Yesterday - Blu-ray

Blu-ray Start: 08.11.2019
Digital VoD: 08.11.2019
FSK: 0 - Laufzeit: 116 min

Yesterday Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Kultregisseur Danny Boyle bringt in seinem neusten Werk YESTERDAY den legendären Sound der Beatles in die Kinosäle. Dabei widmet er sich der Frage, was wäre, wenn es die Beatles nie gegeben hätte und nur ein einzelner Mensch all ihre unsterblichen Songs wie selbstverständlich kennen würde?
Genau das passiert dem chronisch erfolglosen Straßenmusiker Jack (Himesh Patel), dessen Lieder niemand hören will. Als er statt seiner eigenen Kompositionen einfach die Beatles-Songs aus seiner Erinnerung spielt, avanciert er über Nacht vom Niemand zum Superstar…

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch, Englisch: Dolby Atmos
Italienisch: Dolby Digital Plus 7.1
Türkisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Alternatives Ende
• Unveröffentlichte Szenen
• Live in den Abbey Road Studios
• Alternativer Anfang
• Gag Reel
• Ein talentiertes Duo
• Live-Musik
• Seelenverwandte
• Ed Sheeran: Vom Stadion auf die Leinwand
• Die Komikerin: Kate Mckinnon
• Im Gespräch mit Richard & Ed
• Filmkommentar Mit Regisseur Danny Boyle Und Drehbuchautor/Produzent Richard Curtis

DVD und Blu-ray | Yesterday

Blu-ray
Yesterday Yesterday
Blu-ray Start:
08.11.2019
FSK: 0 - Laufzeit: 116 min.

zur Blu-ray Kritik
Yesterday (4K Ultra HD) Yesterday (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
08.11.2019
FSK: 0 - Laufzeit: 116 min.
DVD
Yesterday Yesterday
DVD Start:
08.11.2019
FSK: 0 - Laufzeit: 111 min.

Blu-ray Kritik - Yesterday

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Unter der Regie von Oscarpreisträger Danny Boyle (Beste Regie 2009 für „Slumdog Millionaire“) wartet YESTERDAY mit einer mehr als interessanten Grundidee auf:
Was wäre, wenn es die Beatles nie gegeben hätte, aber man sich als einziger noch an diese erinnert? Jack Myestalick (Newcomer Himesh Patel), erfolgloser und kurz vor dem Aufgeben stehender Musiker, findet sich in dieser Situation wieder und kommt schnell zu einer Lösung: Sich so gut wie möglich an die Songs erinnern und als die eigenen ausgeben.

Musiker-Biopics wie „Straight Outta Compton“, „Bohemian Rhapsody“ oder „Rocketman” waren zuletzt große Erfolge und zeigten einen Bedarf an dieser Art von Film. YESTERDAY ist hingegen kein Biopic, sondern klar als Liebeskomödie einzuordnen, die sich lediglich der Musik einer der größten Bands bedient. Die Formel geht auch zunächst gut auf und schürt die Hoffnung für den Zuschauer, dass hier ein großartiger Feelgood-Film entstehen könnte. Obwohl keiner der großen Hits ausgelassen wird, kommt nach dem Film nicht wirklich Lust auf sich nun häufiger die Beatles-Songs anzuhören – unter Umständen auch da man es vermehrt mit Coversongs zu tun bekommt, die schon mal von den Originalen abweichen. Dies macht aber durchaus Sinn, da Hauptfigur Jack diese, auch wenn es der Rest der Menschheit nicht weiß, in der Tat kopiert.

Himesh Patel in Yesterday
Himesh Patel in Yesterday © Universal Pictures
Hauptdarsteller Himesh Patel, der bislang wenig Erfahrung im Filmgeschäft gemacht hat, kommt als Musiker authentisch rüber und sang die Songs größtenteils Live vor laufender Kamera, statt im Studio. Ebenfalls übte er zuvor zwei Monate intensiv alle Beatles-Songs sowohl gesanglich als auch insbesondere das Gitarrenspiel (was man unter anderem bei den Extras erfährt) ein, was der Authentizität seiner Figur zugutekommt. Den Gegenpart der Ellie übernimmt die durchaus charmante und Spielfilm erfahrenere Lily James („Baby Driver“, „Mamma Mia – Here we go again”). Besonders zu Beginn wirkt Ellie, die seit Jugendtagen in Hauptfigur Jack verliebt ist und immer an seinen Erfolg glaubte, sehr liebenswert.

