Zombie - Dawn of the Dead (Uncut Argento Fassung) - Blu-ray

Blu-ray Start: 17.12.2020
FSK: 18 - Laufzeit: 120 min

Zombie - Dawn of the Dead (Uncut Argento Fassung) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Toten kommen auf die Erde zurück! Eine mysteriöse Seuche vernichtet nach und nach die Menschheit, doch die Toten finden keine Ruhe. Als blutrünstige Zombies kommen sie zurück und jagen, vom Hunger auf Menschenfleisch getrieben, die Wenigen, die noch nicht infiziert sind. Eine kleine Gruppe Überlebender schafft es, sich in einem Einkaufszentrum zu verbarrikadieren. Doch während sich draußen die toten Horden versammeln, kocht im Einkaufsparadies ein klaustrophobischer Alptraum hoch.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Films
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Audiokommentar, Trailer, Bildergalerie
Der größte Horrorfilm aller Zeiten erscheint endlich wieder unzensiert in Deutschland

Video on demand - Zombie - Dawn of the Dead

DVD und Blu-ray | Zombie - Dawn of the Dead (Uncut Argento Fassung)

Blu-ray
Zombie - Dawn of the Dead (Uncut Argento Fassung) Zombie - Dawn of the Dead (Uncut Argento Fassung)
Blu-ray Start:
17.12.2020
FSK: 18 - Laufzeit: 120 min.

zur Blu-ray Kritik
Zombie - Dawn of the Dead (Uncut Argento Fassung) (Mediabook) (4K Ultra HD) Zombie - Dawn of the Dead (Uncut Argento Fassung) (Mediabook) (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
17.12.2020
FSK: 18 - Laufzeit: 120 min.
DVD
Zombie - Dawn of the Dead (Uncut Argento Fassung) Zombie - Dawn of the Dead (Uncut Argento Fassung)
DVD Start:
17.12.2020
FSK: 18 - Laufzeit: 120 min.

Blu-ray Kritik - Zombie - Dawn of the Dead (Uncut Argento Fassung)

Blu-ray Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 10/10
Ton: | 4/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 9/10


Ganze 42 Jahre nach dem Original-Release erscheint nun der Kultklassiker „Zombie - Dawn of the Dead“ endlich Uncut bei uns in Deutschland. Dabei handelt es sich um den zweiten Teil von George R. Romero’s wegweisender „of the Dead“ Reihe. Doch kann der Film auch heutzutage immer noch überzeugen oder wird er stattdessen nur von seinem damaligen Kultstatus getragen? Dies erfahrt ihr nun in meiner Kritik.

Nach den Ereignissen von „Die Nacht der lebenden Toten“ haben es die Zombies nun geschafft, die Kontrolle über die Erde zu übernehmen. So bricht Panik in den kompletten Vereinigten Staaten aus. Einer kleinen Gruppe bestehend aus einer Reporterin, einem Piloten und zwei SWAT Soldaten gelingt es jedoch, mit einem Helikopter aus dem Epizentrum zu entkommen. Das Team sucht darauf einen Ort, an welchem sie so lange wie möglich mit Komfort überleben können. Dabei werden sie schnell bei einem Kaufhaus fündig, denn dieses bietet sowohl Nahrung als auch einen sicheren Unterschlupf. Doch mit der Zeit scheinen die Untoten nicht das größte Problem darzustellen, da die Menschen selbst für die Gruppe die größte Bedrohung sind.

Zombie - Dawn of the Dead - Auf dem Dach des Kaufhauses
Zombie - Dawn of the Dead - Auf dem Dach des Kaufhauses © Koch Films
Obwohl es sich um eine Fortsetzung von „Die Nacht der lebenden Toten“ handelt, ist die uns erzählte Geschichte eine völlig andere. So ist ein Vorwissen nicht unbedingt nötig, da der Film das Wichtigste zu Beginn erklärt. Dieses Schema zieht sich auch durch die komplette Reihe, da jeder Film eine andere Geschichte beleuchtet. Aber kommen wir erstmal zurück zu „Zombie – Dawn of the Dead“. Dieser gilt immer noch als der wegweisendster Film des Zombiegenre, denn zuvor traten Zombies hauptsächlich in Voodoo-Filmen auf. Mit Untoten hatte dies nichts zu tun. Doch dieser Film machte die ganzen Einflüsse aus dem Vorgänger endlich für ein breites Publikum massentauglich. Daher trug der Film während seiner Uraufführung in Deutschland auch nur den schlichten Namen „Zombie“.

Wichtig zu erwähnen ist außerdem, dass sich diese Kritik auf den Argento-Cut des Filmes bezieht. Dieser ist schneller geschnitten und auch nicht so humorvoll wie der US Fassung. Auch die Laufzeit ist um einige Minuten kürzer. Zusätzlich setzte Argento auf die Musik der Band Goblin, während Romero öfter auf bereits bestehende Musik zurückgriff.

