Zeiten ändern dich - Blu-ray

Blu-ray Start: 15.07.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 92 min

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Inhalt

ZEITEN ÄNDERN SICH ist die Geschichte, wie aus dem jungen Schulabbrecher und Drogendealer Anis Mohamed Youssef Ferchichi der Musiker BUSHIDO und schließlich ein deutsches Phänomen wird. Es ist aber auch die Geschichte eines heranwachsenden Mannes, der sich seinen Dämonen früher oder später stellen muss.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch DTS-HD High Resolution 5.1
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of (ca. 35 Min.), Interviews (ca. 15 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 9 Min.), Musikvideo „Alles wird gut“, Bildgalerie, Darsteller-Infos

Video on demand - Zeiten ändern Dich

DVD und Blu-ray | Zeiten ändern dich

Blu-ray
Zeiten ändern dich Zeiten ändern dich
Blu-ray Start:
15.07.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 92 min.

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DVD
Zeiten ändern dich Zeiten ändern dich
DVD Start:
15.07.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 89 min.

Blu-ray Kritik - Zeiten ändern dich

Blu-ray Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 4/10
Ton: | 6/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 4/10


Bushido spielt sich selbst und das schlecht, in einem vollkommen nicht ernst zu nehmenden, unterdurchschnittlichen, unfreiwillig komischen Film!
Ich sollte erwähnen, dass ich bei diesem Biopic-Versuch, mindestens 8 Mal laut gelacht habe! Das ist bisher keinem biografisch angelegten Film gelungen, jedoch waren alle Lacher auf Kosten des Filmes unbeabsichtigter Natur. In diesem Werk hat nichts gestimmt, außer dass ich oft was zum Schmunzeln, Lachen oder zum Kopf schütteln hatte.

Wie immer die Story zuerst:
Der Rapper Bushido erhält eine Postkarte von seinem Vater während er gerade auf Konzert Tournee durch Deutschland unterwegs ist. Die Postkarte weckt alte Erinnerungen an seine schlimme Kindheit, den ersten Drogen-Deals, die erste Liebe, Gewalt und dem Weg von Anis zu Bushido. Auf seinem Höhepunkt will er sich seinen Dämonen der Vergangenheit stellen und die Reise beginnt!

Wie bereits erwähnt hatte ich viel zum Lachen bei diesem Film, der wohl der schlechteste Biopic ist den ich je gesehen habe dafür aber der lustigste von Allen war, jedoch war das nicht vom Regisseur, Drehbuchschreiber oder von den Schauspielern beabsichtigt.
In "Zeiten ändern dich" lief nichts rund, die Geschichte ist hauchdünn, so dass 50 Cents "Get rich or die tryin" dagegen wirkte wie "Ghandi".
Diese Bushido Bio ist nicht umsonst derzeit auf Platz 66 der "Imdb Bottom 100", was die Top 100 der schlechtesten Filme aller Zeiten ist, und dort ist dieses Werk noch vor diesen schlechten Filmen wie "Battlefield Earth: A Saga of the Year 3000", "Meet the Spartans" und "Alone in the Dark".
Die Tatsache das ein Uwe Boll Film besser weg kommt als "Zeiten ändern dich" sollte zum Nachdenken anregen. Über die Qualität dieser unnötigen biographischen Reise eines Rappers, der in Deutschland ein paar Hits hatte aber nichts wirklich neu erfunden hat und wirklich noch keinen Stoff für einen Film bietet. Das Schauspiel von allen war durch die Bank, ob dem jüngeren Bushido-Ersatz Elyas M'Barek, Moritz Bleibtreu, Karoline Schuch und dem Meister himself Bushido, durchschnittlich bis schlecht. Der Witz ist, Bushido spielte sich ab einem bestimmten Alter selbst und das wirklich schlecht. Ich meine man sollte sich doch wohl wenigstens selbst spielen können aber sein ganzes Auftreten im Film wirkte so, als würde man das erste Mal mit seinem Freund versuchen einen Amateur-Kurzfilm zu drehen. Dieser Freund soll dann eine Rolle spielen, als Amateur und Laie ist man dann natürlich erst mal verkrampft und steif. So wirkte Bushido den ganzen Film über, emotionslos, farblos, man sah ihm an, dass er spielte und nicht die Rolle war. Ich weiß nicht ob es am Regisseur Uli Edel ("Body of Evidence") lag, aber was Bushido teilweise da schauspielerisch anbot war "Gute Zeiten schlechte Zeiten" Niveau und goldene Himbeere würdig! Dabei hat der Typ eigentlich Charisma, aber es ist dem Regisseur völlig durch die Hände geglitten seinen Star glänzen zu lassen. Teilweise waren die Dialoge auch so was von lächerlich geschrieben, dass nicht mal Robert De Niro daraus hätte was machen können.
Jetzt könnte Jemand der 15 Jahre alt ist denken, hey der hat keine Ahnung und hasst Bushido und will ihn nur „dissen“, nee ist nicht so.
Ich persönlich finde das Bushido bevor er vollkommenen „Sell out“ betrieben hat, eigentlich einer der besten Rap Song Schreiber war. Er mag nicht einer der besten deutschsprachigen Rapper sein, weil seine Stimme über 2-3 Alben hinweg zu monoton und gleich klingt. Jedoch sind viele seiner Songs sozial kritisch und haben Botschaften, wenn er nicht zu sehr auf Macker und Gangster Rapper macht. Eigentlich war er nahe dran eine Art Gossen-Poet zu werden, leider neigt er zuviel zum Proll und Fäkal-Rap, das dazu! Die Regie wirkte wie die Handschrift eines Soap Opera Machers, der seinen ersten Spielfilm nur drehen durfte, weil er mal mit 2 Produzenten einen Trinken war und so an den Job kam. Man mag gar nicht glauben, dass hier ein Profi am Werk war, teilweise hatte der Film Amateur Niveau. Es gibt Video-Clips von Bushido, die mehr Anspruch oder Kunst in 3 - 4 Minuten aufweisen, als der gesamte Film zusammen.
Das Schlimmste ist noch dieses quasi Hollywood ähnliche „Happy End“, was einem fast zum würgen anregt und man sich fragt, ob man gerade einen Walt Disney Film gesehen hat?!
Ich hatte abgesehen von seiner Art wie er mit gewissen Themen wie Frauen, Homosexualität u.s.w. umgeht, eigentlich Respekt vor Bushidos Person und Kunstform aber mit diesem Film hat er sich selber viel davon genommen.
Von einem Typen wie Bushido, von dem man weiß das er kein Dummkopf ist, habe ich mehr Authentizität und den Geschmack der Strasse erwartet und nicht so ein weichgespültes, Quasi-Drama, mit einem Feel-Good-Ende. Mit diesem Film wurde, was auch immer die Absicht sein mag, völlig das Ziel zu berühren, zu inspirieren oder zum nachdenken anzuregen verfehlt.
Die Blue Ray hat bei den Songs einen guten Klang, die Bildquali sieht aus wie eine Episode von „Unter Uns“ und die Extras sind ok. Mehr gibt es leider zu diesem Werk und der Disk nicht zu sagen, nur Hardcore Fans werden den Film urteilsfrei ertragen können! Objektiv betrachtet ist der Film eine Enttäuschung...in diesem Sinne schaue ich mir lieber wieder den Clip „Nie ein Rapper“ an, der bietet viel mehr Aussage und Glaubwürdigkeit, schade B. das war rein gar nichts!


by Marc Engel
Bilder © Paramount Home Entertainment




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