Arrebato - DVD

DVD Start: 26.11.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 110 min

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Inhalt

Was für ein beschissener Tag! Als José unzufrieden und völlig genervt von der Arbeit an seinem billigen Horrorfilmchen nach Hause kommt, erwartet ihn dort auch noch seine weggetretene Ex-Freundin Ana – und ein mysteriöses Päckchen von Pedro, einem alten Bekannten, der die Welt scheinbar nur durch den Sucher seiner Kamera wahrnimmt. Der Inhalt: eine Super8-Filmrolle, ein Tonband und ein Wohnungsschlüssel. Als José gelangweilt das Tonband anwirft, holt ihn zunächst die Erinnerung an seinen seltsamen Freund wieder ein. Nach und nach realisiert er aber, welch unfassbare Geschichte ihm Pedro da gerade erzählt. Ungläubig fällt sein Blick auf Filmrolle und Schlüssel...

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Bildstörung
Tonformate:
Spanisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- IVAN Z – Dokumetarfilm über Regisseur Iván Zulueta (53 Min.)
- ARREBATOS – Making-of-Dokumentation (55 Min.)
- LEO ES PARDO – Kurzfilm von Iván Zulueta (10 Min.)
- 28-seitiges Booklet mit Texten von Roberto Curti, Alberte Pagán und Andrés Duque

DVD und Blu-ray | Arrebato

DVD
Arrebato Arrebato
DVD Start:
26.11.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

zur DVD Kritik
Arrebato (OmU) Arrebato (OmU)
DVD Start:
07.12.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

DVD Kritik - Arrebato

DVD Wertung:
Film: | 1/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 5/10


Kultiger Undergroundfilm
Eine Frage vorweg: was ist spannend daran unsympathischen Charakteren bei Drogenkonsum, Unsinn schwatzend, Filme guckend zuzusehen? Richtig. Rein gar nichts. „Arrebato“, der jetzt nach dreißig Jahren in Deutschland auf DVD veröffentlicht wird, ist wohl mit einer der langweiligsten Filme des Jahres. Dabei soll er einer der beliebtesten Undergroundfilme Spaniens sein und hat auch den Starregisseur Pedro Almodovar und die Zeitung „El Pais“ auf seiner Seite. Und das ist mithin das erstaunlichste an dem Film. Sicher, Kultfilme bekommen ihren Namen ja auch daher, dass sie sich dem Massenpublikum verwehren und eine gezielte Schar an Interessierten anspricht. Aber „Arrebato“ hat nichts Außergewöhnliches zu bieten. Der inhaltliche Stoff taugt allemal für eine Kurzgeschichte und für eine etwa zwanzigminütige TV-Episode. Wo es diese Thematik im Übrigen auch gibt. Allein in der Serie „Begierde“ kommt die Thematik erschöpfend in einer einzigen Episode vor. Und auch da wird nur ein uralter Glaube der Naturvölker variiert. Diese fürchteten sich schließlich davor, ihre Seele durch die Fotografie zu verlieren und sich bei häufigem Filmen aufzulösen. Und auch das ist das nicht überraschende Thema von „Arrebato“. Der Schluss steht schon nach zehn Minuten fest und der Rest sollte Schweigen sein. Stattdessen labern die Figuren kryptischen Unsinn, den man nur mit vielen Drogen nachvollziehen könnte. Es ist wirklich schwer, dabei die Augen offen zu lassen. Regisseure sollten ihre privaten Obsessionen im Privaten lassen. Ivan Zulueta machte stattdessen daraus einen Film. Alle Protagonisten bleiben sehr unsympathisch und geben dem Zuschauer keinerlei identifikationsfläche oder Mitgefühl. Die Figuren sind psychotisch, süchtig und komplett bescheuert. Das macht sie alles andere als spannend zu beobachten. Die Faszination für Kino und Film kommt zwar gut vor, aber nicht nur sind die hier gezeigten Filme in „Arrebato“ vollkommender Ausschuss, sondern auch das Thema hat man alles schon mal besser und spannender gesehen. Auch wenn „Arrebato“ eigentlich Kult ist: das war nichts. Nur eine einzige Zeitverschwendung. Keine einzige gute Aufnahme, keine einzige originelle Idee. Und der Rest war Schweigen.

Auch wenn sich diesmal der Anbieter Bildstörung mit der Filmauswahl einen Fehlgriff geleistet hat, punktet die Auflage wieder mit hervorragenden Extras. Als da sind: ein Dokumentarfilm über den Regisseur Ivan Zulueta, eine Making-Of-Dokumentation und mit „Leo es pardo“ ein Kurzfilm vom selben Regisseur. Auch das 24-seitige Booklet weiß zu überzeugen. Schade nur, dass diese Extras bei solch einem Film eigentlich uninteressant sind. Aber der Ton, im Übrigen unsynchronisiert mit deutschen Untertiteln oder wahlweise die englische Version, und das Bild sind gut.

Langweilig, langweilig, langweilig. Ein uraltes Thema für eine Kurzgeschichte oder eine TV-Episode auf zwei Stunden ausgewälzt. Das wurde wahrhaftig schon besser bearbeitet. Auch die unsympathischen Charaktere machen den Film äußerst unzugänglich. Zeitverschwendung.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Bildstörung