A Single Man - DVD

DVD Start: 27.08.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 95 min

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Inhalt

Los Angeles, 1962, auf dem Höhepunkt der Kubakrise: George Falconer (Colin Firth), ein britischer Professor, bemüht sich, seinem Leben nach dem Tod seines langjährigen Partners Jim (Matthew Goode) wieder eine Bedeutung zu geben. Gefangen in der Vergangenheit, sieht er keine Zukunft mehr, doch die Ereignisse und Begegnungen eines einzigen Tages verhelfen ihm zu einer Entscheidung darüber, ob nach Jim noch ein Sinn existiert. Trost findet George bei seiner besten Freundin Charley (Julianne Moore), einer Schönheit von 48 Jahren, die selbst mit Zukunftsfragen zu kämpfen hat. Kenny (Nicholas Hoult), ein junger Student von George, der gerade mit sich selbst ins Reine kommen muss, verfolgt seinen Professor, in dem er eine verwandte Seele zu erkennen glaubt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of
Audiokommentar von Tom Ford.
Interviews mit Julianne Moore
Colin Firth
Tom Ford
Nicholas Hoult
Matthew Goode

DVD und Blu-ray | A Single Man

DVD
A Single Man A Single Man
DVD Start:
27.08.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik
A Single Man (Special Edition, 2 Discs) A Single Man (Special Edition, 2 Discs)
DVD Start:
05.11.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.
Blu-ray
A Single Man A Single Man
Blu-ray Start:
27.08.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

DVD Kritik - A Single Man

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 5/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


A Single Man ist anspruchsvolles Erwachsenenkino. Ich wusste bei dem Film nicht was mich erwartet, weil ich weder die Filmgeschichte noch Berichte gelesen hatte. Der Film ist zwar sehr langatmig, jedoch weckt er durch die schauspielerische Leistung von Colin Firth und die Kameraarbeit das Interesse des Zuschauers. Doch nun zuerst die Story in Kurzform:

Der britische Professor George Falconer (Colin Firth) versucht den Alltag, nach dem Tod seines langjährigen Lebensgefährten Jim (Matthew Goode) wieder zu meistern. Immer wieder gerät er in den Strudel der Vergangenheit und die Erinnerung an Erlebnisse mit seinem Partner, lassen für kurze Augenblicke die graue Tristesse der Gegenwart vergessen. Bis zu dem Tag, wo er seinen jungen Studenten Kenny (Nicholas Hoult), näher kennenlernt. Dieser weckt in dem scheinbar lebensmüden gelangweilten Professor wieder die Lebenslust.

Außer der schauspielerischen Leistung von Colin Firth („Bridget Jones“), für die er nicht umsonst eine Oscarnominierung erhielt und die mich zwar nicht umhaute aber doch beeindruckte, da Colin sonst eher auf Romcoms festgelegt war, wäre die Cinematography hervorzuheben. Eduard Grau („Buried“), ein eher bis dato unbekannter Kameramann, liefert hier sehr gute Arbeit ab. Sein Talent fließt einheitlich mit der Filmgeschichte zusammen, die Nuancen, die er durch die Sicht des Professors setzt, je nach Bedarf farbenfroher oder trister, ergeben etwas Ganzes. Julianne Moore spielt die etwas durchgedrehten, manischen Charaktere gewohnt solide wie immer. Und Nicholas Hoult („About a Boy“) gibt dem jungen Liebhaber eine glaubwürdige Note.

Das Regiedebüt von Tom Ford lässt nicht erahnen, dass es sich hierbei um ein Erstlingswerk handelt. Der Regisseur agiert hier wie ein alter Hase und weiß mit seinen Werkzeugen umzugehen. Diese Charakterstudie eines älteren und verzweifelten Mannes wurde realistisch und glaubwürdig inszeniert. Dies ist Tom Ford zu verdanken.

Es gibt in dem Film viele Momente, wo eine tiefere Bedeutung in kleinen Szenen versteckt ist. Und kleine Dialoge weisen auf die Probleme von damals in Bezug auf Homosexualität hin, die wir uns heute gar nicht mehr vorstellen können. Ein Schlüsselsatz des Films ist „Wir sind unsichtbar für die Anderen.“ Und dieser unterstreicht die „Andersartigkeit“ wie sich die Hauptfiguren selber sahen.

Ich war überrascht, dass der Film es geschafft hat, mich schnell in seinen Bann zu ziehen, obwohl die Thematik selbst, mir nicht so liegt. Aber durch die stille Leidensgeschichte des Professors fühlte man mit. Dieser Film weist leichte Ähnlichkeiten zu „Brokeback Mountain“ auf, auch wenn die Standorte und die Zeit Andere waren. Trotz allem sind Beide romantische und tragische Liebesgeschichten zweier Männer, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr zusammen sein können.

Beide Filme leben auch vom Schauspiel und des Dramas, wobei ich natürlich Brokeback Mountain viel höher bewerte, als A Single Man. Nichts desto trotz ist A Single Man ein gelungenes Regiedebüt von Tom Ford und eine traurige Liebesgeschichte, die zwar ihre langweiligen Passagen hat aber zu rühren weiß. Die DVD Extras sind nicht so überzeugend, leider!

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by Marc Engel
Bilder © Universum Film