Ars Amandi - Die Kunst der Liebe - DVD

DVD Start: 20.08.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 95 min

Ars Amandi - Die Kunst der Liebe DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ein erotisches Sittengemälde aus dem antiken Rom. Inspiriert von den Vorlesungen Ovids über die Kunst der Liebe stürzen sich seine Studenten in dekadente Ausschweifungen. Die Konsequenzen der Lehrstunden bekommt auch die junge Claudia zu spüren: Als ihr Mann Macarius mit der Armee in den Krieg zieht, stellt ihr der junge Ovid-Schüler Cornelius nach...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Italienisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Kinotrailer
- Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Ars Amandi - Die Kunst der Liebe

DVD
Ars Amandi - Die Kunst der Liebe Ars Amandi - Die Kunst der Liebe
DVD Start:
20.08.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Ars Amandi - Die Kunst der Liebe

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 5/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 5/10


Schöne nackte Tatsachen in einem Filmkunst-Klassiker: In dem softig gefilmten, erotischen Sittengemälde aus dem antiken Rom. Man stelle sich die lüsternen Kadren vor, wie einstens die Milchglasaufnahmen in David Hamiltons Lolita-Reigen namens „Zärtliche Cousinen“ vor. Hier geht es um härte, weitaus nackte Tatsachen: Stigmatisiert, erotisiert und inspiriert von den baren Vorlesungen Ovids (Massimo Girotti) über die höheren weihen der körperlichen Liebe stürzen sich hier dessen Eleven in dekadente Ausschweifungen. Das bekommt insbesondere die junge Claudia am eigenen Leibe buchstäblich zu spüren, als ihr holder Gatte Macarius (Michele Placido) mit der Armee in den Krieg zieht. Flugs stellt ihr der junge Ovid-Schüler Cornelius nach und erprobt das mühselig und schweißtreibend Erlernte. Schöne Menschen, schönes Dekor, schön inszenierte Szenen, ein Porno mit vermeintlich künstlerischem Anspruch aus der bewährten, barbusigen Hexenküche eines Walerian Borowczyk, der auch hier im Jahre seine Lüsternheit kunstvoll verpackte. Im Gegensatz zu anderen freizügigen und abstrusen Filmen wie „Caligula“ oder „Die 100 Tage von Sodom“ gewinnt dieser Reigen seine Dramaturgie nicht nur aus schöner Körperkunst in horizontalen Kunststückchen, sondern sogar aus einer Handlung. Es geht um Liebe, Lust, Leidenschaft und Eifersucht. Und diese viel versprechende Erfolgsrezeptur von Sex und Sehnsucht wurde dann mit einem melodramatischen Schuß Rizinusöl garniert. Keine Frage, Ars Armandi gehört zu den Erotik-Klassikern der Filmgeschichte.

Ein großer Mann der Geschichte war auch Ovid, alias Publius Ovidius Naso, Ovid der um Christi Geburt lebte. Mit seinen elegischen drei Büchern seines Erstlingswerks Amores (Die Liebeselegien), das zwischen 23 und 16 v vor Christus entstand, fokussierte er rund 50 Liebeselegien um seine fiktive Geliebte Corinna. Die Dichtungen sind sehr freizügig und sexistisch gehalten, Es geht um die Partnersuche und um die körpersprachlichen Mechanismen bei der Annäherung zwischen Mann und Frau. Und genau dies thematisiert Ars Amandi. Bevor sich Walerian Borowczyk dem sexuellen Filmthemen widmete, galt er schon in den 50iger Jahren als einer der besten europäischen Animationsfilmer. Dabei ging der innovative Borowczyk mit sehr konträren Materialien zu Werke, wie Fotos, Gegenständen oder Bildern um und verwendete die Techniken synchron. Im Jahre 1968 produzierte er seinen ersten abendfüllenden Spielfilm, Goto, Insel der 1969 und wies damit schon auf seine spätere Lieblingsthematik, nämlich Sex und Erotik hin.

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by Jean Lüdeke
Bilder © Alive AG