72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook - DVD

DVD Start: 19.01.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 128 min

72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Wie plant man einen Gefängnisausbruch, ohne je einen Tag hinter Gittern verbracht zu haben? Vor diese schier unlösbare Aufgabe wird John Brennan (Russell Crowe) gestellt, als seine Frau Lara (Elizabeth Banks) aus heiterem Himmel wegen eines Mordes verhaftet wird, den sie nicht begangen haben will. Der College-Dozent verzweifelt fast daran, Laras Unschuld zu beweisen und seine Familie zusammenzuhalten. Doch als Lara auch in letzter Instanz verurteilt wird und nur knapp einen Selbstmordversuch überlebt, startet John eine irrwitzige Rettungsaktion: Mit Hilfe eines ehemaligen Gefängnisinsassen (Liam Neeson), viel Improvisationstalent und obwohl alles gegen ihn spricht, entwickelt John den perfekten Ausbruchsplan. Als Lara in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll, bleiben nur noch 72 Stunden, in denen John alles riskieren muss für was er bisher gelebt hat...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Geschnittene und erweiterte Szenen, Outtakes, Trailer

Video on demand - 72 Stunden - The Next Three Days

DVD und Blu-ray | 72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook

DVD
72 Stunden - The Next Three Days 72 Stunden - The Next Three Days
DVD Start:
07.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 128 min.

zur DVD Kritik
72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook 72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook
DVD Start:
19.01.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 128 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
72 Stunden - The Next Three Days 72 Stunden - The Next Three Days
Blu-ray Start:
07.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 133 min.
72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook Collection 72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook Collection
Blu-ray Start:
20.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 133 min.

DVD Kritik - 72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


Familie in der Falle
„72 Stunden“ ist natürlich nicht mehr sooo neu, kommt jetzt aber in einer schönen Stahlbox erneut auf den Markt. Und dieses Remake eines französischen Filmes hat diese Ausstattung wahrlich verdient. Regisseur Paul Haggis ist ein Garant für Dramen und für ausgefeilte psychologische Charakterisierungen seiner Figuren. In den beiden Filmen „Im Tal von Elah“ und vor allem „L.A. Crash“ hat er dieses eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So ist auch „72 Stunden“ kein reiner Thriller geworden. Der Film ist zwar spannend bis zur letzten Minute und es kommen auch einige Actionszenen vor. Aber beides ist im Grunde nicht Thema des Filmes. So ist die Genrebezeichnung Thriller oder Krimi für diesen Film zu kurz gegriffen, aber diese Genres vermarkten sich besser als Dramen. Dabei ist es eher ein Drama, welches hier vorliegt, welches mit Action und Spannung unterfüttert worden ist. Die Actionszenen und der Suspense sind auch sehr gelungen. Vor allem Parallelmontagen, die in die Irre führen, treiben das Adrenalin hoch. Aber sehr viel geschickter ist die Benutzung der Bildausschnitte. In der Montage wird etwas anderes suggeriert, als in Wahrheit vorkommt, denn Haggis wählt den Bildausschnitt so, dass der Zuschauer nicht alles relevante sieht, obwohl er den ganzen Film über meint, immer auf dem laufenden zu sein. So sitzt etwa Russell Crowe sehr nervös hinter dem Steuer seines Wagens, als er über die Grenze fliehen will. Als die Kamera leicht zurück fährt, sieht der Zuschauer erst, dass jemand neben ihm sitzt, der auf Rettung hoffen lässt. Gekonnt spielt Haggis mit den Erwartungen des Zuschauers und nutzt filmsprachliche Mittel routiniert. Vor allem aber die Dramenelemente sind äußerst gelungen und lassen den Film auch wegen seiner hochkarätigen Darsteller weit über den Durchschnitt ragen. Denn die Geschehnisse des Filmes verändern alle Charaktere. Russel Crowe, wie immer hervorragend, will seine Frau aus dem Gefängnis befreien und wieder seine Familie zurück haben. Er will die Uhr zurück drehen. Aber in der Verfolgung seines Plans ändert sich sein Charakter und auch die Jahre im Gefängnis gehen natürlich nicht spurlos an seiner Frau vorüber. Der gemeinsame Sohn wird immer verschlossener und beginnt, sich von seinen Eltern zu entfremden. Zu den großen Stärken des Filmes gehört der relativ offene Schluss, bei dem offen bleibt, ob die Figuren sich nicht viel zu sehr verändert haben um wieder unbeschwert miteinander leben zu können. Vor allem Elizabeth Banks ist hervorragend und macht den starken Charakterwandel überdeutlich. Ihr Entsetzen über die Gewaltbereitschaft ihres Mannes ist fast spürbar. Besonders durch das Spiel des Ensembles wird der Film atmosphärisch sehr dicht und mitreißend.

Der Ton und das Bild lassen kaum Wünsche offen. Auch das Making Of ist sehr gelungen. Auf die üblichen Lobhudeleien und die übliche Werbung wird hier nämlich dankenswerterweise verzichtet, sondern wirklich auf die Entstehung und auf die Charaktere eingegangen. Dann gibt es noch Outtakes und geschnittene bzw. erweiterte Szenen. Und natürlich den Trailer.

Weniger ein Thriller denn ein Drama mit Action und Spannungselementen, kann der Film auch durch seine hervorragenden Darsteller überzeugen. Zentrales Thema ist die Wandlung der Charaktere, welche die Handlung und die Emotionen voran treiben. Vielleicht einer der am meisten unterschätzten Filme des Jahres 2011.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Studiocanal Home Entertainment