72 Stunden - The Next Three Days - DVD

DVD Start: 07.07.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 128 min

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Inhalt

Wie plant man einen Gefängnisausbruch, ohne je einen Tag hinter Gittern verbracht zu haben? Vor diese schier unlösbare Aufgabe wird John Brennan (Russell Crowe) gestellt, als seine Frau Lara (Elizabeth Banks) aus heiterem Himmel wegen eines Mordes verhaftet wird, den sie nicht begangen haben will. Der College-Dozent verzweifelt fast daran, Laras Unschuld zu beweisen und seine Familie zusammenzuhalten. Doch als Lara auch in letzter Instanz verurteilt wird und nur knapp einen Selbstmordversuch überlebt, startet John eine irrwitzige Rettungsaktion: Mit Hilfe eines ehemaligen Gefängnisinsassen (Liam Neeson), viel Improvisationstalent und obwohl alles gegen ihn spricht, entwickelt John den perfekten Ausbruchsplan. Als Lara in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll, bleiben nur noch 72 Stunden, in denen John alles riskieren muss für was er bisher gelebt hat...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Audiokommentar von Regisseur Paul Haggis, Produzent Michael Nozik und Cutter Jo Francis, Featurettes „The Men of The Next Three Days“ und „True Escapes for Love“, Geschnittene und erweiterte Szenen, Outtakes, Schlagschlüssel-Video, Trailer, Wendecover

Video on demand - 72 Stunden - The Next Three Days

DVD und Blu-ray | 72 Stunden - The Next Three Days

DVD
72 Stunden - The Next Three Days 72 Stunden - The Next Three Days
DVD Start:
07.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 128 min.

zur DVD Kritik
72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook 72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook
DVD Start:
19.01.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 128 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
72 Stunden - The Next Three Days 72 Stunden - The Next Three Days
Blu-ray Start:
07.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 133 min.
72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook Collection 72 Stunden - The Next Three Days - Steelbook Collection
Blu-ray Start:
20.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 133 min.

DVD Kritik - 72 Stunden - The Next Three Days

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Hört man zum ersten Mal den Titel dieses Films „72 Stunden“, denkt man unmittelbar auch an einen sehr ähnlich klingenden Actionthriller „96 Stunden“ und könnte eine Fortsetzung oder ein Prequel vermuten. Doch weit gefehlt! Beide Filme haben sowohl von ihrer Handlung als auch von ihrer Qualität ungefähr so viel gemein wie Fast Food mit Kaviar – obwohl Liam Neeson in beiden eine Rolle spielt.

Im vorliegenden Werk geht es um einen Mann, der mit ansehen muss, wie seine Frau von der Polizei verhaftet wird und man ihr vorwirft, einen Mord begangen zu haben. Sie kommt ins Gefängnis und er versucht mit seinem Kind nicht nur ein geregeltes Leben zu führen, doch letztendlich auch seine Frau aus den Fängen des Staates zu retten. In der Rolle als glorreicher Held ist hierbei Russel Crowe, der gleichzeitig auch einer der wenigen Lichtblicke ist. Er ist die Hauptfigur und gestaltet sie mit einer solchen Vielschichtigkeit, dass man bereits nach kurzer Zeit das Gefühl hat, man hätte einen echten Menschen vor sich. So rührselig er sich um seinen Sohn kümmert, so akribisch bereitet er die Hilfe für seine Frau vor und in jeder Szene mit den beiden bemerkt man besonders seinen Schmerz. Russel Crowe ist daher wirklich toll besetzt und erfüllt seine Aufgabe großartig.

Möglicherweise ist das aber auch der Grund dafür, dass alle anderen Charaktere so blass bleiben, dass man sich nach einer Woche bereits nicht einmal mehr an deren Gesichter erinnern kann. Da ist beispielsweise die von Elizabeth Banks gespielte Mutter, die eigentlich eine tragende Rolle im Film haben sollte, jedoch nicht wirklich überzeugen kann. Sie spielt zwar durchschnittlich akzeptabel, jedoch ist die Rolle scheinbar so angelegt, dass sie nicht im Fokus ist. Doch genau das ist der große Fehler, denn während man beinahe schon zu viel vom Leben von Russel Crowe mitbekommt, erfährt der Zuschauer kaum, wie es der Mutter im Gefängnis ergeht. So fällt z.B. aus dem Nichts der Satz „Aber es sind schon 3 Jahre“ und man selbst fragt sich, ob man das gerade richtig verstanden hat – derart unwirklich wirkt das Ganze.

Zu der zugegebenermaßen tollen Idee hinter der Handlung, gesellt sich auch das Problem der Uneinigkeit des Regisseurs Paul Haggis. So ist der Film in der ersten Stunde eher in die Schublade „Drama“ einzuordnen, obwohl kaum Emotionen geweckt werden. Im Grunde verfolgt man lediglich die Handlung, ohne mitzufiebern und wartet eigentlich auf den Moment, an dem die versprochene Action beginnt. Als diese dann in der zweiten Stunde kommt, ist es auch wirklich nervenaufreibend, sodass der Film deutlich an Fahrt beginnt. Doch leider kommt dann wieder die Geteiltheit des Regisseurs, sowohl ein Drama als auch einen Actionfilm abliefern zu wollen, dem gesamten Film in die Quere. So dauert die rasante und spannende Action gerade einmal eine halbe Stunde und dann geht Haggis wieder runter vom herbeigesehnten Gaspedal.

Das wäre insofern gar nicht so schlimm, wenn man durch die insgesamt rund 80 Minuten „Drama“ nicht das Gefühl bekommen würde, dass man den Film auch um 20-30 Minuten hätte kürzen können, wenn nicht sogar müssen. Hierdurch wäre nämlich viel mehr Dynamik in die Geschichte gekommen und der Zuschauer mehr in den Strudel gezogen worden. Leider ist „72 Stunden“ ein gutes Beispiel von „zu viel gewollt, zu wenig geschafft“. Haggis hätte sich einfach konsequenter entscheiden müssen, welchen Weg er einschlagen will, dann wäre dem Film viel mehr Sympathie entgegen gekommen.


by Sven Hensel
Bilder © Kinowelt Home Entertainment