Agatha Christie: Da waren's nur noch neun - DVD

DVD Start: 09.11.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Zehn völlig unterschiedliche Menschen werden von einem Unbekannten eingeladen, das Wochenende auf einen Schloss in den Alpen zu verbringen. Während des Dinners meldet sich der Gastgeber mit einer Tonband-Botschaft bei seinen Gästen. Angeblich haben alle Anwesenden einen Menschen ermordet oder zumindest dessen Tod verschuldet. Jetzt - so die Botschaft auf dem Tonband - sei die Zeit der Vergeltung gekommen. Diese Drohung ist durchaus ernst gemeint: Nach dem Abendessen liegt plötzlich die erste Leiche vor dem Kamin. Wer wird das nächste Opfer sein ...?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

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DVD und Blu-ray | Agatha Christie: Da waren's nur noch neun

DVD
Agatha Christie: Da waren's nur noch neun Agatha Christie: Da waren's nur noch neun
DVD Start:
09.11.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Agatha Christie: Da waren's nur noch neun

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


Zehn fremde Personen werden von einem Unbekannten für ein Wochenende auf sein Schloss in den Bergen eingeladen. Beim Abendessen meldet sich der mysteriöse Gastgeber per Tonband bei seinen Gästen und wirft jedem Einzelnen vor, für den Tod eines oder mehrerer Menschen verantwortlich zu sein. Jetzt, so sagt er, sei die Zeit der Abrechnung gekommen und alle Anwesenden müssten für ihre Taten mit dem Tode bezahlen.
Kurz darauf taucht die erste Leiche auf und nun wird auch dem letzten Zweifler klar, dass diese Drohung sehr ernst gemeint ist. Nach und nach wird ein Gast nach dem anderen ermodert und das Misstrauen innerhalb der Gruppe wird immer größer, da niemand weiß, ob der noch unbekannte Gastgeber nicht vielleicht sogar einer von ihnen ist. Keiner kann dem anderen mehr trauen und das Rätselraten, wer wohl das nächste Opfer sein wird, nimmt seinen Lauf…

„Da warens nur noch neun“ aus dem Jahr 1965 beruht auf einem Agatha Christie Roman und wurde von Miss Marple-Regisseur George Pollock inszeniert – alles in allem also gute Vorzeichen für einen waschechten Krimi-Klassiker…oder etwa doch nicht?

„Da warens nur noch neun“ zeichnet sich vor allem durch seine kurzweilige Erzählstruktur und die prägnante Atmosphäre aus, die an eine Art des Filmemachens erinnert, die es in solcher Form heutzutage leider nicht mehr gibt.
Der Film wirft den Zuschauer direkt ins Geschehen und hält sich nicht mit langatmigen Vorreden auf. Nachdem der Handlungsort gezeigt und die Charaktere vorgestellt wurden, beginnt das Kammerspiel rund um die nebulös wirkende Krimi-Geschichte. Die Hintergründe und die Intention des Gastgebers bleiben zunächst im Verborgenen, da der Film sich zunächst darauf konzentriert, möglichst viel Spannung zu erzeugen.
Dafür nutzt der Film zum einen das „10 kleine Negerlein“ - Prinzip und eliminiert einen möglichen Verdächtigen nach dem anderen. Als Zuschauer ertappt man sich immer wieder dabei, selber mitzuraten, wer den nun der Mörder sein könnte und muss sich dann doch immer wieder der Enttäuschung hingeben, leider daneben gelegen zu haben. Der Kreis der potentiellen Mörder wird immer kleiner, die Spannung immer größer und wird im furiosen Finale des Films, das jeden Krimi-Fan vollauf zufriedenstellen wird, auf die Spitze getrieben.
Ein weiteres tragendes Element ist der Handlungsspielraum, der sich auf ein Schloss in den verschneiten Bergen beschränkt. Wer nun glaubt, durch die geringen Schauwerte würde das Filmvergnügen getrübt der irrt sich, denn gerade durch die Begrenzung des Ortes wird besonders viel Spannung und Atmosphäre aufgebaut, da Einflüsse von Außen ausgeschlossen werden und sich eine Art klaustrophobisches Gefühl der Beklemmung und Hilflosigkeit entwickelt.

Getragen wird das ganze durch die grandiose Kombination aus anmutiger Schnitt- und Kameratechnik, sowie dem stimmigen Soundtrack. Alle drei Elemente ergänzen sich einwandfrei, verstärken das Spannungsniveau und sorgen für reibungslose Szenarien.

Ebenso erfreulich ist die Wahl der Schauspieler, die sich nicht, wie in unserer derzeitigen oberflächlichen Schauspielkultur leider üblich, an Gesichtern orientiert, sondern am schauspielerischen Potential. Alle Rollen sind grandios besetzt und wirken zu jederzeit glaubwürdig.

Die DVD präsentiert den Film in guter Bild- und Tonqualität (vor allem im Hinblick auf das Alter des Films). Extras sind leider keine Vorhanden.

Fazit: Ein grandioser Krimiklassiker und ein Musterbeispiel dafür, wie man den Spannungsverlauf in die Höhe katapultieren und angemessen wieder auspendeln lassen kann.


by Till Huber
Bilder © Koch Media Home Entertainment




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