Adam Chaplin - DVD

DVD Start: 22.02.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 62 min

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Inhalt

Die Zukunft: Die Stadt Heaven Valley ist ein verkommener Ort, durchsetzt von Korruption und beherrscht vom unmenschlichen Gangsterboss Denny Richards. Wie aus dem Nichts taucht eines Tages der mysteriöse Adam auf, der es auf Denny Richards und seine Handlanger abgesehen hat. Getrieben von einem Dämon, der in der rechten Schulter von Adam haust, richtet der kampferprobte Adam in Heaven Valley ein Blutbad sondergleichen an, bis ihm endlich auch Denny Richards selbst gegenübersteht...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Splendid
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailershow

Video on demand - Adam Chaplin

DVD und Blu-ray | Adam Chaplin

DVD
Adam Chaplin Adam Chaplin
DVD Start:
22.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 62 min.

zur DVD Kritik
Adam Chaplin Adam Chaplin
DVD Start:
18.09.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 61 min.
Blu-ray
Adam Chaplin Adam Chaplin
Blu-ray Start:
22.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 62 min.
Adam Chaplin Adam Chaplin
Blu-ray Start:
18.09.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 62 min.

DVD Kritik - Adam Chaplin

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 3/10


Italienischer Splatter-Trash - Angesichts der großen Tradition des italienischen Kinos, bzw. was den Punkt der diesbezüglichen Videoauswertung betrifft, im Bereich des Splatters und Horror allgemein, wurde man natürlich hellhörig, als mit „Adam Chaplin“ eine, laut Werbung, Splattergranate aus dem Lande der Pasta angekündigt worden war. Schließlich gibt es aus Italien nicht nur den harten Thriller wie ihn etwa Dario Argento und Mario Bava geprägt hatten (der „Giallo“), der durchaus übersinnliche Elemente in sich trug und somit die Genregrenzen aufweichte. Es gab auch harte, schockierende und überaus kontroverse Horrorfilme wie etwa die eines Lucio Fulci oder Ruggero Deodato (vor allem dessen Kannibalenfilme). So kontrovers, und bisweilen schlecht, die Filme bisweilen sind und waren, so haben sie doch jeden Genrefreund nachhaltig geprägt. So siegt die Neugier gegenüber einem neuen Film aus dieser Sparte. Aber leider ist es äußerst undankbar, den Film „Adam Chaplin“ zu besprechen. Man kommt sich vor wie ein Gerichtsmediziner. Nicht weil es so viele Leichen gibt, sondern man hat vielmehr ein Bombenopfer vor sich liegen. Man ist bemüht aus den einzelnen Fetzen und Schnipseln einen gesamten Körper zusammenzubauen, um sich ein Bild machen zu können. Wobei die Bombe aus einer sehr, sehr großen Schere bestanden hatte und diesen Film zu einem Rumpftorso machte. Allein schon die Laufzeit auf dem Rücken des Covers von nur knapp über einer Stunde lässt Übles befürchten. Und in der Tat liegt hier im Grunde kein Film vor, sondern nur einzelne Bilder. Denn im ganzen Streifen ist so gut wie kein einzelner Tropfen Blut mehr zu sehen. So stark wurde gekürzt. Was bleibt denn noch? Eine krude Mischung aus „The Crow“ und der Comicserie „The Darkness“. Adam Chaplin will seine ermordete Frau rächen und quasi als Personifizierung seines Hasses wächst ihm ein Dämon aus seiner Schulter. Und nun macht er sich daran, den perversen Mörder, seine Verbündeten und Söhne auszulöschen. Und alle die ihm im Weg stehen. Das ist auch schon alles an Story. Was natürlich extrem dünn ist und einen Film an sich nicht tragen kann. Man ahnt es schon: der ganze Streifen ist auf den Effekt angelegt und angesichts der Schere bleibt davon nichts mehr übrig. Aber macht denn nun das, was man von dem Film sieht, neugierig genug, damit man sich auf die Suche nach der ungekürzten Fassung macht? Nein, leider nicht. Zum einen ist die einzige Symbolik äußerst platt, die Dialoge schlecht, die Darsteller äußerst hölzern, die Story ein Nichts und sie klaut sich ihre Bestandteile aus anderen Filmen zusammen. Gut, die Idee, dass die inneren Dämonen verkörpert werden und den Helden antreiben ist an sich nicht schlecht, beschränkt sich aber rein auf den Effekt und wird nicht weiter ausgearbeitet. Von dem was zu sehen ist, ist leider nichts spannend, sondern nur peinlich. Scheinbar ist hier der Splatter ein reiner Selbstzweck gewesen, aber das kann angesichts der Verstümmelung nicht beurteilt werden. Die wenigen Tricks die zu sehen sind, sind aber wieder so mies, so das bei weitem nicht genügend Interesse geweckt werden kann, um sich den Film auch ungekürzt anzusehen. Schade.

Sowohl der Ton als auch das Bild sind etwas durchwachsen und können nicht sonderlich überzeugen. Abgesehen von einer kleinen Trailershow gibt es auch keine Extras, so dass die gesamte technische Ausstattung ziemlich enttäuschend ausfällt.

Angekündigt als Splattergranate ist wohl insgesamt eine Bombe in den Film eingeschlagen, da er übel gekürzt worden ist und nichts mehr übrigblieb als Peinlichkeiten, schlechte Dialoge, hölzerne Darsteller und gähnende Langeweile.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © WVG Medien / Splendid