7 Psychos - DVD

DVD Start: 17.04.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 105 min

7 Psychos DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Marty (Colin Farrell), erfolgloser Drehbuchautor in Hollywood, bekommt mehr Inspiration für sein neues Drehbuch als ihm lieb ist: sein bester Freund Billy (Sam Rockwell) mischt die kriminelle Szene in Los Angeles durch den Diebstahl eines Shih Tzu auf. Sein Pech: Es ist der Schoßhund des durchgeknallten Gangsters Charlie (Woody Harrelson). Bevor Marty sich versieht, steckt er mitten in seinem eigenen Drehbuch und will nur noch eins: Überleben! Und seine Geschichte zu Ende schreiben…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo / dcm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Zusätzliche Szenen, Outtakes, Interviews mit Cast & Crew, Featurettes, B-Roll, Kinotrailer, 7 PSYCHOCATS Trailer (Gesamtlaufzeit Bonusmaterial: 52 Minuten)

DVD und Blu-ray | 7 Psychos

DVD
7 Psychos 7 Psychos
DVD Start:
17.04.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min.

zur DVD Kritik
7 Psychos 7 Psychos
DVD Start:
05.06.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 106 min.
Blu-ray
7 Psychos (Limitierte Steelbook Edition) 7 Psychos (Limitierte Steelbook Edition)
Blu-ray Start:
17.04.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.
7 Psychos 7 Psychos
Blu-ray Start:
05.06.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

DVD Kritik - 7 Psychos

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Sieben auf einen Streich: Gleich „7 Psychos“ bevölkern den gleichnamigen, als „tief-schwarze Komödie“ beworbenen Streifen von Regisseur Martin McDonagh, der 2008 mit seiner Gangster-Ballade „Brügge sehen…und sterben?“ aufhorchen ließ und für „Six Shooter“ (2006) bereits einen Oscar in der Kategorie „Best Short Film, Live Action“ abgestaubt hat. Fast wäre das dem Briten auch mit seinem „In Bruges“-Skript gelungen, doch blieb es bei einer Nominierung. Hohe Erwartungen demnach an sein neues Werk. Dessen Inhalt liest sich wie eine durchgeknallte „Adaption“-Version mit erhöhtem Blutzoll, kommt aber über einige Skurrilitäten und nette Einfälle nicht hinaus und kann den Eindruck eines Tarantino Light zu keiner Sekunde abstreifen. Wenn hier in der Eröffnungssequenz zwei Killer (Michael Pitt und Michael Stuhlbarg) im Tal vor den Hollywood-Versalien ins Verbal-Duell treten, ist das weit weniger lässig und abgefahren als weiland John Travolta und Samuel L. Jackson, die im legendären „Pulp Fiction“ unter anderem über einen Quarterpounder mit Käse philosophierten.

Zur Philosophie seiner Geschichte ist Marty (gegen den Strich besetzt und schon in Brügge am Abzug: Colin Farrell) noch gar nicht vorgedrungen, geschweige denn zu Personal oder Handlung. Lediglich den Titel hat der trinkfeste (ohne dieses Klischee geht es wohl nie), irischstämmige Traumfabrik-Autor bisher zu Papier gebracht: „7 Psychos“. Doch er weiß, was er nicht will: „Es soll nicht noch ein Film werden über Kerle mit Knarren in den Händen.“ Tja, wenn man sich die restlichen knapp hundert Minuten des Treibens reinzieht, kann man nur sagen: Thema verfehlt! Denn in Martin McDonaghs wildem Mix aus Gedankenspielen, kurzen Background-Storys der versammelten Psychopathen und einer eher bemühten Hundeentführung als primärem Plot-Pusher, in der sich zunehmend Realität und Fiktion vermischen, gehören Kopfschüsse und Blutlachen offenbar zum guten Ton. Kein Wunder: Mit Natural Born Killer Woody Harrelson als Gangster Costello auf der Suche nach seinem gekidnappten Shih Tzu hat der Regisseur einen „Profi“ verpflichtet. Motto: „Frieden ist was für Schwuchteln.“

Überhaupt fährt McDonagh einen beachtlichen Cast auf, weiß aber offensichtlich nicht mit allen Rollen wirklich etwas anzufangen. Die recht prominent besetzten Frauen-Figuren (Abbie Cornish und Olga Kurylenko) etwa sind reine Stichwortgeberinnen oder Lustobjekte und nicht der Rede wert. Erschwerend kommt hinzu, dass hier sämtliche Charaktere einen an der Murmel haben. So wird aus originell schnell nervig. Ein Großmeister seines Fachs wie Christopher Walken („Hairspray“) meistert diese Herausforderung natürlich mit Würde und bleibt als Hans mit Halstuch und tragischer Vita in positiver Erinnerung. Sam Rockwell („Moon“) dagegen müht sich leidlich, ist als Martys bester Freund Billy aber zu konstruiert und unglaubwürdig. In Cameos kann der Filmfreak darüber hinaus „Precious“-Wuchtbrumme Gabourey Sidibe als beklaute Hundesitterin und die einstige Independent-Ikone Harry Dean Stanton als Man in Hat entdecken.

Trotzdem: Irgendwann, wenn sich Marty, Billy und Hans vor dem wütenden Costello in der Wüste verschanzen und dem Showdown harren, droht die Story gänzlich zu veröden und stagniert zwischen Selbstreflexion und Zerfahrenheit. Da nützen auch die hübsch gefilmten Impressionen nichts, die den Transfer auf die DVD schadlos überstanden haben.

Als Extras (alle OmU) liefert die DVD entbehrliche zusätzliche Szenen und Outtakes. Dazu gibt es Trailer (einen mit 7 Psychocats), B-Roll, belanglose Kurz-Interviews mit Cast & Crew und viel gegenseitigem Lob sowie Mini-Featurettes mit ebenfalls überschaubarem Gehalt.

Mit „7 Psychos“ kann Regisseur Martin McDonagh das Niveau seines Erstlings „In Brügge…“ nicht halten und bedient trotz eigenwilliger Story voller Anspielungen und Reminiszenzen letztlich vor allem die Genrestandards, die eigentlich ironisch-satirisch hätten entlarvt werden können.

by Florian Ferber
Bilder © Eurovideo / dcm