrogates“ oder „Matrix“. Nach dem sechsminütigen (!!) monologischen Vorspann erwartet man nichts weniger als ein Epos. Nur hat der Film mit dem Monolog gar nichts mehr zu tun. Auch die Zwischentitel erschließen sich dem Zuschauer nicht. Zum einen sind sie vollkommener esoterischer Blödsinn und zum anderen besteht kaum ein Zusammenhang mit dem Inhalt des Films. Die Kapiteleinteilung ist auch nichts geworden. Zunächst braucht die wirklich so gut wie kein einziger Film und zum anderen macht es wenig Sinn, den Zwischentitel vorzulesen, wenn die darauffolgende Szene kürzer als der Schriftzug ist. Das ginge ja alles noch, wenn die Action und die Frauen umwerfend sind. Gut, die erste Actionszene ist dann auch gelungen. Dass die Tricks deutlich aus dem Computer stammen, kann man hinnehmen, da die Handlung ja gänzlich in einer computeranimierten Welt spielt. Nach dem ersten Fight, in dem auch die Konflikte der vier Personen des Filmes deutlich gemacht worden sind, passiert allerdings überhaupt nichts mehr. Alle laufen in einer Wüste herum, beobachten Schnecken und überlegen, ob sie sich zu einer Jagdgesellschaft zusammen tun sollen. Währenddessen gibt es viele Wolken und den weiten Himmel anzusehen, die Wüste und Schnecken, die viel schneller sind als ein Drehbuchautor. Vielleicht haben die Filmemacher das Drehbuch auch in der Wüste verloren und mussten irgendwie Material sammeln. Gegen Ende gibt es dann doch noch einen Kampf und dann ist der Film auch schon vorbei. Offensichtlich wurde der Film für das japanische Fernsehen gedreht und soll eine Serie beginnen. Aber warum diese Actionmeditation Freunde für eine Serie finden soll, ist gänzlich unverständlich. Es gibt einfach keine Story und keine ausgearbeiteten Charaktere. Von Spannung ganz zu schweigen. Und die Aussage, dass nur Solidarität und Handlungen zum gemeinschaftlichen Wohl die Gesellschaft weiterbringt und nicht Individualismus und Egoismus, ist sehr platt und banal. Es gibt nur zwei Gründe diesen Film anzusehen. Da wäre nämlich zum einen die wunderschöne Hauptdarstellerin Meisa Kuroki in ihrem Lederoutfit und die supersüße Rinko Kikuchi, die das Glück hat als Gothic-Lolita körperliche Transformationen vornehmen zu können und ihr dementsprechend die besten Szenen gehören. Aber auch diese beiden können den Film nicht retten, sind aber wenigstens das einzig Annehmbare in dieser großen weiten Langeweile.

Das Bild und der Ton sind gut. Die Extras liefern mehr als der Film an sich, geben dem Film aber auch mehr Substanz als er hat. Das Behind the Scenes konzentriert sich auf den Charakter von Lucifer und zeigt dem Zuschauer immerhin mehr Szenen mit der süßen Darstellerin. Das Interview mit der Hauptdarstellerin geht in dieselbe Richtung. Man kann sich an ihrem Ansehen erfreuen. Die Aussagen sind nicht sonderlich relevant, was auch damit zusammenhängen mag, dass die Untertitel manchmal in den unteren Bildrand rutschen und demnach kaum lesbar sind. Die Pressekonferenz ist natürlich die reinste Werbung. Der erste Kurzfilm wirkt wie eine Deleted Scene und der zweite führt einen neuen Charakter ein. Das ist einem bis dahin aber auch völlig egal geworden. Diverse Trailer gibt es natürlich auch noch.

Meditative Naturaufnahmen anstelle von Action. Schöne Frauen aber keine Story und keine Charaktere. Eine platte und banale Aussage in einem äußerst langweiligen Film. Der Regisseur verfilmt lieber einen Schneckenlauf anstelle eines Drehbuches.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © WVG Medien