Captain America - DVD

DVD Start: 20.11.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 97 min

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Inhalt

Es ist 1944. Steve Rogers kann es nicht fassen: Er hat den Eignungstest zur Aufnahme in die Army nicht bestanden. Aus Verzweiflung meldet sich Steve freiwillig für das Experiment „Operation Re-Birth“.
Durch die Verabreichung eines Serums werden seine Kräfte verhundertfacht und „CAPTAIN AMERICA“ ist geboren! Sein Auftrag lautet ganz simpel: Die „tödlichen Raketen“ zerstören. Doch womit er nicht gerechnet hat, ist sein nahezu unschlagbarer Widersacher „The Red Skull“. Und gegen diesen Gegner muss er sich auch behaupten, als er Jahre später die Entführung des amerikanischen Präsidenten verhindern soll...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Captain America

DVD
Captain America Captain America
DVD Start:
20.11.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Captain America

DVD Wertung:
Film: | 1/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 2/10


Man darf diesen Film keinesfalls mit der „Captain America“ Verfilmung der jüngeren Superheldengeneration verwechseln. Bereits in den 1980er Jahren versuchte der amerikanische Comicverlag Marvel einige der beliebten Superhelden auf die Leinwand zu bringen. Angesichts des Erfolges von „Superman“ mit Christopher Reeve und den „Batman“ Filmen von Tim Burton aus dem DC Universum wollte man bei Marvel nicht nachstehen und einige Filmerfolge einstreichen. Aber wie anstellen? Schließlich war damals die Tricktechnik bei weitem noch nicht so weit, als das man solch ungeheure Materialschlachten die nach den Comicvorlagen wie etwa bei den Fantastischen Vier oder den Rächern nötig sind, hätte herstellen können. Erst in den letzten Jahren konnte besonders bei den Superheldenfilmen hervorragend die Entwicklung der Tricktechnik beobachtet werden. Damals war das noch nicht möglich. Doch wen sollte man dann auf die Leinwand schicken? Die allererste Spider-Man Verfilmung ist komplett in der Versenkung verschwunden, auch weil man an den Tricks scheiterte (und scheitern musste), also besann man sich den wenigen geerdeten Helden wie etwa den Punisher und Captain America. Schließlich benötigen diese beiden nicht unbedingt ein wahres Effektgewitter. Während die „Punisher“ Verfilmung mit dem damaligen Star Dolph Lundgren durchaus halbwegs ansehnlich ist, geriet allerdings die „Captain America“ Verfilmung zu einem Fiasko. Angesichts des Erfolges der letzten Superheldenfilme, so eben auch der neue „Captain America“ und seinen gelungenen Auftritt bei den „Avengers“, brachte man nun den alten „Captain America“ Film noch flugs erneut auf den deutschen Markt. Und so kann man sich ein Bild machen. Ist der Film wirklich so schlimm? Ja, ist er. Er versagt auf der ganzen Linie. Nur absolute Fans von Captain America und Freunde des Trash dürften mit diesem Film etwas anfangen können. Nicht zuletzt die massigen Fehler dürften dabei Trashfreunden eine Freude bereiten. Da ist nicht nur manchmal ein Mikro am oberen Bildrand zu sehen, sondern auch die ganze Struktur ist lächerlich und fehlerhaft. Warum etwa finden die Verschwörer ein Labor nicht, wenn einer von ihnen schon einmal da drin war? Warum schickt der US-Präsident nur einen Journalisten zu dem aus Eis aufgetauten Captain America und nicht Soldaten oder Polizisten? Warum kann man den Präsidenten so einfach entführen, als wäre er bloß ein Inhaber eines Imbissstandes und nicht Präsident der USA? Warum überhaupt taut der Held auf, wenn er noch in kalten Gefilden ist? Und auch wenn manche harten Comicfans die Modernisierung des Kostüms in den letzten Filmen bemängeln mögen: das Originalkostüm sieht übertragen auf die Leinwand einfach beknackt aus. Billig und peinlich und die Farben sehen zwar auf dem gedruckten Papier gut aus, aber auf dem Bildschirm ist das nur peinlich. Dabei fehlt es dem Film zusätzlich eindeutig an Humor, um einen gewollten Trashcharme entwickeln zu können. Ein weiterer starker Schwachpunkt ist der Hauptdarsteller, der zu keinem einzigen Zeitpunkt überzeugen kann und das Charisma einer kalten Kartoffel hat. Auffällig ist, dass er nicht oft im Kostüm herumrennt. Aber warum eigentlich nicht? Dafür gibt es eigentlich keinen Grund, es sei denn das Kostüm war zu unbequem. Jegliche Handlungsweise fast aller Figuren ist lächerlich und unbegründet. Die Maske des Red Skull ist zwar sehr gelungen, war aber offensichtlich zu aufwendig und so fällt sie bald weg. Die Kämpfe sind stümperhaft und schlecht choreografiert, die Musik ist grauenvoll und übertreibt maßlos und selbst der Aspekt das der Held knapp 50 Jahre im Schlaf verbracht hat, wird, abgesehen von einigen wenigen Momenten, nicht genutzt. Man möge diesen Film in das ewige Eis versenken. Nein, halt, lieber nicht, denn dann wird er ja bewahrt. Gott behüte.

Der Ton und das Bild sind durchwachsen. Beide können nicht sonderlich überzeugen. Der Ton schwankt und das Bild scheint nicht sonderlich digital aufbereitet zu sein. Als Extras gibt es nur eine Trailershow und den Filmtrailer. Das ist zu wenig, um hier punkten zu können.

Alle Beteiligten an dem Film sollten sich unter den Schild verkriechen. Diese alte Version von Captain America ist ein perfektes Beispiel dafür, wie sehr man Filme verhunzen kann. Hier stimmt rein gar nichts und so dürfte er nur einen Reiz für große Fans des Schildträgers haben und noch mehr für Freunde des unfreiwilligen Trashs.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment