Yummy (uncut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 23.10.2020
Digital VoD: 23.10.2020
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min

Yummy (uncut) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Während Alison auf die OP wartet, streift Michael durch das Gebäude. In einem verlassenen Flügel findet er eine junge Frau, die gefesselt und geknebelt im Bett liegt. Michael befreit die Frau, doch zu spät erkennt er, dass es sich bei der Patientin um einen leibhaftigen Zombie handelt! Im Handumdrehen bricht in der Klinik eine Zombie-Epidemie aus. Patienten und Personal müssen sich mit allen Mitteln gegen den Ansturm der Untoten zur Wehr setzen. Zwischen Facelifts und Fettabsaugungen geht es ums nackte Überleben!

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Busch Media
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Flämisch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailershow
- Behind-the-Scene-Featurettes

Video on demand - Yummy

DVD und Blu-ray | Yummy (uncut)

Blu-ray
Yummy (uncut) Yummy (uncut)
Blu-ray Start:
23.10.2020
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.

zur Blu-ray Kritik
Yummy (uncut) - 2-Disc Limited Collector's Edition (Mediabook) Yummy (uncut) - 2-Disc Limited Collector's Edition (Mediabook)
Blu-ray Start:
23.10.2020
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.
DVD
Yummy (uncut) Yummy (uncut)
DVD Start:
23.10.2020
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

Blu-ray Kritik - Yummy (uncut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 7/10


Facelifts, Boob-Jobs und Zombies. Dass ich jemals eine Kritik so anfangen würde, hätte ich bis vor Kurzem selber nicht gedacht, doch genau diese drei Schlagwörter zieren das Blu-Ray Cover von “Yummy” und sie beschreiben den Inhalt des Filmes nicht nur perfekt, sondern sie geben uns auch einen ersten Eindruck vom intellektuellen Niveau der belgischen Produktion. Dass sich “Yummy” nicht besonders ernst nimmt, sollte jedem spätestens jetzt klar sein, doch ob das Ganze dabei auch unterhaltsam ist oder einfach nur nervt, das erfahrt ihr in unserer Kritik.

Wer kennt es nicht? Die Haltung ist gekrümmt, der Rücken schmerzt und die Leute hören einfach nicht auf zu starren. Der Grund dafür? Eine zu große Oberweite. Dies alles sind nämlich gute und vernünftige Gründe für eine Frau, sich ihre Brust, sehr zum Leidwesen der männlichen Bevölkerung, verkleinern zu lassen. Wie egoistisch oder? Doch Alison, geht es genauso. Gemeinsam mit ihrem Freund Michael und ihrer Mutter, macht sie sich deshalb auf den Weg in eine osteuropäische Schönheitsklinik, die nicht nur vergleichsweise günstig zum Skalpell greift, sondern auch einen der führenden Spezialisten der Branche beschäftigt. Leider jedoch, scheint in der Klinik nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen, das befürchtet zumindest Michael, als er kurzerhand über einen ans Bett gefesselten Zombie stößt, während seine Freundin von einer Handvoll unqualifizierter Assistenten, für ihre OP vorbereitet wird. Als dieser Zombie sich schließlich auch noch befreien kann, bricht ganz plötzlich die Hölle aus.

Szene aus Yummy
Szene aus Yummy © Busch Media
Das “Yummy” durchaus Spaß macht, nehme ich mal vorweg. Diese Erkenntnis ist allerdings an die Bedingung geknüpft, dass man mit keinen zu großen Erwartungen an das Ganze ran geht. “Yummy” ist weder ein “Shaun of the Dead”, noch ein “28 Days Later” und trotzdem schafft er es, Elemente aus diesen und anderen Werken, mit in den Film einfließen zu lassen. Fangen wir beim Humor an; dieser scheint auf den ersten Blick extrem albern und unzeitgemäß, im Kontext mit der Welt in der “Yummy” spielt, funktioniert er aber trotzdem. Denn egal wie dämlich die Situation gerade scheint, ihre Figuren fallen nie aus der Rolle, für sie ist das alles bitterer Ernst, ob sich nun gerade jemand zum dritten Mal an einer Lampe den Kopf stößt und sich dabei selbst ausknockt oder nicht. Dadurch erhält der Film eine Art Slapstick Humor, der in Kombination mit der rohen Gewalt im Film, gut funktioniert. Das Ganze erhält durch das laienhafte Schauspiel der Akteure, natürlich einen gewissen Trash-Faktor, unterhaltend und amüsant ist es aber allemal. Wobei das sicherlich auch nicht auf jeden zutrifft. Gerade die ersten Minuten benötigen ein bisschen Überwindung, da die Dialoge, insbesondere mit der gewöhnungsbedürftigen deutschen Vertonung, schon sehr nach Trash klingen.

Szene aus Yummy
Szene aus Yummy © Busch Media
Von den Figuren sollte man auch keine große Tiefe erwarten, hier bedient man sich diverser Klischees, die mit Hintergrund auf den Film aber nicht besonders negativ herausstechen. Lobenswert ist dagegen das Make-up der Zombies und einige der praktischen Effekte, die auch einen großen Teil zum Unterhaltungswert des Filmes beitragen, die durch nachträglich hinzugefügtes CGI Blut aber leider an Prestige verlieren. Die Geschichte ist ebenso kaum der Rede wert, neben der Haupthandlung, die lediglich daraus besteht aus der Klinik zu entkommen, werden noch ein wenig die Gründe für die Katastrophe beleuchtet. Die Auflösung, die hinter dem Ganzen steckt, wird aber definitiv niemanden überraschen. Interessanter dagegen sind die verschiedenen Gegensätze mit denen uns der Film konfrontiert. Durch die Darstellung dieser Menschen, die sich bereitwillig unters Messer legen und das noch zum möglichst günstigen Preis, parodiert der Film ein wenig unsere gegenwärtige Situation, in Bezug auf das moderne Schönheitsideal. Den heute gibt sich selten jemand mit dem zufrieden, was er von Gott gegeben bekommen hat, nein, wieso auch, wenn man sich mit dem passenden Kleingeld jeglichen Makel entfernen lassen kann. Umso erfrischender erscheint es, dass sich Alison im Film nicht die Brust vergrößern, sondern verkleinern lassen will und dass entgegen der öffentlichen Meinung, dass sie durch sie so wunderschön erscheinen würde. Was die Mutter hingegen in der Klinik verändern lassen möchte, das verrate ich an dieser Stelle mal nicht. Dennoch, als Satire funktioniert der Film relativ gut und auch die actionreichen Passagen, können sich durchaus sehen lassen. Die ruckartige Kamera, die musikalische Untermalung und das kühle Bild, erinnern besonders in Flucht-Sequenzen, an Filme wie “28 Days Later”, wodurch sie sehr Atmosphärisch wirken.

Szene aus Yummy
Szene aus Yummy © Busch Media
Bild:
“Yummy” bleibt nicht ganz von Artefakt und Rauchbildung verschont, kann dafür aber durch Kontrast, Sättigung und in Close-ups durch eine ordentliche Schärfe überzeugen.

Ton:
Wie so oft empfehle ich euch auch bei “Yummy” den Film im O-Ton zu schauen, da die deutsche Synchronisation doch sehr laienhaft klingt und auch nicht besonders gut in die Soundkulisse des Films eingemischt wurde. Das übrige Sounddesign kann allerdings durchaus überzeugen, die Rear-Speaker werden hier und da beansprucht und der Soundtrack unterstreicht die drückende Atmosphäre.

Extras:
In den Extras befinden sich nur, vier sehr kurze Behind-the-Scene-Featurettes und eine Sammlung mit Trailern.

Für alle die mehr Extras möchten, gibt es ein limitiertes Mediabook von Yummy, mit folgenden weiteren Boni: - Booklet
- Bonusdisc: Alternativer Grindhouse-Cut von YUMMY, 2 exklusive Kurzfilme von Regisseur Lars Damoiseaux, Director's Diary, Promo Videos


Fazit:
Über Humor kann man bekanntlich streiten, ein gewisses Maß an Unterhaltung kann man “Yummy” aber definitiv nicht abstreiten. Wer Lust hat einfach mal abzuschalten und nicht nachzudenken und einem Haufen von Idioten dabei zuzusehen, wie sie sich durch eine Meute Zombies schnetzeln, für den ist der Film genau das richtige. Mit einer Laufzeit von 90 Minuten, tut er ebenfalls niemandem weh.


by Marcel Feldermann
Bilder © Alive / Busch Media




Yummy (uncut) - Trailer