13 Assassins - DVD

DVD Start: 07.06.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 120 min

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Inhalt

Um die Ehre des Shogun zu retten und das Land vor großem Schaden zu bewahren, gehen 13 mutige Samurai auf eine schier unmögliche Mission. Unter Führung des ehrenwerten Shinzaemon wollen sie Lord Naritsugu, den Halbbruder des Shogun, ermorden, bevor er seinen Platz im Rat einnehmen kann. Denn Naritsugu ist ein kranker Sadist, der aus purem Vergnügen foltert, verstümmelt und tötet und davon träumt, die lange Friedenszeit des japanischen Reiches endlich durch einen amüsanten Krieg zu beenden. Aber der brutale Lord umgibt sich stets mit einer zahlreichen Leibgarde. Shinzaemon arbeitet einen raffinierten Hinterhalt aus, um die Überlegenheit des Gegners zumindest zu reduzieren. Trotzdem wissen die 13 Krieger, dass sie die Mission vielleicht erfüllen, aber kaum überleben werden ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer deutsch, Originaltrailer englisch, Promo-Trailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | 13 Assassins

DVD
13 Assassins 13 Assassins
DVD Start:
07.06.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 120 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
13 Assassins 13 Assassins
Blu-ray Start:
07.06.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 125 min.

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DVD Kritik - 13 Assassins

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Schlachtplatte
Takashi Miike ist wieder da. Der Regisseur ist einer der wildesten aus Japan und in seinen Filmen kann man nie genau sagen, was einem noch passieren wird. So kommen auf einmal in einem Gangsterdrama Superkräfte zum Vorschein wie etwa in „Dead or Alive“ oder der ganze Film ist eine Schlachtplatte voller blutiger und vollkommen absurder Ideen wie in „Fudoh-The New Generation“. Zwei seiner Hauptwerke „Audition“ und „Ichi the Killer“ gehören mittlerweile ja schon fast zum Kanon des japanischen Kinos. Takashi Miike tummelt sich fast in allen Genres und ist ein Vielfilmer. „13 Assassins“ ist aber definitiv einer derjenigen Filme die zum Mainstream gehören. Dabei ist das Strickmuster schon lange bekannt: eine Gruppe von Individualisten tut sich zusammen, um gegen einen übermächtigen Gegner zu kämpfen. Das ist mittlerweile eine Genrekonvention des Actionkinos wozu der Western „Alamo“ ebenso gehört wie „The Expendables“. Hier denkt man natürlich vorrangig an „Die sieben Samurai“ von Kurosawa und das Westernremake „Die glorreichen Sieben“. Es soll verhindert werden, dass ein brutaler Fürst der nächste Shogun werden kann und so machen sich dreizehn Samurais auf den Weg, ihn zu töten. In einem kleinen Dorf kommt es zur Schlacht, wo die dreizehn gegen 200 Soldaten antreten müssen. Bis es zur Schlacht kommt, muss sich der Zuschauer etwas in Geduld üben, da ausführlich geschildert wird, warum und wie die Samurais den Kampf aufnehmen. Der Fürst ist wirklich grausam und kann auch in kürzester Zeit den Hass des Zuschauers auf sich ziehen. Die Rekrutierung der dreizehn ermöglicht immer wieder einen kleinen Diskurs über Ehre, Dienen und Loyalität. Von kleinen Kämpfen abgesehen, ist der Beginn relativ sperrig. Aber es lohnt sich, denn die ganze gefühlte zweite Hälfte, also fast eine Stunde, ist dem Kampf gewidmet. Und der kann sich sehen lassen. Vor dem Vorspann irritiert der Film mit dem Hinweis, dass die Ereignisse im Film, die im Übrigen wahr sind, 100 Jahre vor dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki stattfanden. Eines hat mit dem anderen aber gar nichts zu tun. Aber beide Ereignisse künden die Endpunkte zweier Epochen an. Die hier gezeigte Schlacht fand 1844 statt und 23 Jahre später begann die Meiji-Ära, welche Japan dem Westen gegenüber öffnete und radikal auf Modernisierung setzte, was wiederum zu Konflikten führte. Der Film „The Last Samurai“ mit Tom Cruise spielt in jener Zeit. Die Ära der Samurais war damit zu Ende und mit dem Abwurf der Atombomben endete endgültig die blinde Ergebenheit gegenüber den Oberen und falsch verstandener Loyalität. „13 Assassins“ beinhaltet die ersten Zeichen dafür: die aufständischen Samurais glauben nicht mehr an bedingungslose Loyalität, sondern mehr an Ehre und wollen mehr dem Land und der Zukunft dienen, anstelle eines schlechten Fürsten. Also wollen sie ihn beseitigen und greifen eine japanische Mentalität vorweg, die erst nach 1945 zum Tragen kommen konnte. Leider werden nicht alle dreizehn charakterisiert und manche sind nur Bildfüller. Nach der ersten Hälfte sind aber auch die Beweggründe egal, weil dann nur noch gekämpft wird. Trotz einiger Brutalität ist der Film, für Takashi Miike ungewöhnlich, nicht blutrünstig. Vieles geschieht außerhalb des Bildfeldes und wird effektvoll durch den Ton angedeutet. Dennoch kommen Action- und Blutfreunde auf ihre Kosten. Insgesamt ergibt das einen sehr guten Martial Arts Film, der zwar nicht so außergewöhnlich ist wie die Action eines John Woo, „Tiger and Dragon“ oder „House of Flying Daggers“, aber alle Freunde des (asiatischen) Actionkinos zufrieden stellen dürfte.

Leider hat der Film als Extras nur diverse Trailer und ist damit recht enttäuschend. Die technische Ausstattung ist ordentlich, aber nicht berauschend. Das Bild ist recht blass und der Ton scheppert manchmal etwas.

Nach einer etwas sperrigen ersten Hälfte, welche die Vorgeschichte der Schlacht schildert, kommt es dann zum fulminanten Gefecht, das wohl einer der längsten Showdowns der Filmgeschichte ist.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite