Ashes of Time: Redux - Special Edition - DVD

DVD Start: 26.02.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 90 min

Ashes of Time: Redux - Special Edition DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Im alten China, am Rande einer kargen Wüste, lebt der Schwertkämpfer Ouyang Feng das Leben eines Vagabunden: Nach Jahren des Kämpfens hat er sich zurückgezogen und leitet ein kleines Gasthaus, in dem er Kunden anbietet, ihre Probleme zu "lösen". Er arbeitet als Killer. Lange von der Frau verlassen, führt er diese Auftragsmorde erbarmungslos und kaltblütig durch. Die schicksalhaften Begegnungen mit Freunden und Feinden machen ihm seine Einsamkeit jedoch mehr und mehr bewusst...

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Splendid
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Kantonesisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Born from Ashes - The Making of Ashes of Time Redux
Interview mit Wong Kar Wai
Interview mit Carina Lau
Interview mit Charlie Young
Interview mit Tony Leung Chiu Wai
Interview mit Christopher Doyle
Original Trailer

Video on demand - Ashes of Time: Redux

DVD und Blu-ray | Ashes of Time: Redux - Special Edition

DVD
Ashes of Time: Redux - Special Edition Ashes of Time: Redux - Special Edition
DVD Start:
26.02.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Ashes of Time: Redux (Einzel-DVD) Ashes of Time: Redux (Einzel-DVD)
DVD Start:
27.08.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.
Blu-ray
Ashes of Time: Redux - Special Edition Ashes of Time: Redux - Special Edition
Blu-ray Start:
05.02.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Ashes of Time: Redux - Special Edition

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 5/10


Bei einem Film aus Asien bei dem bereits das Cover viel Action mit Schwertern und furiosen Kämpfen verspricht, lacht das Männerherz und voller Vorfreude widmet man sich diesem Werk, das auch noch einen sehr vielversprechenden Namen trägt: „Ashes of Time-Redux“ . Wer allerdings mit dieser Einstellung sich an den Film heranwagt, wird eine seiner größten Enttäuschungen im seinem filmischen Leben erfahren, denn von den Dingen, die man einfach assoziiert mit Asien und Schwertkampf-Filmen, ist nahezu nichts vorhanden. Beinahe jedes typische Element wurde entfernt oder derartig verfremdet – im Namen der Kunst.

Bevor man näher auf den Film selbst eingehen kann, sei an dieser Stelle erwähnt, dass der Film bereits rund 16 Jahre alt ist und erst jetzt in einer deutlich überarbeiteten Fassung zu uns nach Deutschland kommt, von daher wird in dieser Kritik nur auf die deutsche Version eingegangen. Dies ist insofern besonders wichtig zu erwähnen, da der Regisseur Wong Kar Wai („My Blueberry Nights“) die ursprüngliche Version nicht mehr gefallen hat und er diese um satte 7 Minuten kürzte.

Das spiegelt sich leider auch im Film wieder, da man als durchschnittlicher Zuschauer, der einfach nur unterhalten werden möchte, stellenweise zum Schreien zumute ist, da kaum eine logische Verknüpfung erfolgt. So nimmt Kar Wai den Titel des Films äußerst wörtlich und verzichtet im Grunde komplett auf eine zeitliche Handlung und springt von einer Szene zur nächsten, Charaktere kommen und gehen wie die Jahreszeiten. Zu keinem Zeitpunkt schafft man es hierbei jedoch der Handlung zu folgen, da besonders die westliche Zuschauerschaft große Probleme haben wird die Darsteller mit voranschreitender Laufzeit auseinander halten zu können Die einzige Konstante bietet ist Leslie Cheung, der bereits in vielen chinesischen Titeln mitspielte, wovon jedoch kaum einer in Deutschland auf dem Markt ist.

Dieser Cheung ist so etwas wie die Sanduhr, in der Gestalten, Erlebnisse und Erinnerungen unaufhörlich auftauchen und wie Staubkörner vom Wind wieder davon geweht werden, doch Cheung bleibt und schafft es sogar durch eine gute schauspielerische Leistung zu überzeugen. Doch leider macht das Skript und die vielen Zeitsprünge die Geschehnisse derartig undurchsichtig und schwierig nachzuvollziehen, dass es beim Zuschauer fast schon in Wut gipfelt, weil man nicht die Chance bekommt den Film in seine ganzen Bandbreite zu sehen. Ob das jedoch ausschließlich am Skript liegt kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden, da eine Kürzung des Films um satte 7 Minuten doch schon sehr viel ist, wodurch sicher auch der eine oder andere Handlungsstrang sehr hat darunter leiden müssen.

Die angesprochenen Schwertkampfszenen könnten bei all' der Kritik eigentlich noch vieles retten und für eine leider zu künstlerische Handlung entschädigen, da sie immerhin von Sammo Hung choreographiert wurden, doch leider opfert der Regisseur auch hierbei den Unterhaltungsgedanken, um den künstlerischen Aspekt hervorzuheben. So sind die Szenen derartig schnell geschnitten und farblich entfremdet, dass man im Grunde nichts erkennen kann, außer einige grobe Bewegungen. An sich hätte man eine Choreographie dann gar nicht benötigt, da man sie sowieso nicht genießen kann.

Allerdings muss an dieser Stelle die Optik des Films gelobt werden, denn diese versetzt einen zeitweise wirklich in eine andere Welt und erzeugt eine sehr dichte Atmosphäre, die den Zuschauer zu fesseln in der Lage ist. Seien es sehr kräftige Farben oder aber die absolute Abgeschiedenheit in der Cheung spielt, gliedern sich wunderbar in den Film ein und können teilweise sogar über die Logik-&Handlungsschnitzer hinweg trösten.

Insgesamt wiegen diese Fehler aber zu stark und obwohl der Film unter künstlerischen Aspekten sehr ansprechend ist und eine hohe Kunst-Wertung verdient hätte, sollte es in einer Kritik darum gehen, ob der Film weiter zu empfehlen ist. Im Fall von „Ashes of Time Redux“ wird daher eine niedrige Bewertung ausgesprochen, da man diesen Film einfach nicht reinen Gewissens einem Großteil der Bevölkerung ans Herz legen kann, ohne dass diese Version des Films zu viele Schwachstellen hat. Dafür hat dieser Film einfach in der Vergangenheit und in der aktuellen Zeit zu viele Konkurrenten, die es schaffen einen künstlerischen Aspekt mit dem Element der Unterhaltung zu vermischen.


by Sven Hensel
Bilder © Splendid