#Zeitgeist - Blu-ray

Blu-ray Start: 30.04.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 119 min

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Inhalt

Sieben Familien in einer Vorstadt von Austin, Texas. Töchter, Söhne, Mütter, Väter. Alle ganz normal verrückt, alle auf der Suche nach einem kleinen Stück vom großen Glück, das so nah ist und doch so unerreichbar weit weg zu sein scheint. Die Männer suchen nach pornografischer Ablenkung im Internet, die Frauen vermissen Zärtlichkeit und Erfüllung, die Jungs sind besessen von „World of Warcraft“, die Mädchen setzen sich selbst unter Druck, immer noch dünner und hübscher zu werden. Alle sehnen sich nach echtem Kontakt in einer realen Welt, doch alle leben aneinander vorbei. Und die so simplen, vermeintlich unendlichen Möglichkeiten moderner Kommunikation machen alles noch komplizierter – und schaffen ein Dasein, geprägt von digitaler Nähe und analoger Entfremdung.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Virtuelle Intimität, Lückenloses Interface, Entfernte Szenen, Inklusive zusätzlicher Storyline

Video on demand - #Zeitgeist

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Blu-ray
#Zeitgeist #Zeitgeist
Blu-ray Start:
30.04.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 119 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
#Zeitgeist #Zeitgeist
DVD Start:
30.04.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

Blu-ray Kritik - #Zeitgeist

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Jason Reitman ist bekannt für andersartige, aber dennoch moderne, gelobte Komödien abseits der Nische. So erscheint nach Hits wie „Up In The Air“ oder „Juno“ mit „#Zeitgeist“ (im Original: Men, Women & Children) seine neuste Produktion nun auf Blu-ray und DVD. Unterstützung beim Screenplay bekam der kanadische Regisseur dabei von Erin Cressida Wilson („Chloe“). Der Streifen basiert auf dem Roman „Men, Women and Children“ von Chad Kultgen.

Vorhang auf für Social Media & Co: in diversen Handlungssträngen, die allesamt im selben Örtchen spielen, wird gezeigt, wer wie und wofür das Internet nutzt, welche Vorbehalte und Gefahren, aber auch positive Möglichkeiten es gibt. Das Leben der Jugendlichen in der Highschool ist dabei genauso im Fokus wie das (Ehe)leben der Eltern der Schüler. Dadurch können Beziehungen beginnen, gerettet oder getrennt werden, aber auch Ursachen für Mobbing und Krankheiten entstehen.

Präzise kann man in einer kleinen Übersicht über den Plot kaum werden, da es so viele unterschiedliche kleine Geschichten gibt, die irgendwie mit dem allgegenwärtigen und vielfältigen World Wide Web zu tun haben. Das besondere an „#Zeitgeist“ ist dabei eine ganz eigene Form der Dialogführung, welche bis jetzt in Filmen manchmal eingefügt, aber noch nie so komplex ausgearbeitet wurde: Viele Gespräche laufen nämlich durch die uns wohl gut bekannten Chatfenster von Facebook etc und einem neben den Darstellern eingebauten und immer wieder erscheinenden Desktop. Eine sehr gute, vor Allem für Jüngere interessante Idee, die eventuell auch die ältere Generation das Thema Computer und Internet näher bringt. Ein Film, der im Gehirn hängen bleibt, wird „#Zeitgeist“ dadurch jedoch nicht, da die Ausführung immer noch zu klein gehalten ist und nicht dominiert. So kann man nicht davon reden, dass er sich über dieses neuartige Mittel auszeichnet. Zudem kommen inhaltliche Schwächen des viel zu offensichtlichen Drehbuchs. Viele Situationen sind realitätsfern und mit zu wenig Tiefe ausgeschmückt, so dass sie den Zuschauer kaum berühren. Eher fühlt man sich dabei ertappt, dass man selber vor immer wieder auftauchenden Klischees, die man so schon etliche Male gehört oder gesehen hat, seufzen muss. Dazu wird der Film von einer Erzählerin (Emma Thompson, „Saving Mr. Banks“, „Eine zauberhafte Nanny“) begleitet, die das ganze unpassenderweise mit einem märchenhaften Flair untermalt, der das Chaos komplettiert.

Namenhafte Darsteller geben dem Film einen kleinen Kick nach oben: So ist Komiker Adam Sandler („Kindsköpfe“, „Pixels“) in ungewohnter Umgebung zu sehen, spielt teilweise ernst und das sogar überzeugend. Jennifer Garner („Die Coopers – Schlimmer geht immer“, „Dallas Buyers Club“) ist als übervorsichtige Mutter ebenfalls mit von der Partie und sehr gut für ihren Charakter gecastet worden. Auch Judy Greer („A World Beyond“, „Jurassic World“) spielt authentisch und ansehnlich. Jungstar Ansel Elgort („Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, „Divergent“) ist unter den jungen Darstellern wohl der bekannteste und Sympathisant des ganzen Streifens und berührt das Publikum mit seiner Mimik noch am ehesten. Ihm zur Seite stehen weitere, bisher noch unbekanntere Newcomer wie Kaitlyn Dever („The Spectacular Now“) oder Olivia Crocicchia („Palo Alto“), die aber nicht an seine Leistung heranreichen.

Bild und Ton sind bei dem Film recht gut. In den Special Features gibt es zusätzliche Informationen und Einblicke in die Welt des Internets. Dazu werden Haltungen der Darsteller und Produzenten geäußert. Auch über die Entstehung des Designs gibt es ein Making-Of. Umfangreich sind außerdem die Deletetd Scenes mit zusätzlicher Storyline.


Fazit:
Ein guter Ansatz ist da, keine Frage, die Ausarbeitung lässt jedoch zu wünschen übrig. Für eine Komödie zudem zu wenig Witz, für die Tragik zu wenig Tiefe. „#Zeitgeist“ ist damit ein eher enttäuschender Ensemblefilm.


by Jennifer Mazzero
Bilder © Paramount Home Entertainment