American Honey - DVD

DVD Start: 23.02.2017
FSK: ab 12

American Honey DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Star (Sasha Lane) ist gefangen in einem Leben, dass sie sich so nicht erträumt hat. Als sie eines Tages Jake (Shia LaBeouf) sieht, ist sie fasziniert. Er ist der vermeintliche Kopf einer Gruppe unbeschwerter Jugendlicher, denen sie in einem Supermarkt begegnet. Unvermittelt lädt er sie ein, sich ihnen anzuschließen. In Star keimt der Gedanke, alles hinter sich zu lassen. Jake (Shia LaBeouf) hat ihr den Kopf verdreht und so stürzt sie sich ins Abenteuer, in die Freiheit und das Gefüge einer Gruppe mit ganz eigenen Regeln - tagsüber ziehen sie von Haustür zu Haustür, um halb-legal Magazine zu verkaufen, und nachts feiern sie wild und zügellos. Ein Roadtrip in das Herz Amerikas und der Beginn einer rohen jungen Liebe, die ihre Grenzen sucht ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Polnisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
DE, GB, PL, IT, GR
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)

DVD und Blu-ray | American Honey

DVD
American Honey American Honey
DVD Start:
23.02.2017
FSK: 12

zur DVD Kritik
Blu-ray
American Honey American Honey
Blu-ray Start:
23.02.2017
FSK: 12

DVD Kritik - American Honey

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 6/10
Ton: | 4/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 7/10


Bittersüßes Amerika
„American Honey“ klingt erstmal nach einer gehörigen Portion Kitsch im Sinne eines Buches von Nicholas Sparks. Doch das ist hier weit gefehlt, denn der Titel ist durchaus ironisch zu verstehen. Vor allem aber ist die Bezeichnung „American Honey“ ein Begriff der junge und schöne Frauen aus den amerikanischen Südstaaten bezeichnet. Und um eine solche geht es hier. American Honey SzenenbildAllerdings hat Star, so der Name der Heldin, nichts mit einer Scarlett O´Hara aus „Vom Winde verweht“ gemeinsam. Die junge Frau wächst in ärmlichen Verhältnissen auf und ist deutlich dem White Trash zuzuordnen und stammt aus einer desolaten Familienkonstellation und Armut. Obwohl sie in einem Haus wohnen, zeigt schon die erste Szene ihre Hoffnungslosigkeit und ihren Überlebenswillen wenn Star und ihre zwei jüngeren Geschwister Lebensmittel aus dem Müllcontainer eines Supermarktes holen.

Der amerikanische Honig ist leer und die Wirtschaftskrise hat zugeschlagen. Der Mittelstand ist verarmt und im Grunde nicht mehr existent und man versucht irgendwie zu überleben. Auf einem Parkplatz trifft Star den charismatischen Jake (Shia LaBeouf) und sieht die Chance gekommen, um ihrer ausweglosen Situation zu entkommen indem sie sich ihm und seiner Gruppe anschließt. Diese Ansammlung von exzentrischen Individualisten zieht durch das Land um an Haustüren Abos für Zeitschriften zu verkaufen und wird rigoros durch ihre Chefin angeheizt. Star hat eh nur bescheidene Träume und nutzt diesen Road Trip. Aber wozu wird dem Zuschauer leider nicht so ganz klar. Mit einer Lauflänge von nahezu zweieinhalb Stunden ist der Film mindestens eines halbe Stunde zu lang geraten. Vor allem da er eigentlich nichts zu erzählen hat. Road Movies sind schön und gut, aber meistens haben diese ein Ziel, wobei der Weg das interessante daran ist. Hier führt die Reise nirgendwo hin und endet auch nirgendwo. Die letzte Szene ist eine symbolische Reinigung und eine Befreiung, aber wovon genau und wohin das noch die Heldin führen wird, bleibt offen. So ist die Reise an sich der eigentliche Weg und es gibt ein Portrait eines desolaten Amerikas. Weit klaffen die Scheren auseinander und so sind es die Portraits der Reisenden und der Begegnungen mit anderen Menschen welche die Spannung schaffen. Da die bigotte Hausfrau, dort die reichen Herren die sich langweilen, die Arbeiter und die arme Bevölkerung. Immer wieder begegnet Star einigen interessanten Menschen. Spannend wird das dadurch nicht. American Honey SzenenbildDie Liebesgeschichte kann nur bedingt überzeugen, aber es ist vor allem die Hauptdarstellerin Sasha Lane welche einen absolut zu begeistern vermag und hier ihr Filmdebüt gibt. Der teilweise etwas sperrige Film konnte aber im Mai 2016 bei den Filmfestspielen in Cannes bei seiner Premiere überzeugen und wurde dort mit dem Jury-Preis ausgezeichnet. Wobei dieser vor allem dem darstellerischen Können geschuldet sein dürfte und wegen dem schonungslosen Portrait einer Nation im wirtschaftlichen Niedergang mit einem erheblichen sozialen Missstand. Aber es gibt auch einige sehr beeindruckende Szenen die einen zu berühren vermögen.

Das Bild kann insofern nicht sonderlich überzeugen, da der Film mit einer Videokamera gedreht worden ist und somit einen dokumentarischen Charakter haben will. Deswegen wirkt es recht blass und nicht immer sonderlich scharf. Der Ton ist auch nicht sonderlich ausgewogen. Soundeffekte haben hier keine hohe Bedeutung, aber vor allem geht der Dialog manchmal im Soundtrack unter. Letzterer ist übrigens sehr gelungen und gerade der Einsatz des Songs „American Honey“ von Lady Antebellum eignet sich sehr für eine Gänsehaut. Leider gibt es keinerlei Extras.


Fazit:
Stark gespielt mit interessanten Charakteren fehlt dem Film doch eine Handlung und damit eine klare Linie weswegen er teilweise etwas sperrig daherkommt. Aber er weiß durchaus zu berühren und hat einige denkwürdige Momente.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures