Anleitung zum Unglücklichsein - DVD

DVD Start: 04.07.2013
FSK: ab 6 - Laufzeit: 86 min

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Inhalt

Tiffany Blechschmid (Johanna Wokalek) ist unscheinbar, ein bisschen abergläubisch und Single: Und obwohl es in ihrem Feinkostgeschäft selbstgebackene Glückskekse gibt, misstraut sie selbst dem Glück zutiefst. Ist doch bisher jedem Erfolg in ihrem Leben eine Katastrophe gefolgt. Tiffany steht sich einfach immer selbst im Weg. Doch dann zieht Hans Luboschinski (Richy Müller), ihr Klavierlehrer aus Kindheitstagen, gegenüber ein und weckt Erinnerungen an alte Zeiten, ein draufgängerischer Polizist (Benjamin Sadler) macht ihr ernsthafte Avancen und auch der junge Fotograf Thomas Paulson (Itay Tiran) weckt ihr Interesse. Wenn da nur nicht Tiffanys tote Mutter (Iris Berben) wäre, die ihr in den unpassendsten Momenten erscheint und sie mit ihren Ratschlägen quält. Doch obwohl Tiffany davon überzeugt ist, das Unglück magisch anzuziehen, stolpert sie dabei am Ende über das ganz große Glück...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews mit Johanna Wokalek, Iris Berben, Regisseurin Sherry Hormann; Trailer; Wendecover

Video on demand - Anleitung zum Unglücklichsein

DVD und Blu-ray | Anleitung zum Unglücklichsein

DVD
Anleitung zum Unglücklichsein Anleitung zum Unglücklichsein
DVD Start:
04.07.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 86 min.

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Blu-ray
Anleitung zum Unglücklichsein Anleitung zum Unglücklichsein
Blu-ray Start:
04.07.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 87 min.

DVD Kritik - Anleitung zum Unglücklichsein

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Für sein persönliches Glück ist jeder selbst verantwortlich. Doch manche Menschen tun sich damit besonders schwer. Und wer dazu auch noch abergläubig, neurotisch, ängstlich und pessimistisch ist und täglich das Gefühl hat im Drama zu versinken, dem scheint das Glück völlig aussichtslos.
So ergeht es jedenfalls der Singlefrau Tiffany (Johanna Wokalek), die sich in Sherry Hormanns ernüchternder Komödie „Anleitung zum Unglücklichsein“ stets selbst im Weg steht. Ansatzweise basierend auf dem gleichnamigen Ratgeber des Psychologen Paul Watzlawick, inszeniert die Regisseurin eine romantische Komödie, die allerdings mehr an ein Drama erinnert. Mit ihrer neurotischen Hauptfigur versucht sie die Thematik des Ratgebers aufzugreifen und mit einer lockerleichten Ironie in Szene zu setzen. Doch der stetige Wechsel aus realem Alltag, Erinnerungen an die Vergangenheit und bizarre Tagträume inklusiver Zwiegespräche mit der längst verstorbenen Mutter (Iris Berben), sorgt für eine unruhige Atmosphäre. Und daran können selbst ein exzentrischer Beagle und ein kränklicher Tukan nicht viel dran ändern, auch wenn man ihnen bizarre Situationen zuteil werden lässt.
Johanna Wokalek („Die Päpstin“) als Neurotikerin und Iris Berben („Buddenbrooks“) als affektierte Mutter können zwar mit ihren Figuren überzeugen, jedoch leider nicht die Schwächen des wenig humorvollen Drehbuchs überspielen. Obwohl einige nette Situationen zu finden sind, ist der Film nicht wirklich komisch. Aber darauf wird man bereits in den ersten Filmminuten hingewiesen. Zudem fällt es schwer, der Hauptfigur ehrliche Sympathie entgegen zu bringen, da ihr ständiger Pessimismus das Nervenkostüm des Zuschauers strapaziert. Szenenweise gnadenlos überspitzt und mit Klischees behaftet ist Tiffany die Art von Mensch, der man nicht allzu oft in seinem Leben begegnen möchte. Die Dialoge bieten im Ansatz Originalität, verlieren sich aber leider in den meisten Szenen schnell im Sande. Ebenso ergeht es auch einigen Handlungssträngen, die zwar angeschnitten, aber nicht zu Ende geführt werden. So erfährt man zwar von einem kleinen Jungen in Tiffanys Vergangenheit, der jedoch in der weiteren Geschichte keinerlei Bedeutung mehr hat. Auch der plötzliche Unfalltod eines Polizisten, der zuvor mühevoll als Rettungsanker inszeniert wurde, ist nach wenigen Momenten vergessen.

Die Qualität der DVD ist mittelmäßig. Die Bilder sind von einem kontinuierlich erkennbaren Rauschen durchzogen, das während der gesamten Laufzeit beständig bleibt. Die düster-matten Farben verleihen dem gesamten Film ein dunkles Bild, indem auch die Schwarzwerte minimal transparent erscheinen. Die Kontraste sind nicht kräftig genug, um die Figuren deutlich vom jeweiligen Hintergrund abzuheben. Die Bildstärke ist nicht stark genug, sodass die Details nicht präzise erscheinen und in den meisten Sequenzen einen sehr weichen Eindruck erwecken. Der gesamte Hintergrund lässt demnach nur schemenhafte Gegenstände erkennen, die den Blick des Zuschauers nicht auf sich ziehen. Auch der Ton ist etwas schwach, da die Effekte nur spärlich zum Einsatz kommen. Der Raumeindruck ist jedoch durch ausreichend authentischen Hintergrundgeräuschen relativ befriedigend. Und auch die Stimmen der Figuren sind angemessen klar und deutlich. Neben drei kurzweiligen Interviews enthält die DVD den Filmtrailer.

Fazit: Unvorteilhafte Komödie, die ihre neurotische Hauptfigur in großen Teilen der Handlung alleine gegen den Sturm schwimmen lässt, ohne ihr Halt in hoffnungsvollen Momenten zu bieten.


by Sandy Kolbuch
Bilder © Studiocanal Home Entertainment