Altar - Das Portal zur Hölle - DVD

DVD Start: 10.09.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 85 min

Altar - Das Portal zur Hölle DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Mit der Renovierung eines altehrwürdigen viktorianischen Hauses betraut, zieht Meg Hamilton, mit ihrem Mann Alec und den beiden Kindern vorübergehend auch dort ein. Das alte Gebäude birgt so manches Geheimnis bietet einigen Stoff für Alpträume. Allerdings zeigt sich bald, dass das Misstrauen der Nachbarn und merkwürdige Geschehnisse ganz reale Wurzeln zu haben scheinen. Mit jedem geheimen Raum, jedem unerklärlichen Geräusch und jeder geisterhaften Erscheinung wird deutlicher, dass das Haus eine unheilvolle Geschichte und ein mörderisches Eigenleben birgt – genährt von der Arbeit, die Meg und ihre Familie hier verrichten.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

Video on demand - Altar - Das Portal zur Hölle

DVD und Blu-ray | Altar - Das Portal zur Hölle

DVD
Altar - Das Portal zur Hölle Altar - Das Portal zur Hölle
DVD Start:
10.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Altar - Das Portal zur Hölle Altar - Das Portal zur Hölle
Blu-ray Start:
10.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

DVD Kritik - Altar - Das Portal zur Hölle

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Verirrte Seelen
In den letzten Jahren erlebt das klassische Spukhaus innerhalb des Horrorfilms eine wahre Renaissance. Nach Geisterfilmen wie „Insidious“, „Sinister“, „Paranormal Activity“, „Die Frau in Schwarz“ und andere kommt nun mit „Altar“ ein Geisterfilm aus Großbritannien. Was an sich schon vielversprechend ist, denn schließlich gilt die Insel als einer der am meisten heimgesuchten Staaten der Erde. Zudem spielt der Film in den eindrucksvollen eintönigen Landschaften der Yorkshire Moors die von einer kargen Schönheit gezeichnet sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Geisterfilmen ist diesmal auch die Einkehr in ein heimgesuchtes Haus gut begründet. Die Heldin, Meg, wird beauftragt das Haus zu renovieren und in den Originalzustand zurück zu versetzen. Für die Monate die sie dafür benötigen wird, darf die ganze Familie in dem Haus wohnen. Ihr Mann, Alec, richtet sich ein Atelier ein und die beiden Kinder Penny und Porter machen den ganzen Spaß mit. Bis Alec sich an einem Nagel schneidet und ein unscheinbarer Blutstropfen das Grauen auslöst. Allein diese Szene erinnert schon an den großen Genrevorläufer „Hellraiser“ bei dem es ebenfalls eine an einem Nagel aufgerissene Hand war, welche das Böse erweckt. Leider bleibt es nicht bei dieser einen Anleihe, denn besonders die Entwicklung des männlichen Helden Alec erinnert sehr an „Amityville Horror“. Nur nicht so intensiv, obwohl Matthew Modine sich redlich müht. Aber seine Figur hatte zu Beginn zu wenig Raum bekommen, um die Veränderungen schleichend darzustellen. So bemüht man die Make-up-Abteilung. Die weibliche Hauptfigur, von Olivia Williams resolut portraitiert, ist eine sehr rational denkende Frau und erklärt sich als Restauratorin die unheimlichen Aspekte eben mit der baulichen Beschaffenheit des alten Hauses, wohingegen ihre Kinder schon längst wissen, dass es in den Gängen spukt. In diesem Spannungsfeld hätte man viel persönliche Dramatik und Dynamik einbringen können, was aber nur ansatzweise geschieht. Einige zentral eingeführte Figuren tauchen auch nicht mehr auf und das ist recht unwahrscheinlich da sie eigentlich wichtige Funktionen haben wie etwa ein Medium oder ein Bauunternehmer. Merkwürdigerweise werden gerade typische Spukhauselemente bei der Inszenierung ignoriert. Knarrende Türen, merkwürdige Geräusche und sich bewegende Gegenstände kommen nur äußerst selten vor. Stattdessen wird ein abgeschmackter Rückgriff auf die Rosenkreuzer vorgenommen. Diesem Geheimbund wurden ja schon viele merkwürdige Aspekte zugeschrieben, die alle historisch widerlegt sind. Insofern ist es ein unnötiger Griff in die Mottenkiste und gegen Ende bemüht man sich dann zu sehr originell zu sein. Der Regisseur Nick Willing, immerhin ein Genreveteran, verlässt sich etwas zu sehr auf die Ausstattung welche unheimlich in dem Sinne ist, das man schon das Übernatürliche beim Anblick erwartet, aber nur selten gelingt es ihm wirklich Gänsehaut zu erzeugen. Vieles bleibt in den Ansätzen stecken und wird zu schnell abgehandelt. Was hätte man alleine aus der Szene machen können, in dem sich die Geschwister im dichten Nebel verirren, wissend, dass sie von einem Geist verfolgt werden. Stattdessen tauchen sie beide wieder auf einmal vor dem Haus auf und haben ohne große sichtbare Dramatik dem Heimweg gefunden. So welche Szenen gibt es viele, weswegen der Film leider im Durchschnitt stecken bleibt und keine großen Spuren im Spukhaussubgenre hinterlassen kann.

Der Ton ist ordentlich hat aber für einen Geisterfilm erschreckend wenig zu tun. Das Bild ist auch okay. Es hat keine Mängel, ist aber auch nicht überragend. Als Extras gibt es nur eine kleine Trailershow.


Fazit:
Leider nimmt sich der Film nicht genügend Zeit für die charakterliche Entwicklung, weswegen manche Effekte verpuffen. Klischees werden zwar vermieden, aber Gänsehaut will sich deswegen nur selten einstellen. Stattdessen werden Steilvorlagen verschenkt.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media