2LDK - Zicken Terror Deluxe - Asien Edition - DVD

DVD Start: 19.03.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 67 min

2LDK - Zicken Terror Deluxe - Asien Edition DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Eine Wohnung – 2 Zimmer, Küche, Bad – und zwei junge Schauspielerinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten aber für die gleiche Rolle vorsprechen: Das sind die Rahmenbedingungen unter denen Nozomi, die gerade aus Ihrer Kleinstadt nach Tokyo gezogen ist, und die chaotische Lana, die versucht ihre Pornovergangenheit ungeschehen zu machen, zum ersten mal aufeinander treffen. Nach anfänglichen Begrüßungs- und Höflichkeitsfloskeln beginnen die beiden bald erste Feindseligkeiten auszutauschen. Streitigkeiten über den Inhalt des Kühlschranks eskalieren schnell in einem brutalen Cat Fight, der in der Filmgeschichte seinesgleichen sucht.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Exklusives Interviews mit dem Regiesseur
Making Of
Videomessage
Kinotrailer
Hidden Features

DVD und Blu-ray | 2LDK - Zicken Terror Deluxe - Asien Edition

DVD
2LDK - Zicken Terror Deluxe - Asien Edition 2LDK - Zicken Terror Deluxe - Asien Edition
DVD Start:
19.03.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 67 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - 2LDK - Zicken Terror Deluxe - Asien Edition

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Was geschieht, wenn man zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, in einen Raum sperrt, in fast voyeuristischer Art und Weise mit der Kamera immer auf die beiden fokussiert ist und dabei zum Beobachter eines Spektakels wird, bei dem das Wort „Zickenkrieg“ praktisch neu und dabei doch so blutig definiert wird ? Dann hat mal wohl den Glückstreffer gelandet und den Film „2LDK“ erworben in dem eindeutig klar wird, warum man sich als Außenstehender lieber aus einem Kampf zwischen zwei Frauen heraushalten sollte und ferner noch: wie bösartig und rücksichtslos so ein Konflikt eskalieren kann.

„2LDK“ ist kein Film bei dem es um eine besondere Story geht, die einen Zuschauer auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen sollen , ebenso wenig hat der Film die Intention zu belehren oder eine Botschaft zu vermitteln. Schon gar nicht handelt es sich um eine Milieu-Studie über zwei junge Frauen die beide im Schauspielgeschäft weiter Fuß fassen wollen.

Doch was ist dieser Film dann? Er ist eine schonungslose und zu keinem Kompromiss-bereite Verkörperung einer Fiktion die in jedem Kopf eines jeden Zuschauers vorhanden ist und anstatt diese anzudeuten, führt der Film die Fiktion aus bis in allerletzter Konsequenz. Das Bild von zwei streitenden Personen, in diesem Fall zwei Frauen, die das pure Gegenteil von einander darstellen, ist eines, das jeder Zuschauer kennt. Doch was ist, wenn der normale Menschenverstand, Dinge wie Moral und Vernunft auf einmal auszusetzen und die beiden Akteure beinahe wie Tiere um ihr Revier kämpfen lassen?

Die gleiche Frage scheint sich Regisseur Yukihiko Tsutsumi („Memories of Tomorrow“)gestellt zu haben, denn fügt er zu dem Element des Kampfes zweier „Parteien“ noch das Element der Begrenzung hinzu, indem er das gesamte Geschehen in eine kleine japanische Wohnung verlegt. Hierdurch entsteht eine solche Spannung, da zu jedem Zeitpunkt des Films man als Zuschauer allein durch die beengten Wohnverhältnisse sehen kann bzw. weiß, was genau jede der beiden außergewöhnlich guten Darstellerinnen macht. Natürlich könnten sowohl Eiko Koike („The Kiss“) als auch Maho Nonami („Parade“) jederzeit diese bedrohliche Spannung verlassen, indem sie die Haustür öffnen und verschwinden, doch diese Möglichkeit scheint es für beide nicht zu geben und so entsteht eine derartige Intensität, die man sprichwörtlich mit der Schere durchschneiden könnte. Dies ist aber auch den guten schauspielerischen Leistungen geschuldet, denn beide Hauptakteurinnen, die die ganze Zeit über im Fokus sind, lassen den Zuschauer eine deutliche Abneigung gegenüber der anderen Person spüren, sodass man selbst den Eindruck bekommt, dass der Frieden zwischen beiden nur gespielt ist.

Und obwohl der Film stellenweise verstörend wirkt, die Spannung sich bis ins Unermessliche steigert, die schauspielerischen Leistungen lobenswert sind und der sehr geschickte, wenn auch geringe Einsatz einer musikalischen Untermalung für eine hohe Benotung stimmen würden, bleibt der Olymp des Asia-Kinos „2LDK“ leider verwehrt. Grund dafür sind einige Wendungen innerhalb des Filmes, die für japanische Filmfreunde möglicherweise nachvollziehbar sind, jedoch nicht dem Geschmack und der Gewohnheit des westlichen Kinos entsprechen. Ebenso ist leider auch das Ende scheinbar auf den japanischen Markt zugeschnitten und kann leider nicht die grandiosen 2/3 des Films vom Niveau her erreichen.

Dennoch sollte man sich nicht täuschen lassen, denn dieser Film gehört trotz der Fehler und einer geringen Laufzeit von nur rund 70 Minuten zu den absolut empfehlenswertesten Filmen aus Asia, denn fehlt es zwar an einigen Ecken und Kanten um nahezu perfektes Kinoabenteuer zu sein, ist allein die Inszenierung, die Intensität, die Leistung der Darsteller und auch das gesamte Werk an sich absolut empfehlenswert.

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by Sven Hensel
Bilder © Alive AG