5150 Elm's Way - DVD

DVD Start: 24.09.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 106 min

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Inhalt

Ein Fahrradunfall mit Folgen. Als der Teenager Yannick mit seinem Fahrrad hinfällt ahnt er noch nicht, dass dies der Beginn seines größten Alptraums wird. Vom sadistischen Nachbarn eingesperrt und misshandelt, wird Yannick nur eine Möglichkeit offeriert seinem Leiden ein Ende zu machen. Er muss sich mit seinem Peiniger in einer Partie Schach messen. Der Einsatz: Yannick's Leben.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - 5150 Elm's Way

DVD und Blu-ray | 5150 Elm's Way

DVD
5150 Elm's Way 5150 Elm's Way
DVD Start:
24.09.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 106 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - 5150 Elm's Way

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Folter und Schach
„5150 Elms Way“ ist ein kleiner fieser kanadischer Psychoschocker. Liest sich die Inhaltsangabe zunächst so, dass hier mal wieder ein weiterer Film der in den letzten Jahren so erfolgreichen Folterhorrorfilme vorliegt, so hebt er sich doch durchaus wohltuend von dem Gros solcher Filme ab. Es ist also keine Neuauflage der „Saw“-Filme oder seiner Epigonen. So legt der Film auch nur bedingt einen Wert auf gewalttätige Szenen, sondern diese sind mehr folgerichtig in der Handlung eingebettet. Angenehmerweise verzichten sie damit auf Effekthascherei. Dadurch entgehen sie auch einem Wettbewerb um die ekligsten oder schockierendsten Gewaltszenen. Viel mehr legt der Film Wert auf die psychologische Seite der Figuren. Und das ist stellenweise viel schockierender als die Gewalt. Und sehr gut. Der Böse hat auch durchaus seine angenehmen und liebevollen Seiten, was die Bedrohung durch ihn umso unberechenbarer macht. Aber auch seine Familie kommt gut geschildert bei dem Zuschauer an. Die zwischen Hoffnung und Verzweiflung wechselnde Ehefrau, die Teenagertochter die ihren Vater nicht versteht und zu unkontrollierbaren Gewaltausbrüchen neigt. Und dann noch die kleine Tochter, die psychisch stark gestört ist. Aber wen wundert das schon bei dieser Familie. Auch der Held wird während seiner Gefangenschaft einen psychologischen Wandel durchmachen. Indem „5150 Elms Way“ eher psychologische Studien vorlegt denn von Gewalt zu Gewalt rennt, ist er zwar sehr differenziert gezeichnet, aber auch sehr sperrig und eindeutig zu lang geraten. Aber der Zuschauer soll sich nicht täuschen lassen. Es kommen durchaus einige stellenweise recht harte Gewaltszenen vor. Nur der erzählerische Schwerpunkt wurde verlagert. Die wenigen scheinbar übernatürlichen Elemente spiegeln den Wandel des Helden wieder, dessen Psyche langsam Risse bekommt. Was der Böse aber eigentlich vorhat, was sein großes Ziel bei Vollendung bewirken soll, bleibt dem Zuschauer aber schleierhaft. Auch warum er ein Schachspiel benutzt, um den Helden zu brechen, wird nicht so richtig klar. Hat das wirklich nur etwas damit zu tun, dass Schach das ist, was seine größte Stärke ist? Die Faszination für das Spiel, das in diesem Film immerhin eine sehr zentrale Rolle einnimmt, kommt leider nicht rüber. Leider sind die Spiele auch nicht sonderlich spannend, obwohl Schach in mehrfacher Hinsicht eine dramaturgische Rolle spielt. Schließlich wurde dem Helden versprochen, dass er freigelassen wird, sobald er den Bösen im Schach besiegt. Der letzte Teil konzentriert sich auf diesen Zweikampf und wie die Psyche der Figuren dabei Risse bekommt und bei einigen letztendlich bricht. Das ist zwar spannend und schockierend, aber auch sehr sperrig und stellenweise langatmig.

Als Extras gibt es nur Trailer, aber die Scheibe erscheint mit einem ausführlichen und interessanten Booklet. Der Ton und das Bild sind gut.

Der Film hebt sich wohltuend von anderen Folterhorrorfilmen ab. Viel mehr Wert wird auf die Psyche der Figuren gelegt, welche sehr gut geschildert wird. Trotz Spannung und einiger Schocks ist der Film aber etwas zu lang geraten und stellenweise sehr sperrig.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © WVG Medien