21 Jump Street - DVD

DVD Start: 13.09.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 105 min

21 Jump Street DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die beiden jungen Polizisten Schmidt (JONAH HILL) und Jenko (CHANNING TATUM) werden aufgrund ihres jugendlichen Aussehens der geheimen Jump-Street-Einheit zugeteilt und treten in der örtlichen Highschool ihren Dienst undercover an. Schmidt und Jenko tauschen ihre Waffen und Dienstmarken gegen Rucksäcke ein und riskieren ihr Leben, um gegen einen gewalttätigen und gefährlichen Drogen-ring zu ermitteln. Dabei müssen sie bald feststellen, dass die Highschool von heute nicht mehr das ist, was sie mal war, als sie selbst vor einigen Jahren dort noch zur Schule gegangen sind. Außerdem hatten sie nicht damit gerechnet, sich noch einmal mit den Schrecken und Ängsten, ein Teenager zu sein, auseinandersetzen zu müssen oder mit all den anderen Problemen, von denen sie glaubten, sie lägen längst hinter ihnen…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch, Spanisch (Kastilisch)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Kommentar mit Regisseuren und Darstellern
- Zurück auf der Schulbank
- 4 Entfallene Szenen

Video on demand - 21 Jump Street

DVD und Blu-ray | 21 Jump Street

DVD
21 Jump Street 21 Jump Street
DVD Start:
13.09.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 105 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
21 Jump Street 21 Jump Street
Blu-ray Start:
13.09.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.
21 Jump Street (4K Ultra HD) 21 Jump Street (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
01.10.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.

DVD Kritik - 21 Jump Street

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


„Unkreativ“, „keine neuen Ideen“, „alten Müll recyceln“, „hoffen, dass das niemandem von uns auffällt“: Deputy Chief Hardy nennt die Dinge beim Namen, als er den Möchtegern-Cops Schmidt (Jonah Hill, „Moneyball“) und Jenko (Channing Tatum, „Magic Mike“) einen Undercover-Einsatz an der Sagan Highschool zuweist – als Teil eines reaktivierten Polizeiprogramms aus den 80er Jahren. Die beiden Milchbubis staunen nicht schlecht, wähnen sich zunächst als Kindersexsklaven unter Menschenhändlern – und der Zuschauer ist erstmal verwundert angesichts dieser unerwartet großen Portion Selbstironie. Handelt es sich bei „21 Jump Street“ doch um ein Kino-Update der gleichnamigen Krimiserie, die von 1987 bis 1991 lief und Johnny Depp als Sprungbrett für seine Hollywood-Karriere diente. Und das aktuelle Reboot eines weiteren Reliktes aus dem amerikanischen TV (vorher gab es ja unter anderem schon „Starsky & Hutch“ sowie „Das A-Team“) erweist sich nun als überraschend unterhaltsame Mixtur aus Buddy-Action a la „Bad Boys“ und Highschool-Komödie.

Der hohe Spaßfaktor, zuweilen etwas zu sehr ins Derb-Vulgäre zielend, geht vor allem auf das überzeugende Hauptdarsteller-Duo zurück. Hier haben die Regisseure Phil Lord und Christopher Miller bei der Besetzung ein gutes Gespür bewiesen. Zwischen Jonah Hill als dicklichem Streber und Channing Tatum als tumbem Schönling („Sie haben das Recht, Anwalt zu bleiben.“) stimmt die Chemie – auch wenn Letzterer gerade mit Atomen und Elektronen seine liebe Müh und Not hat im „Leukämie-Kurs“. Denn dank einer Verwechslung landen die beiden auf ihrer Suche nach den Dealern und Herstellern einer Designerdroge, getarnt als Brüder-Paar Doug und Brad McQuaid, in den falschen Unterrichtsfächern. So muss Doug (Hill) auf einmal im Theater-Kurs den Peter Pan geben und als Super-Athlet die Tartanbahn umpflügen, während sich Brad (Tatum) mit den Chemiker-Nerds anfreundet und seinen überschaubaren Bildungshorizont erweitert. Überhaupt hat sich die Highschool-Hierarchie offensichtlich gewandelt. Oben stehen nun nicht mehr die Sportskanonen, sondern die Mitglieder der Öko-Fraktion, die ihre Autos mit Bratenfett betreiben und ein Vegetarier-Dasein vorziehen.

Neben dem parodistischen Spiel mit Klischees hat „21 Jump Street“ aber auch zwei rasante Verfolgungsjagden zu bieten, eine davon im Peter-Pan-Kostüm, die andere in Strechlimos, und eine blutige Schießerei beim Absch(l)ussball. Ach ja: weiße Tauben fliegen vorher auch (John Woo lässt grüßen!). Und in zwei denkwürdigen Cameos erweisen Johnny Depp (als Tom Hanson) und Peter DeLuise (als Doug Penhall) ihrer einstigen Serienheimat Referenz. Ice Cube („xXx 2“) ist ebenfalls mit von der Partie und serviert als cholerischer Captain Dickson seine Hasstiraden in der geheimen Kommandozentrale ohne Rücksicht auf Verluste. Seine Undercover-Einheit bezeichnet er als „Justin-Bubi-Miley-Cyrus-Milchfressen“ und Schmidt speziell als „Biertittenkönig“. Bei soviel überzogenem Ghetto-Geplapper fällt die dünne Drogen-Story irgendwann gar nicht mehr ins Gewicht.

Zu den Extras der DVD zählen neben Trailern vier gelöschte Szenen, allesamt deutsch untertitelt und entbehrlich (es sei denn, man will Hill und Tatum unter der Bettdecke im Akkord masturbieren sehen). Im kurzen Beitrag „Zurück auf die Schulbank“ erklärt sich Jonah Hill, der auch am Drehbuch mitgeschrieben hat, zum Ober-Nerd. Und im launigen Audiokommentar (ebenfalls deutsch untertitelt) berichten das Hauptdarsteller- und das Regie-Duo von den Dreharbeiten und werten als größten Lacher ihres Werkes den Ausspruch „Fuck you, science!“, den Channing Tatums Figur nach einem abgefahrenen Drogentrip vor versammeltem Chemie-Kurs von sich gibt. Mindestens ebenso sehenswert: Sein Auftritt im Musikunterricht.

Das Bild der DVD war leider in vielen Szenen, vor allem bei dunklem Hintergrund, pixelig und zuweilen unscharf. Wobei angemerkt werden muss, dass es sich bei dem Sichtungsexemplar nicht um die Kauf-DVD gehandelt hat, sondern um ein Rezensionsmuster.

„21 Jump Street“ paart respektlose Anarcho-Comedy mit deftigen Action-Einlagen und punktet mit zwei respektablen Jungmimen. Fortsetzung erwünscht.


by Florian Ferber
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment




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