Zombie - Dawn of the Dead - Zombies im Kaufhaus
Zombie - Dawn of the Dead - Zombies im Kaufhaus © Koch Films
Der Film beginnt mit einer Mission eines SWAT-Teams, welches ein von Zombies besetztes Haus stürmt. Dabei lernen wir auch direkt zwei der vier Hauptpersonen kennen. Damit hat „Zombie – Dawn of the Dead“ einen entscheidenden Vorteil im Vergleich zu den meisten Genrevertretern. Denn Romero wirft uns direkt in das Geschehen, statt erstmal mit Exposition das erste Drittel zu strecken. Auch die anderen beiden wichtigen Figuren lernen wir schnell kennen. So fängt die Gruppe von Anfang an, als Team zusammen zu arbeiten. Dadurch erscheinen uns alle Protagonisten viel lebendiger. Als Zuschauer beginnen wir daher schnell, mit diesen mitzufühlen. Und dies ist auch eine große Stärke des Filmes, da alle Personen dreidimensional auf den Bildschirm gebracht werden. Auch alle Darsteller machen ihre Aufgabe mehr als gut. Dies ist besonders bemerkenswert, da viele vorher keine großartige Schauspielerfahrung hatten. Auch ein kurzer Gastauftritt der Horroreffektikone Tom Savini wird Genrefans ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

Doch der heimliche Star ist das Kaufhaus, im welchem auch der größte Teil der Handlung stattfindet. Dieses ist nach wie vor einzigartig und bieten einem eine wahnsinnig vielfältige Location. Die Story wird so durch immer neue clevere Ideen nie langweilig oder repetitiv. Dies liegt besonders an dem sehr gut geschriebenen Drehbuch. Doch auch mit den Effekten hält sich der Film nicht zurück. Denn überall spritzt Blut oder es fliegen abgetrennte Gliedmaße durch die Luft. Trotzdem verkommt das ganze nicht zu einem Gore-Fest, da die Gewalt immer eine durch die Handlung geschriebene Berechtigung hat. Natürlich ist die Gewaltdarstellung nicht mit Filmen aus unserer Zeit zu vergleichen. Nichtsdestotrotz ist es bemerkenswert, dass man vor 42 Jahren solch einen Film trotz der Zensurbehörden drehen konnte. Einzig und allein das Make-up der Zombies fällt etwas aus der Reihe, da dieses einen grau-grünen Touch besitzt. Dies ist auf einen Fehler des gedrehten Zelluloid zurückzuführen. Alles in allem beeinträchtigt dies jedoch die gesamte Atmosphäre nicht im geringsten.

Zombie - Dawn of the Dead - Zombie
Zombie - Dawn of the Dead - Zombie © Koch Films
Bild:
„Zombie – Dawn of the Dead“ wurde seiner Zeit auf 35mm in einem Seitenverhältnis von 1.85:1 gedreht. Letzteres bedeutet das die Blu-ray ohne schwarze Balken oben und unten auskommt. Der Film wurde für den neuen home release komplett neu in 4K abgetastet. Dies macht sich auch auf der 1080p Blu-ray bemerkbar. Das Bild wirkt durchgehend sauberer und kontrastreicher. Auch Farben kommen so deutlicher zu Geltung. Besonders die Nachtszenen profitieren davon. Auch das Filmkorn bleibt ruhiger und fällt beim Schauen nicht so deutlich auf. Der Transfer ist daher hervorragend gelungen und kann mit einem wunderbaren Bild überzeugen.

Ton:
Für deutsche Hörer gibt es leider nur veraltete 2.1 Tonspur, welche nicht erneuert wurde. Dies ist besonders im Hinblick schade, dass sich der Film hervorragend für ein 5.1 oder sogar Dolby Atmos Erlebnis angeboten hätte. Filme wie „Der weiße Hai“ haben da schon gezeigt, wie es richtig geht. So wurde leider viel Potential verschenkt. Der Akustik hört man dabei auch dauerhaft ihr Alter an. So wirkt kein einziges Geräusch wirklich modern. Auch die Stimmen verblassen so etwas im Hintergrund. Für Fans der Originalsprache gibt es immerhin eine 5.1 Tonspur. Diese wurde jedoch auch nicht erneuert.

Extras:
Auf dem Rezensionsexemplar waren keine Extras vorhanden. Daher erfolgt die Bewertung nur anhand der Auflistung.


Fazit:
„Zombie – Dawn of the Dead“ steht seinem Ruf in nichts nach. Der Film beschert einem immer noch eine der besten Zombiegeschichten aller Zeiten. Das Meisterwerk funktioniert dabei heute immer noch so gut wie damals. Auch der Faktor den Film endlich Uncut in Deutschland zu sehen ist ein entscheidender Faktor für einen Kauf. Das visuelle Remaster ist dabei auch geglückt und liefert uns den Film in der bestmöglichen Auflösung. Einzig und allein der Ton wirkt etwas stiefmütterlich behandelt. Hier hätte man nicht sparen sollen. Alles in allem sollte daher jeder zuschlagen, der etwas mit dem Genre anfangen kann.


by Phillip Schwellenbach
Bilder © Koch Films