Anna Nicole - Leben und Tod eines Playmates - DVD

DVD Start: 28.08.2014
FSK: ab 12 - Laufzeit: 85 min

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Inhalt

Anna Nicole Smith (Agnes Bruckner) war eine alleinerziehende Mutter aus Texas, die zum begehrtesten Supermodel der Welt avancierte. Doch ihr Senkrechtstart hatte einen hohen Preis. Drogen, Alkohol und Leichtsinn führten zu ihrem tragischen Ende. Dieser fesselnde Originalfilm erzählt detailreich wie Anna Nicoles sexuelle Begierden, ihre destruktive Sucht und ihr übersteigertes Geltungsbedürfnis sie vom Gipfel der Berühmtheit und des Reichtums ins Tal der Verzweiflung führten. In weiteren Hauptrollen: Martin Landau, Cary Elwes, Virginia Madsen und Adam Goldberg. ANNA NICOLE ist ein aufreizendes und voyeuristisches Filmerlebnis.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

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DVD und Blu-ray | Anna Nicole - Leben und Tod eines Playmates

DVD
Anna Nicole - Leben und Tod eines Playmates Anna Nicole - Leben und Tod eines Playmates
DVD Start:
28.08.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Anna Nicole - Leben und Tod eines Playmates

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Ich bin immer sehr neugierig auf Biografien, weil ich das Gefühl habe, die Macher haben mehr Wissen über das Leben der zu beschreibenden Person als alle Anderen. Gerade Anna Nicole Smith, ihrerseits Model und Playboyhase, hat mich schon immer interessiert. Dieser traurige Untergang eines Marilyn Monroe Verschnitts, als würde man Norma Jeans Leben nochmal nacherzählen. Ich bin also gespannt, wie sich die Poduktion so machen wird und sehe direkt, dass diese Anna Nicole auf jeden Fall um einiges hübscher ist. Ob der Film "Anna Nicole" wohl noch weitere Fakten verdreht?

Storytechnisch ist es nicht so schwer, bei einem Film etwas falsch zu machen, der quasi aus einem Wikipedia Eintrag und diverser Klatschpresseerzeugnissen besteht. Inhaltlich thematisiert der Streifen die Entwicklung von dem braven Landmädchen Vicky Lynn zur fürsorglichen Stripperin, die Ihrem Sohn etwas bieten möchte bis hin zur Aufmerksamkeits-und Drogensüchtigen Anna Nicole Smith, so wie wir sie noch aus der Presse kennen.

Der Film startet mit einem Ausschnitt aus einer Fernsehserie, in dem das Glamourgirl Anna Nicole Smith (gespielt von der recht unbekannten Agnes Bruckner) seine frühere, ländliche Heimat zeigt. Schon da fällt die überdrehte Art des Playmates auf, die Frau Bruckner gekonnt in Szene setzt. Dann spult der Film um die 20 Jahre zurück, als Anna Nicole Smith noch Vicky Lynn Hogan hieß und als kleines Mädchen zum ersten Mal den Playboy mit Marilyn Monroe auf dem Cover hielt. Der Grundbaustein ihrer Karriere. Es besteht eine gewisse Glaubwüridgkeit, nur das Marilyn Monroe Konterfei in den Spiegeln nervt ein wenig, da es durch und durch billig anstatt glamourös wirkt.

Später, als alleinerziehende Mutter, macht sich Vicky Lynn als Stripperin einen Namen und lernt anschließend Ihren baldigen, fast 90 Jahre alten Ehemann J. Howard Marshall (Martin Landau) kennen. Der Skandal schlechthin damals, doch in dem Film wird die Liebe der beiden authentisch als aufrichtig und ernst dargestellt. So finde ich das Ganze gar nicht mehr so absurd wie vor der Produktion. Und als Zuschauer sieht man, dass Anna Nicole noch immer ein mehr umsorgender und unsicherer Mensch ist. Ich finde es übrigens interessant, wie sie in den Abschnitten in der Stripbar erst kleine Brüste und dann Gemachte, - wie in dem Film bezeichnete - "Melonen" hat. Sieht beides richtig echt aus, und ich weiß gar nicht, welche Körbchengröße wirklich zu Agnes Bruchner gehört. Da haben Visual Artists und Maske einen guten Beitrag geleistet, immerhin war es Anna Nicole Smiths Markenzeichen.

Die endgültige Entwicklung zu der drogenabhängigen Frau, die psychisch immer labiler wird, kommt mit dem Kennenlernen von Staranwalt Howard K Stern (Adam Goldberg). Die beiden werden ein Paar, obwohl sie noch verheiratet ist, und mit ihm kommt der ganz große Absturz inklusive Todesfälle. Auch die verwirrte, überhaupt nicht mehr lebensfrohe Anna nimmt man Bruckner vollständig ab. Ihre Leistung in dem Film ist nicht zu bezweifeln. Die Rolle der Smith hat sie ganz klar verinnerlicht. Neben ihr gehen alle anderen unter, sowie früher alle Menschen neben der Echten.

Gegen Ende hin wird "Anna Nicole" sehr emotional und wirklich traurig. Wie ein Leben im Scheinwerferlicht einen zerstören kann, wird wunderbar schaurig umgesetzt und man bekommt Mitleid mit der Protagonistin (die mittlerweile wohl mehr eine Antagonistin ist) und ihrem Sohn. Vorallem erinnert es Einen an die Schlagzeilen, die um die Welt gingen, und die Tatsache, dass die Vorfälle keine 10 Jahre alt sind und sich anfühlen als wäre man quasi dabei gewesen, lässt den Zuschauer mitreißen.

Das Drehbuch hält sich auffällig streng an die Realität. Nur Kleinigkeiten wurden geändert, sonst wurde penibel bis ins kleinste Detail (z.B. Die Entdeckung von Guess-Jeans-Inhaber Paul Marciano) geplant. Dabei kommt die wahre Persönlichkeit des Playmates nicht zu kurz. Ob sie wirklich so war, wie dargestellt, weiß man nicht. Immerhin war sie in der Öffentlichkeit stets eine Kunstfigur. Doch so wie sie nun gezeigt wir, gefällt es mir zumindest gut und erscheint sehr plausibel.

Weiterhin zufrieden bin ich mit der Ton und Bildqualität. Lediglich dass es keine Extras gibt, schafft hier ein paar Abzüge.

Somit komm ich zu dem Schluss, dass "Anna Nicole" eine gut gelungene und unterhaltsame biografische Verfilmung ist. Auch wenn nicht viel enthüllt wird, was man noch nicht wusste, ist es schön zu sehen, wie man einen Ansatz ihrer wahren Persönlichkeit allein durch Recherche erschaffen konnte. Grade für wahre Fans des Klatsch und Tratsch ist dieser Film zu empfehlen. Damit erhält er 6 Punkte (oder in diesem Fall Glitzersternchen) von mir.


by Jennifer Mazzero
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment




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