A Perfect Getaway - DVD
LOVEFiLM.de - DVD und Blu-ray Verleih per Post, inklusive VoD InhaltCliff and Cydney verbringen ihre Flitterwochen mit einem Wanderurlaub auf einer unbewohnten hawaiianischen Insel. Allerdings wird der Trip gleich zu Beginn von einem grausamen Ereignis überschattet. Denn es stellt sich heraus, dass kürzlich ein junges Pärchen grausam ermordet wurde. Sie beschließen daher die Tour gemeinsam mit zwei weiteren Pärchen fortzusetzen. So wandern sie zusammen mit Kale und seiner flippigen Freundin Cleo und dem stämmige Nick und seiner netten Begleiterin Gina. Mit der Zeit wirkt Kale immer bedrohlicher und es stellt sich heraus, dass der Messer schwingende Nick ein ehemaliger Elitesoldat ist. In Cliff und Cydney reift der Verdacht, dass sie mit dem Killer unterwegs sind. Eine lebensbedrohliche Jagt beginnt...DVD Kritik - A Perfect Getaway
Cliff (Steve Zahn) und Cydney (Milla Jovovich) wandern mit Rucksack und Zelt auf Hawaii über die Berge, um zu einem einsamen, aber wunderschönen Strand in einer Bucht zu gelangen. Unterwegs treffen sie auf die Tramper Cleo (Marley Shelton) und Kale (Chris Hemsworth). Eigentlich wollen sie diese mitnehmen, jedoch streiten sich Cleo und Kale und steigen aus dem Auto wieder aus. Cliff und Cydney fahren daraufhin alleine weiter und treffen kurz nach Beginn ihres Fußweges, der sie innerhalb eines Tages zu der Bucht führen soll, auf ein weiteres Pärchen, nämlich Gina (Kiele Sanchez) und Nick (Timothy Olyphant). Da Gina und Cydney sich gut verstehen, entschließen sie, gemeinsam weiterzugehen. Dabei dringen nach und nach Informationen aus der Außenwelt, dass es auf Hawaii einen Mord gegeben hätte und ein junges Pärchen als Täter gesucht werde, Stück für Stück zu ihnen durch... „A Perfect Getaway“ bietet weit mehr, als es zunächst den Anschein hat. Die erste Filmhälfte über passiert nur sehr wenig, Cliff und Cydney gehen ihren Weg und nur wenige Momente sind wirklich spannend oder interessant. Während der ersten 45 Minuten fällt es schwer, wirklich mitzufiebern. Aber das passt eigentlich auch zur Handlung, schließlich ist ja nicht von Beginn an klar, dass eines der Pärchen wohl Mörder sind. Der Film plätschert zunächst einfach etwas vor sich hin. Und langweilig ist „A Perfect Getaway“ nie, viel zu schön ist die Kulisse und viel zu groß die Erwartung, wann denn jetzt etwas passiert. Dabei tragen auch die durchweg mit Topschauspielern besetzten Rollen bei, die zwar nicht tiefgründig beleuchtet werden, aber dennoch überzeugend ihre Rolle spielen. Dazu gehört auch, dass die Schauspieler optisch sehr gut zu ihren Charakteren passen. In der zweiten Hälfte nimmt der Thriller zunächst langsam, dann, scheinbar exponentiell wachsend, immer schneller Fahrt auf und zieht den Zuschauer komplett in seinen Bann und fesselt ihn. Einzig der Moment der Erleuchtung der Protagonisten über das, was eigentlich läuft, hätte deutlicher ausfallen können. Für den Zuschauer ist es schwer erkennbar, warum jetzt plötzlich diese Erkenntnis eintritt. Das stört aber nicht weiter, da zu dem Zeitpunkt ein so hohes Tempo einsetzt, dass gar keine Zeit bleibt, groß darüber zu rätseln – besonders wenn man sich die Erkenntnis ohnehin schon gedacht hat, was durchaus möglich ist. Die absolute Überraschung bietet „A Perfect Getaway“ daher nicht zwingend, das muss aber auch gar nicht sein, da der Film auch so es schafft, die kleine Überraschung gelungen in Szene zu setzen. Ebenso wie die Schauspieler setzt auch Regisseur David Twohy („Riddick“) sein Repertoire gekonnt ein. Das ganze gipfelt dann in einen durchaus spannenden und interessanten Endkampf, bei dem Milla Jovovich ein wenig die eigentliche, zuvor angedeutete, Tiefe ihres Charakters zeigen kann. Dabei geht es den ganzen Film über weniger um große Psychospielchen oder Schockmomente. Die Spannung entsteht eher gemächlich, allein durch die Kenntnis, dass irgendwann die Mörder auftauchen und sich offenbaren. Diese Spannung trägt aber Früchte und mündet in den genannten Endkampf. Ein Meilenstein in seinem Genre ist der Streifen sicherlich nicht, aber er vereint Elemente, die einen Thriller zu einem guten machen. Ein herausragender ist er jedoch nicht, dafür braucht er zu Beginn zu lange, um in Fahrt zu kommen. Das Bild überzeugt mit den schönen Insellandschaften und setzt zudem hin und wieder kleine Anspielungen auf andere Filme ein. Insgesamt wird die Atmosphäre sehr gut eingefangen. Der Ton ist solide, wird jedoch auch wenig gefordert. Gegen Ende fügt er sich sehr gut in die Gesamtstimmung ein. Die DVD verfügt leider nicht über englische Untertitel. Darüber hinaus hat das Bonusmaterial auch keine deutschen Untertitel. Das fällt aber nicht weiter ins Gewicht, da es ohnehin nur einige kurze Interviews mit Darstellern und Regisseur, den Trailer sowie wenige Hinter-den-Kulissen-Aufnahmen (B-Roll). Eine Kommentarfunktion für den Film fehlt ebenfalls. Fazit „A Perfect Getaway“ braucht Zeit. Gibt man ihm aber diese Zeit, bekommt man ein spannendes, langes Finale geboten, das es versteht, zu fesseln. Ein durchaus eigenwilliger, aber guter Thriller vor schöner Kulisse. by Bastian Gabrielli |
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