Angélique - Eine große Liebe in Gefahr - DVD

DVD Start: 06.11.2014
FSK: ab 12 - Laufzeit: 108 min

Angélique - Eine große Liebe in Gefahr  DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Frankreich, 1656. Angélique de Sancé (Nora Arnezeder) ist die Tochter eines verarmten Barons. Um den Familienbesitz zu retten, wird sie mit dem reichen, viel älteren Grafen Joffrey de Peyrac (Gérard Lanvin) verheiratet. Angéliques anfängliche Abneigung gegen den Ehemann weicht langsam Gefühlen von tiefer Liebe. Doch ihr Familienglück währt nicht lange. Angélique war als Kind ungewollt Zeugin eines Komplotts gegen König Ludwig XIV. (David Kross) geworden. Als dieses viele Jahre später von den Verschwörern entdeckt wird, ist Angélique durch ihren einflussreichen Mann vor deren Rache geschützt. Doch auch de Peyrac ist im Visier seiner Neider. Reichtum, Freiheitsliebe und sein aufklärerischer Geist werden ihm schließlich zum Verhängnis. Unter einem Vorwand wird de Peyrac verhaftet, der Hexerei angeklagt und enteignet. Im Kerker der Bastille wartet er als Ketzer auf seinen Prozess. Angélique folgt ihm nach Paris und versucht alles, um ihren Mann und die Ehre der Familie zu retten.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews, Trailer

DVD und Blu-ray | Angélique - Eine große Liebe in Gefahr

DVD
Angélique - Eine große Liebe in Gefahr Angélique - Eine große Liebe in Gefahr
DVD Start:
06.11.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
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DVD Kritik - Angélique - Eine große Liebe in Gefahr

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 0/10
Ton: | 0/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


Historie modern - „Angélique“ ist nicht nur ein beliebter französischer Frauenname, sondern auch der Titel einer Romanreihe von Anne Golon, dessen erster Band 1956 erschien und seitdem über 150 Millionen Mal verkauft worden ist. Der große Erfolg zog weitere Bücher nach sich, insgesamt 18, und da warteten Filmproduzenten nicht lange ab und es kamen bald auch die ersten Filme. Allein mit Michele Mercier in der Hauptrolle gibt es fünf und auch einige Erotisierungen des Stoffes aus der Schmuddelecke. Angesichts der Tatsache das der Roman aus den 1950ern stammt und dementsprechend an sich schon ein bisschen Staub angesetzt hat und der Stoff selber schon seit Jahrhunderten, spätestens seit Alexandre Dumas, nur noch variiert worden ist, konnte man sich angesichts eines Remakes und einer neuen Verfilmung schon etwas im Zweifeln üben. So kann der Film schon in seinen Ansätzen sehr altmodisch wirken. Schließlich sind alle Elemente dem klassischen Abenteuer- und Mantel-und-Degen-Genre entnommen worden. Zwangsheirat mit einem ungeliebten Mann, Intrigen, eine Verschwörung gegen den König, kompromittierende Briefe, Versuchung., Mord, Degenduelle, etc. Hier wird so gut wie nichts ausgelassen, aber überzeugen tut es dennoch. Nicht weil die Themen offensichtlich nicht veralten und immer wieder Spaß machen, sondern auch wegen der selbstbewussten Heldin, die sich nichts gefallen lässt, sondern Eigenständigkeit beweist. Und dennoch sehr sinnlich ist und sowohl die harten Szenen als auch die romantischen gleichermaßen glaubwürdig macht. Hier ist Nora Arnezeder in der Titelrolle wirklich eine sehr gute Besetzung. Zum anderen wirkt der Film sehr modern, da er auch filmsprachlich lebendig ist. Die Kamera bewegt sich viel und die Dynamik kommt nicht allein durch die Schnitte, sondern alles ist im Fluss. Da werden die Darsteller von der Kamera begleitet, verfolgt und die Räume erkundigt. Zudem kommen einige sehr gute Einfälle des Regisseurs Ariel Zeitoun zum Tragen, wenn etwa die verrinnenden Jahre durch einige geschickte Montagen verdeutlicht werden. Zudem werden die Farben im Laufe der dramatischen Zuspitzung immer gedämpfter und das Bild auch immer dunkler. Ist der Beginn noch in einem gewissen Sinne neblig gehalten und lässt sich so die Wege ins Helle oder ins Dunkle noch offen, wechselt das in die kräftigen Farben, um dann abzustürzen. Der Film wirkt nämlich auch dadurch modern, das einige Klischees umschifft werden und das was in vorherigen Filmen des Genres sich immer gut auflöste, ist hier nicht der Fall. Was die ganze Angelegenheit natürlich auch sehr spannend macht. Die Rettung in letzter Minute etwa, lässt einen bangen bis zum Schluss und ob es am Ende Gerechtigkeit geben wird ist mehr als fraglich. So ist der Film auch eine Betrachtung des Despotismus und von Machtstrukturen, die sowohl im Großen, der König und sein Gefolge, als auch im Kleinen, familiäre Strukturen, und der mittleren sozialen Schicht immer wieder aufscheinen. All das wird von den durchgehend guten Darstellern getragen, vor allem wie schon erwähnt durch Arnezeder. Als die sich einmal in einem Spiegel betrachtet und kokettiert, ist das gleichzeitig ein sehr charmanter Flirt mit dem Zuschauer. Spätestens dann ist es letztlich um den Betrachter geschehen und man kann sich nicht mehr von dem Geschehen lösen. Die wunderbaren Dialoge, etwa die Wortgefechte der Helden untereinander machen zusätzlichen Spaß und es lässt einen hoffen, dass dieses nur der erste Teil einer ganz neuen Filmreihe um Angelique zu sein scheint. Vor dem Abspann steht nämlich, dass dieses nur der erste Teil war und weitere folgen werden. Da hier gezeigt wird, wie Historienfilme sein müssen, kann man die kaum noch erwarten.

Hier lag ein Screener ohne Extras vor, so dass darüber nichts gesagt werden kann. Angekündigt sind aber auch nur Interviews und Trailer. Obwohl Vorabpressungen meist nur eine geringere Qualität haben, sind hier schon sowohl der Ton als auch das Bild überzeugend. Da das aber keine Rückschlüsse auf die letztliche Version zulässt, findet hier keine Wertung statt.

Jeglicher Staub der Romanvorlage und der Genreelemente wurden weggepustet und es herrscht ein enormes Tempo vor, welches die meisten Klischees einfach umwirft. Hervorragende Darsteller und gute Dialoge sowie eine lebendige Bildsprache runden alles ab.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Tiberius Film