Adam - DVD

DVD Start: 23.07.2010
FSK: ab 6 - Laufzeit: 99 min

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Inhalt

Adam Raki (Hugh Dancy), ein Elektronik-Ingenieur, leidet unter einer Entwicklungs-Erkrankung namens Asperger-Syndrom. Als Beth (Rose Byrne), eine junge Frau, in sein Wohnhaus einzieht, ist Adam von ihr angetan. Beth weiss nicht recht, wie Sie auf auf Adam's unkonventionelle Ouvertüren reagieren soll, und beschließt, ihm eine Chance zu geben. Aber Beth Eltern sind besorgt über den neuen Freund ihrer Tochter und unternehmen alles um diese Romanze zu beenden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Castellano (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Deutsch, Norwegisch, Castellano, Schwedisc
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar von Regisseur und Autor Max Mayer und Produzent Leslie Urdang
- Alternatives Filmende mit optionalem Audiokommentar von Regisseur und Autor Max Mayer
- Entfallene und Alternative Szenen (alternative Beerdigungsszene, Rose trifft Harlan, Ein Schlüssel von Adam, Streit zwischen Adam und Beth, Adam in der U-Bahn)
- Die Entstehung von Adam

Video on demand - Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde. Einer etwas merkwürdiger als der andere.

DVD und Blu-ray | Adam

DVD
Adam Adam
DVD Start:
23.07.2010
FSK: 6 - Laufzeit: 99 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Adam

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 4/10
Ton: | 5/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 4/10


Der Film fing vielversprechend an und verlor sich viel zu schnell in den ewigen gleichen amerikanischen pseudo-dramatischen Mustern. Wie immer die Geschichte in Kurzform zuerst:

Adam ein junger Mann mit dem Asperger Syndrom (eine Form von Autismus) ist nach dem Tod seines Vaters, nun auf sich allein gestellt. Adam hat immer die gleichen Tagesabläufe und Rituale, die er strikt einhält. Zwar ist er fähig eigenständig in einem Spielzeugunternehmen als Programmierer zu arbeiten aber menschliche Gefühle und Verhaltensmuster sind ihm fremd. Bis er die junge und hübsche Beth kennenlernt, die bei ihm ins Haus eingezogen ist. Nach und nach kommen die Beiden sich näher und verlieben sich sogar ineinander.

Der Film fängt wie oben erwähnt eigentlich interessant an. Adam, gespielt von Hugh Dancy („Shopaholic“) hat gerade seinen Vater verloren, diese anfänglichen Szenen sind sogar fast künstlerisch eingefangen worden und erwecken den Anschein von anspruchsvollem Kino. Ab dem Zeitpunkt, wo Beth auftaucht verliert sich das Werk ganz schnell von Anspruch im Klischee. Hugh Dancy hat sich zwar schauspielerisch gesehen, Mühe gegeben aber nach dem gleichen Strickmuster, wie Dustin Hoffman in Rainman oder Sean Penn in I am Sam, seine Rolle ausgearbeitet. Diese Betrachtungsweise auf Autisten schauspielerisch gesehen, wirkt überholt und dadurch auch gleichzeitig langweilig. Wenn man schon Jemanden mit Behinderung spielen will, muss oder soll, da gibt es einen recht unbekannten Film namens „Mein linker Fuss“, gespielt von Daniel Day-Lewis, auch besser bekannt als einer der besten Schauspieler aller Zeiten. Wenn man sich diesen Film anschaut, denkt man, Daniel Day Lewis wäre körperlich behindert. Diese Rolle hat er vor über 15 Jahren gespielt. Da kann ein attraktiver netter Junge, der vielleicht zwei Seminare Strassberg Akting besucht hat, nicht mithalten. Wie erwähnt wirkt das Schauspiel seines Charakters sehr überholt und irgendwie Autopilotähnlich. Rose Byrne („Troja“) hingegen eine wirklich talentierte junge Dame, die in diesem Film leider nonexistent ist. Sie erfüllt den üblichen weiblichen Faktor und lockt den Zuschauer mit einer Form der Niedlichkeit, mehr aber auch nicht. Die ersten 5 Minuten des Films waren ambitioniert und hatten Potential großes Kino zu werden. Danach wurde es Romcomalltagsbrei, der sich auch genau in diesen Schemen verliert, den Zuschauer langweilt und animiert zum ausmachen. Frauen jedoch sehen solche Filme durch eine andere Brille. Sie finden sie anregend, interessant, romantisch aber so sind halt Frauen. Da ich das zweifelhafte Vergnügen hatte, diesen mit einer Frau zu schauen und ich bekanntermaßen ein guter Beobachter bin, nicht nur von Filmen, habe ich schnell erkannt, wie dieser Film das Herz meiner Filmpartnerin erschreckenderweise eroberte. Ich glaube man hat in seinem Leben bestimmt schon fünf ähnliche belanglose Filme gesehen, die den Versuch unternommen haben eine Liebesgeschichte mit einer Krankheit, mit etwas Humor und Drama zu vereinen. Alle diese Filme sind gescheitert, genau wie „Adam“.


by Marc Engel
Bilder © 20th Century Fox