Abgefüllt - DVD

DVD Start: 05.04.2012
FSK: ab 0 - Laufzeit: 75 min

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Inhalt

Ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein Grundrecht, oder eine Ware die gekauft und verkauft werden darf wie jedes andere Konsumgut?

Diese topaktuelle Dokumentation führt Sie hinter die Kulissen einer Multi-Millionen-Industrie deren Ziel es ist, allgemein zugängliche Quellen aufzukaufen um das Wasser abzufüllen und im Supermarkt zu verkaufen.

Angefangen bei der Produktion von Plastikflaschen, von denen viele im Meer landen und von Fischen verschluckt werden, über die übermächtigen Lebensmittelkonzerne, bis hin zu den Gemeinden, denen im wahrsten Sinne des Wortes „das Wasser abgegraben“ wird.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Abgefüllt

DVD
Abgefüllt Abgefüllt
DVD Start:
05.04.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 75 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Abgefüllt Abgefüllt
Blu-ray Start:
05.04.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 78 min.

DVD Kritik - Abgefüllt

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 3/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Das Zitat auf der Webseite feelgreen.de auf der DVD-Hülle, dass jeder, der „diesen Film gesehen hat, [...] in seinem Leben nie wieder eine Plastikflasche Wasser kaufen“ wird, ist wohl zu hoch gegriffen. Aber dennoch kann dieser Film viel bewegen, denn er beweist einmal mehr, dass wir über unseren Konsum nicht genug wissen. Wir kaufen heutzutage (stilles) Wasser in Plastikflaschen und es wird uns in der Werbung suggeriert, dass wir uns damit etwas Gutes tun. Aber wer fragt sich schon, woher das Wasser kommt, wie es verpackt wird und wie groß die Wasserwirtschaft tatsächlich ist? Fakt ist, dass diese Dokumentation Verbindungen aufdeckt, die man selbst nie sehen würde. Wie zum Beispiel der Gedanke, dass Wasser keine unendliche Resource ist. Die Erde ist zu 75% mit Wasser bedeckt, aber nur 1% davon sind als Trinkwasser verwendbar. Und anstatt, dass man mit dem Trinkwasser verantwortungsvoll umgeht, wird es in der Wirtschaft als das blaue Gold gehandelt, mit dem sich Milliarden verdienen lassen.
Diese Dokumentation greift hauptsächlich die Großkonzerne an, die an den Förderrechten und am Verkauf verdienen. In Interviews mit den Sprechern von Großkonzernen wird so manche Marketingstrategie unfreiwillig aufgedeckt. Ebenso lernt man als Zuschauer, dass es tatsächlich ein großes Netzwerk der Getränkefirmen gibt, die sich in der International Bottled Water Association (ein internationaler Verband von Firmen, die Flaschenwasser verkaufen) zusammengeschlossen haben.

Biologen, frühere Mitarbeiter, Politiker, und andere Personen, die sich mit dem Thema Grundwasser auseinandersetzen, kommen zu Wort; als Belege dienen Zeitungsartikel, Umsatzzahlen großer Firmen, Studien und vieles mehr, welche die Recherche als zuverlässig erscheinen lassen. Allein der typisch amerikanische Hang zu Dramatisierung, lässt das Kommentar an einigen Stellen pathetisch wirken.
Leider bezieht sich die Zusammenstellung dieser Erkenntnisse nur auf die USA, mit wenigen Bezügen zu anderen Ländern oder gar zur globalen Auswirkung solcher Handhabe. Parallelen kann man dennoch ziehen, denn auch wir sind davon betroffen. Der Film eignet sich daher als Vorführung in der Schule für die naturwissenschaftlichen Fächer, aber er ist genauso informativ für alle anderen, die mehr über das Trinkwasser erfahren wollen. Als Extras bietet der Film mehrere Trailer zu anderen Dokumentationen an, die sich auch mit ökologischen Fragen auseinandersetzen . Mehr gibt es leider nicht.
Ein weiteres Manko des Films ist die deutsche Tonspur. Erstens wird diese nur über das englische Original gelegt, sodass man im Hintergrund immer noch leise das Englische hört. Zweitens, ist die deutsche Tonspur nicht die Beste; die Lautstärke schwangt stark, sodass man immer wieder am Regler drehen muss, um alles zu verstehen. Wer sich also sicher genug fühlt, sollte sich den Film im englischen Original ansehen. Noch ein weiteres Minus der DVD: es gibt keine Untertitel, weder deutsche noch englische.

Fazit: Film, der den Wettkampf um das abgefüllte Wasser in Amerika dokumentiert und zum Nachdenken anregt.

by Doris Rombach
Bilder © Sunfilm