Alraune - Die Wurzel des Grauens - DVD

DVD Start: 09.08.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 85 min

Alraune - Die Wurzel des Grauens DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Eine Gruppe von Forschern entdeckt in einer heiligen Grabstätte im tiefen Dschungel des Amazonas einen geheimnisvollen magischen Dolch und nimmt ihn an sich. Doch damit erwecken sie auch dessen Hüter, eine blutrünstige Kreatur halb Pflanze, halb Tier. Kurz darauf verschwinden die Mitglieder der Expedition einer nach dem anderen in den Tiefen des Urwalds. Den Forschern bleibt nur noch wenig Zeit, denn das Monster wird nicht stoppen, bevor es den Dolch zurück und alle Eindringlinge getötet hat...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Alraune - Die Wurzel des Grauens

DVD
Alraune - Die Wurzel des Grauens Alraune - Die Wurzel des Grauens
DVD Start:
09.08.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Alraune - Die Wurzel des Grauens Alraune - Die Wurzel des Grauens
Blu-ray Start:
09.08.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

DVD Kritik - Alraune - Die Wurzel des Grauens

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 4/10


Die Alraune ist eine Wurzel, von denen die meisten wohl das erste Mal anhand der Harry Potter Geschichten gehört haben. Dort sind sie eine Mischung aus Pflanzen und Babies, die markerschütternd greinen wie diejenigen, denen gerade die Windel gewechselt wird. Da passt es ja, dass die Pflanzen gerade umgetopft werden, welches im Grunde nichts anderes ist als eine Windel zu wechseln. Aber selbst bei Harry Potter wird verschwiegen, wie überhaupt die Alraunen zustande kommen. Im gängigen Aberglauben kann es durchaus vorkommen, dass Männer die gehenkt werden, einen letzten Samenerguss bekommen. Dort wo der Samen hinfällt, wächst die Alraune, oder auch Mandragora genannt, welche gemeinhin magische Kräfte beinhalten soll. Schließlich vereint sie in sich qua Entstehung schon Leben und Tod, Flora und Fauna und ist demnach ein wirkmächtiges Werkzeug. „Alraune-Wurzel des Grauens“ hätte also ein schöner Gothic Horror Film werden können. Leider entfernt sich der Film aber von der Überlieferung, sondern ist ein Monster Horror Flic par excellence. Nur das hier das Monster eben eine mystische Pflanze ist (und im Film nie mit Alraune tituliert wird). Im Comic gibt es das Swamp Thing (DC) und Man-Thing (Marvel) und dieses Monster hier ist wohl eindeutig von den beiden inspiriert. Denn auch der Look ist relativ ähnlich. Und das ist eines der Probleme des Filmes: er ist allem ähnlich und somit ein typischer Genrevertreter, da er alle Klischees des Monsterfilms abhandelt. Vor allem kommt keine richtige Horrorstimmung auf, sondern vielmehr ist der Film Action pur, in dem sich Wissenschaftler mit Eingeborenen bekämpfen, Wurzeln herumwurzeln, der reiche Auftraggeber und Sponsor natürlich Eigeninteressen verfolgt und alle skrupellos verrät. Die Weißen sind die bösen, da sie das Land der Ureinwohner geraubt haben, die daraufhin eine Kreatur zum Schutz schufen, die aber keine Unterschiede bei den Menschen macht und jeder kämpft gegen jeden. Es ist zudem offensichtlich, dass wohl die Everglades den tropischen Regenwald abbilden durften, da so gut wie keine Szene tropisch aussieht. Als typischer Genrevertreter ist der Film ziemlich vorhersehbar und demnach ohne Überraschungen und allzu große Spannung. Immerhin hat er ein hohes Tempo und es sind auch einige gelungene Aufnahmen dabei (etwa das Auge im Baum und die Nachtszenen), welches ihn immerhin solide macht. Fehler kommen nicht oft vor, so dass er auch hier etwas punktet. Allerdings kommt der Standardfehler fast aller Filme vor: verletzte Beine sollten niemals abgebunden werden. Insofern ist es schon fast lustig und richtig, dass hier das verletzte Bein an der falschen Stelle abgebunden wird! Nämlich unterhalb der Verletzung, was keinen Sinn macht, da so die Wunde weiter bluten kann. Das mag symptomatisch für den ganzen Film stehen. Er macht keinen Sinn, hängt so in der Mittelschicht des Genres herum und man wird ihn wahrscheinlich auch bald nach dem Sehen vergessen. Aber richtige Zeitverschwendung ist er nicht.

So durchschnittlich wie der Film ist auch die technische Ausstattung. Das Bild hat nicht sonderlich klare Konturen, ist aber ohne Fehler und der Ton ist auch ordentlich, aber knallt nicht richtig. Extras gibt es leider, abgesehen von dem Originaltrailer und einer Trailershow, überhaupt nicht.

Typisch, typisch, typisch. Ein klischeehafter Monsterfilm, der dem ganzen Genre keinerlei neue Seiten abgewinnen kann, aber immerhin solide und unterhaltsam ist. So bewegt er sich immerhin im Mittelfeld des Genres, da einige gute Momente vorhanden sind und nicht allzu viele Fehler.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sunfilm