Die Liebesgeschichte von YESTERDAY verfällt allerdings zunehmend in bedeutungslose Handlungen und mit diesen auch kaum aufkeimende Zuneigung zu den Charakteren. Das größte Problem des Films ist augenscheinlich, dass dieser selber nicht genau weiß, was er sein möchte. Die Kombination zwischen Musikfilm, Komödie und Liebesfilm hat in der Vergangenheit häufig gut funktioniert, allerdings kann YESTERDAY diese Elemente nicht richtig in Einklang bringen. Die Schwerpunkte harmonieren selten miteinander und deutlich wird dieser Umstand spätestens, wenn Jack mit Ed Sheeren, der sich mit einer gewissen Ironie selber spielt, auf Tournee geht. Hier tritt erstmals Kate McKinnon („Bad Spies“) in Erscheinung. Diese ist zweifellos auf Anhieb einnehmend und witzig, dennoch wirkt die schroffe und überspitzte Art der Managerin deplatziert, wodurch der zuvor dargelegte trockenere und typisch britische Humor dem amerikanischen Klamauk weichen muss.

Himesh Patel and Lily James in Yesterday
Himesh Patel and Lily James in Yesterday © Universal Pictures
Dieser unausgewogene tonale Wechsel leitet die entscheidenden Kritikpunkte von YESTERDAY ein. Ab hier wird das Erzähltempo zunehmend schleppend, indessen Folge man auch kontinuierlich die Empathie für Jack und Ellie verliert. Ellie wird zeitweilig so nebensächlich für die Handlung, dass Lily James den anfänglich erwähnten Charme bis auf ein paar Mal nett Lächeln nicht rüberbringt und ihre Figur ausdruckslos wird. Hauptfigur Jack erzeugt sogar eine dermaßen ansteigende Leidenschaftslosigkeit, dass einem sein Schicksal relativ gleichgültig ist, da sein Charakter gewissermaßen keine Entwicklung durchmacht, als nur festzustellen, dass er ebenfalls Gefühle für Ellie hegt.

Dabei versteht es Drehbuchautor Richard Curtis normalerweise wie kein anderer romantische Komödien zu schreiben, die einen emotional packen. In seinen früheren Werken, wie zum Beispiel „Notting Hill“, „Tatsächlich Liebe“ oder „Alles eine Frage der Zeit“ konnte sich der Zuschauer ohne Schwierigkeiten auf die Charaktere einlassen und fieberte und litt mit ihnen gleichermaßen.
Bei Jack und Ellie hingegen will der Funke nicht überspringen und es entsteht kein bedeutsamer emotionaler Zugang zu den beiden. Auch aufgrund des zuvor erwähnten schleppenden Erzähltempos erzeugt diese Szenerie bei YESTERDAY sehr spärliche Empfindungen.

Himesh Patel in Yesterday
Himesh Patel in Yesterday © Universal Pictures
Auch wenn es sich bis hierhin anders liest, YESTERDAY ist keine Katastrophe. Wenn Danny Boyle mal seinen typischen Stil einfließen lässt, gibt es viele schöne Momente. Aber nach dem Film bleibt eine gewisse Unzufriedenheit zurück.

Bild:
Das Bild ist standardmäßig klar und geschärft. Da es sich aber um eine Liebeskomödie handelt, sind jetzt auch keine besonderen und erwähnenswerten Inszenierungen vorhanden.

Ton:
Besonders bei den Konzerten ist der Klang herausragend und bringt das Konzert ins Wohnzimmer. Darüber hinaus fallen der Klang und der Score von Daniel Pemberton wenig ins Gewicht.

Extras:
Unter den vielen Extras der Blu-ray befinden sich neben Interviews mit Cast und Crew, unter anderem ein alternativer Anfang, sowie ein alternatives Ende. Klingt nach nicht besonders viel, aber insgesamt kommen ca. 66 Minuten Extras zusammen, wovon alleine die gelöschten Szenen 23 Minuten einnehmen.


Fazit:
Das beste Wort, dass mir zu YESTERDAY einfällt ist, enttäuschend. Zum einen, weil der Anfang so verheißungsvoll ist und insbesondere da die Prämisse so viele Möglichkeiten geboten hätte. Dazu noch die Tatsache, dass Curtis es eigentlich versteht seinen Skripten diesen besonderen emotionalen Funken einzuhauchen. Letzen Endes passt vieles nicht so richtig zusammen. Die anfängliche Euphorie und das gute Gefühl gehen in der Belanglosigkeit verloren. Der Film zieht sich zur Mitte hin enorm und die Aufmerksamkeit als Zuschauer schwindet gewaltig. Erst gegen Ende bekommt YESTERDAY nochmal ein wenig die Kurve, allerdings etwas zu spät. Der Film wollte zu viel sein und lässt zudem sein Potenzial liegen, nämlich frei von realen Begebenheiten eine fantastische Handlung mit der Musik der Beatles darzubieten und dabei emotional ergreifend wie unterhaltsam zu sein.

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by Christian Willach
Bilder © Universal Pictures




Yesterday - Trailer