Angriff der Lederhosenzombies - DVD

DVD Start: 24.02.2017
FSK: ab 18 - Laufzeit: 74 min

Angriff der Lederhosenzombies DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

0,00 € jetzt kaufen
6,97 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD und Blu-ray zum Film

Inhalt

Als wahres Wundermittel preist der geldgeile Hotelier Franz (Karl Fischer) dem Investor Chekov (Kari Rakkola) das „Solanum +10“, seine Allzweckwaffe für Immerschnee, an, kurz bevor dem Russen die grüne Wunderbrühe ins kantige Gesicht spritzt. Schnell schlägt seine Haut Pusteln, während das Reden zum Grunzen verkommt. In „Ritas Gaudihütte“ fällt solch exzentrisches Verhalten am letzten (Sauf-)Tag der Saison aber kaum auf: In der rustikalen Stub’n stranden auch drei Profi-Snowboarder, die gerade einen lukrativen Sponsoring-Deal in den Sand gesetzt haben, und während die Bierseligen auf der Tanzfläche zu Dödelschlagern schunkeln, mischt sich der inzwischen untote Russe Chekov unter sie und verwandelt die Schnapsleichen in Zombies. Auf dem Berg ist bald die Hölle los: Gemeinsam müssen die Anwesenden einen Ausweg aus der Zombie-Apokalypse finden – und dazu sind ihnen alle Waffen, von Bierbänken über Snowboards bis hin zu Schneefräsen, recht!

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Featurettes, Interviews, Making Of, Trailer

DVD und Blu-ray | Angriff der Lederhosenzombies

DVD
Angriff der Lederhosenzombies Angriff der Lederhosenzombies
DVD Start:
24.02.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 74 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Angriff der Lederhosenzombies Angriff der Lederhosenzombies
Blu-ray Start:
24.02.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 77 min.

DVD Kritik - Angriff der Lederhosenzombies

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Schnee der auf Zombies fällt
Bei einem Filmtitel wie „Angriff der Lederhosenzombies“ kann man natürlich schon einen ironischen Horrorfilm erwarten. Oder einen verunglückten Übersetzungsversuch eines Verleihs. In diesem Fall liegt ein österreichischer Film vor, der ganz auf den Pfaden von „Braindead“ und „Dead Snow“ wandeln will und dem das teilweise auch ganz gut gelingt. Angriff der Lederhosenzombies SzenenbildAllerdings sollte man hier keine Lederhosen tragenden Rocker erwarten, sondern die Beinkleider sollen wohl eher die Trachtenhosen der österreichischen Bergbewohner bezeichnen. Obwohl die auch keine Rolle spielen. Jedenfalls ist der Titel schon schön beknackt und dürfte die Neugier bei Trashfans wecken. Natürlich sollte man diesen Film nicht allzu ernst nehmen und das machen der Titel und das Cover schon deutlich. Man will einfach ein Trashfest im Sinne von „Braindead“ geben ohne aber dessen absoluten Irrwitz und die Radikalität erreichen zu können.

Doch keine Sorge: blutig geht es hier durchaus zu und es gibt auch einige herbe Splatter-Effekte die angenehm Old-school realisiert sind und man hat auf Computereffekte verzichtet. Es gibt einige schöne schräge Ideen und aberwitzige Situationen die auch gerne mal andere Filme zitieren, aber doch immer ihre eigene Handschrift haben. Vor allem der Look hebt sich von den gängigen Independentfilmen angenehm ab und steht der Qualität eines hochwertigen Hollywoodfilms in nichts nach. Er ist einfach wunderbar fotografiert. Den Geldmangel merkt man eigentlich nur an den Stellen an denen das Timing nicht so recht stimmen will und man die Kamera einfach weiterlaufen ließ und auf schnelle Schnitte verzichtete, um so Material und Zeit zu sparen. Dadurch drohen manche Szenen und Gags zu versanden. Oder besser im Schnee zu versinken. Und in der Hinsicht orientiert sich der Film an dem norwegischen „Dead Snow“ auch wenn hier keine Nazizombies vorkommen. Aber es gibt Blut im Schnee und Zombies und einen sehr schwarzen Humor. Dabei verzichtet man durchaus nicht auf eine ökologische Aussage, denn die Katastrophe wird ausgelöst, weil der Mensch in die natürliche Ordnung eingegriffen hat. Aufgrund des Klimawandels kämpfen, nicht nur, die Österreicher mit Schneemangel und so greift man auf eine neue Maschine zurück, welche Schnee erstellt, dummerweise aber die Menschen in Zombies verwandelt. Angriff der Lederhosenzombies SzenenbildFortan gibt es auch zombifizierte Rehe und in der Schneehütte gibt es einen blutigen Apres-Ski-Tanzabend. Die Österreicher legen hier jedenfalls einen sehr guten und unterhaltsamen Trashfilm vor, der sich wohltuend von dem Gros der Independent Filme abhebt und einen blutigen Spaß garantiert mit angenehm altmodischen Splatter-Effekten.

Sowohl das Bild als auch der Ton sind sehr gut. Vor allem das Bild ist sehr plastisch und kann mit satten Farben überzeugen. Auf den ersten Blick scheinen die Extras hingegen nicht viel zu bieten. Wenn man sie erst einmal aufgerufen hat, entpuppen sie sich aber als ein informatives Vergnügen. So sind die Aufnahmen vom Casting ein unterhaltsamer Fake, während die Probeaufnahmen schon einen Blick in das Entstehen geben. Vor allem aber die Interviews sind sehr interessant. Normalerweise strotzen diese nur vor Werbung und gegenseitigen Lob. Hier gehen sie aber auch in die Details der Entstehung ein und sind mit Making Of Aufnahmen verbunden und lohnen sich. Trailer gibt es natürlich auch.


Fazit:
Ein blutiges Trashfest aus Österreich. Wenn auch manchmal das Timing nicht perfekt ist, so fühlt man sich doch bestens unterhalten und der schwarze Humor färbt den roten Schnee zusätzlich.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Capelight Pictures