213 - The Gang Project - DVD

DVD Start: 09.04.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Gewalt, Schießereien, Drogen und Tod gehören teilweise schon seit der Kindheit zu ihrem Leben. In ihren Gangs haben sie sich Führungspositionen erkämpft. Vier Kriminelle aus dem Zentrum von Los Angeles, dem Gebiet mit der Vorwahl 213, erzählen vor der Kamera, was sie erzählen wollen. Sie sprechen über das Töten, aber auch über ihre Träume und Hoffnungen. Jenseits der glänzenden Fassaden liegt das Territorium von Gangs wie den Crips und den Bloods, den rassistischen Nazi Low Riders und den von Hispanos beherrschten Drogenringen. Hier regieren die Waffen und es gilt allein das Recht des Stärkeren. 213 - THE GANG PROJECT zeichnet ein erschreckendes, aber auch packendes Bild vom Leben und Sterben in L.A.

Los Angeles - die Stadt der Engel kann auch die Hölle sein. Gangs haben viele der außergewöhnlich homogenen, deutlich voneinander abgegrenzten Wohnbezirke unter sich aufgeteilt. Afro-Amerikaner, Hispanos und Weiße beherrschen ihre Territorien mit der Waffe. Rivalisierende Gangs bekämpfen sich unnachgiebig, Aussteiger werden hart bestraft. Der Tod auf offener Straße ist fast eine Alltäglichkeit. Dem Dokumentarfilmer Robert E. Ball jr. ist es gelungen, Zugang zu dieser Welt zu finden und das Vertrauen von vier Männern zu gewinnen, die eine entscheidende Rolle in ihren Gangs gespielt haben oder immer noch spielen. Ball lässt sie ungestört zu Wort kommen. Sie erzählen von ihrem Alltag auf der Straße oder im Gefängnis, ihren Taten, Träumen und Hoffnungen. Ein faszinierendes Porträt der berüchtigten Gangkultur in den Straßen von L.A. und hinter Gittern entsteht.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | 213 - The Gang Project

DVD
213 - The Gang Project 213 - The Gang Project
DVD Start:
09.04.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
213 - The Gang Project 213 - The Gang Project
Blu-ray Start:
09.04.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - 213 - The Gang Project

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


213 ist die Telefonvorwahl von Los Angeles, einer Stadt, in der Straßengangs zum Alltag gehören. 213 – The Gang Project will uns nun das Leben einiger Mitglieder solcher Straßengangs in Los Angeles näher bringen. Regisseur Robert E. Ball Jr. geht also los, schnappt sich ein paar dieser Gangmitglieder, und lässt sie vor der Kamera von dem Gangleben und ihren Erfahrungen erzählen.

Da wäre z.B. Chako, ehemaliges Mitglied, der berüchtigten 18th Street Gang. Als Chako 17 war, hat er eine „kleine Dummheit“ begangen, wie er berichtet. Was das war? Er hat natürlich nicht nur ein Päckchen Kaugummis im Supermarkt geklaut, nein, Chako hat ein paar Leute erschossen. Ziemlich coole Sache, wie er findet. Zumindest erzählt er davon mit einer gewissen Lässigkeit, die dies vermuten lässt.

Ein anderer „Gangster“, der uns hier gezeigt wird, ist Zone. Zone ist ein junger Gangsta-Rapper und Mitglied bei den berühmt berüchtigten Bloods. In coolem Straßen-Slang, erkärt er uns, was so los ist, in der Hood (Nachbarschaft). Während im Hintergrund lässige Hip-Hop Musik läuft, berichtet er mit aufgesetztem Grinsen über Schießereien, Prügeleien, seine Rap Ambitionen, die Frauen, die er alle am Start hat und sonstigem Gangster Kram. Was eben so läuft halt.

Es werden uns noch andere Gangmitglieder gezeigt, die von ihrem Leben erzählen, aber irgendwie scheint kaum einer zu großen Selbstreflexionen fähig. Viel mehr gewinnt man hier den Eindruck, dass einige Protagonisten dieser Doku einfach mal ihre 15 Minuten Ruhm bekommen wollten, wie es so schön heißt. Auch die Inszenierung wirkt eher hip. Locker und leicht wird man durch die 90 Minuten geführt, ohne dass man das Gefühl hat, einer ernsten Betrachtung, der Zustände in den Straßen von Los Angeles, beizuwohnen. Hier hätte man sich bei manchen Schnitten, oder Einblendungen von Bildern, vielleicht ein wenig zurückhalten sollen. Handwerklich ist das zwar ganz gut gemacht, aber es geht auf Kosten der Authentizität.

Positiv zu erwähnen sind die vielen Informationen, die man über einzelne Gangs erhält. Man erfährt wann sie gegründet wurden, wie sie sich gebildet haben, welche Regeln innerhalb herrschen und man erhält durch die Erzählungen einen Einblick in das Alltagsleben. Einen Sprachkurs in Ghettoslang gibt es obendrauf. So werden viele Begriff erklärt, und wenn man sich in kürze einen Gangsterfilm anschauen sollte, bleiben keine Fragen offen, was Begrifflichkeiten angeht.

Kommen wir zum Fazit: Alles in allem ist 213 – The Gang Project ein Dokumentarfilm, der einem einen gewissen Einblick in das Gangleben verschafft und auf der Unterhaltungsebene durchaus funktioniert. Allerdings – auch wenn die Schattenseiten (Tod, Gefängnis) dieser Halbwelt durchaus thematisiert werden – scheitert der Film für mich auf der intellektuellen Ebene. Wer sich für Streetgangs interessiert, und einen tieferen Einblick bekommen möchte, kann mal einen Blick riskieren. Wer allerdings eine ernsthafte Doku über die Missstände einer Randgesellschaft erwartet, ist hier fehl am Platz.

Bild und Ton der DVD sind in Ordnung. Beim Ton hat man die Wahl zwischen Dolby Digital (nur in deutsch) und DTS. Wählt man den deutschen Ton, hört man immer noch den Originalton im Hintergrund, der einfach übersprochen wird. Extras sind kaum vorhanden. Ein paar Trailer, das war's.

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by Andre Rüsenberg
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment