Wir - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.07.2019
Digital VoD: 25.07.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 116 min

Wir Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Adelaide (Lupita Nyong´o) und Gabe Wilson (Winston Duke) fahren mit ihren beiden Kindern an den Strand und wollen Zeit mit ihren Freunden (u. a. Elizabeth Moss) verbringen. Die ausgelassene Urlaubsstimmung verwandelt sich in einen Albtraum, als am Abend plötzlich eine Gruppe unheimlicher Gestalten vor ihrem Haus auftaucht. Schon bald muss die Familie feststellen, dass die Fremden ihnen ähnlicher sind, als sie dachten. Sie selbst sind ihre schlimmsten Feinde.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch, Englisch: Dolby Atmos
Türkisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Hindi, Türkisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Die Monster in uns
• Miteinander verbunden: Der Doppeldreh
• Unveröffentlichte Szenen
• Jordan Peeles ganz eigene Art von Horror
• Die Dualität von Wir
• Eins werden mit Red
• Szenenbetrachtungen
• Jeder stirbt
• Wie oben, so unten: Grand Pas de deux

DVD und Blu-ray | Wir

Blu-ray
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Blu-ray Start:
25.07.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 116 min.

zur Blu-ray Kritik
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25.07.2019
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DVD
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DVD Start:
25.07.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 111 min.

Blu-ray Kritik - Wir

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 10/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Nach dem Überraschungshit mit „Get Out“ und dem darauffolgenden Oscargewinn für „Bestes Original-Drehbuch“ begibt sich Regisseur und Drehbuchautor Jordan Peele („Keanu“), der ja bekanntlich eher aus dem Comedy-Bereich stammt, mit WIR erneut in den Horrorbereich und wollte mit einem richtigen Genre-Film nochmal einen draufsetzen. Das gelingt ihm auch tatsächlich in vielen Momenten mehr als ausgezeichnet. Wie Peele selber sagt, nutzt er Dinge, die ihm selber Angst machen, um einen gewissen Bezug zur Realität beizubehalten. Zugleich zollt er mit vielen Anspielungen an andere Horror-Verfilmungen seinen Lieblingen des Genres Tribut. So erinnern diverse Ausstattungen an Michael Myers aus der „Halloween“-Reihe oder Freddy Kruger aus den „Nightmare on Elm Street“-Filmen. Meines Erachtens wird aber WIR einen eigenen Kult mit sich bringen, wie die bereits genannten Figuren. Denn die roten Overalls in Kombination mit den Scheren wird man sicherlich immer wieder in der Popkultur und als diverse Cosplay-Varianten wiederfinden.

Lupita Nyong'o in Wir
Lupita Nyong'o in Wir © Universal Pictures
Der Spagat zwischen klassischem Horror und teils gesellschaftskritischen Akzenten, konnte man ja schon in „Get Out“ sehen und gefühlt schafft es Peele noch einen Tick mehr als zuvor die Spannung optimal einzufangen und sie auf dem Bildschirm sichtbar zu machen. Statt sich an konventionelle Muster zu halten, gibt es einen frischen Ansatz des Horror-Genres, welches sich für meinen Geschmack viel zu oft in blutigem Gemetzel definiert, als durch eine mysteriöse Story und vor allem mit spannendem Thrillfaktor.
WIR wird vom Start weg von einer drückenden Stimmung begleitet, wenn die kleine Adelaide im Jahr 1986 auf einem Jahrmarkt ein Trauma davon trägt, dass sie bis ins heutige erwachsenen Alter nie komplett überwunden hat. Zunehmend steigert sich der Film langsam, aber stetig bis zu jenem Moment, wenn plötzlich eine vierköpfige Familie in der Einfahrt des Ferienhauses steht. Diese Aufnahmen, die trotz des stockdusteren Settings immer noch sehr gut erkennbar sind und sehr methodisch gefilmt wurden, heben die Stimmung, durch die unheilvolle Musik und den Bass-lastigen Sound, recht früh auf den eigentlichen Gipfel von WIR. Wenn Familie Wilson auf seine Doppelgänger trifft, wird die Atmosphäre durch den effektiv einschüchternden und vor allem mit beunruhigenden Klängen gespickten Score und die herausragenden Schauspielleistungen der vier Darsteller zu einem Magneten, der den Zuschauer endgültig in seinen Bann zieht. Die Dualität der verschiedenen Figuren ist einfach nicht anders zu beschreiben als derb.

Madison Curry in Wir
Madison Curry in Wir © Universal Pictures
Neben der mit einem Emmy und einem Golden Globe ausgezeichneten Elisabeth Moss („Mad Men“, „The Handmaid’s Tale“) und dem vor allem aus „Black Panther“ bekannten Winston Duke als Gabe Wilson, sticht nicht nur der Name von Oscargewinnerin Lupita Nyong’o (Oscar als „Beste Nebendarstellerin“ 2013 für „12 Years a Slave“) heraus, sondern auch ihre Leistung. Wie bereits erwähnt sind alle Darsteller bärenstark in ihren Doppelrollen. Dass die Doppelgänger sich nahezu nur mit tierischen Geräuschen verständigen unterstützt den Effekt, der einem eine Gänsehaut bereitet. Die beiden Kids Evan Alex und Shahadi Wright-Joseph („König der Löwen“-Live Action) muss ich an dieser Stelle noch ebenfalls erwähnen, denn auch deren Performance ist äußerst einnehmend wie auf der anderen Seite verstörend. Speziell Shahadi Wright-Joseph zeigt mit wenigen Gesichtszügen Momente, die es einem eiskalt den Rücken runterlaufen lassen. Dennoch ist es Lupita Nyong’o, die mit ihrer Mimik über allen schwebt und lässt in einer Einstellung die Panik und Angst von Adelaide mitfühlen, während sie in der nächsten Szene als ihre Doppelgängerin Red einem mit ihrem eiskalten Blick pure Gänsehaut bereitet. Sie geht so herausragend in ihrer Rolle auf, dass es einen nicht verwundert, dass sie selbst zwischen den Takes weiterhin in ihrer Rolle blieb – was es unter anderem in den Extras zu sehen gibt.

Lupita Nyong'o, Winston Duke, Evan Alex und Shahadi Wright Joseph in Wir
Lupita Nyong'o, Winston Duke, Evan Alex und Shahadi Wright Joseph in Wir © Universal Pictures
WIR könnte wirklich soviel stärker sein, wenn der Film ab dem erwähnten Moment seine vorherig gezeigte Stärke nochmals hätte abrufen können. Bis zum Finale weichen nämlich die zuvor stark gefilmten Momente eher standardmäßigen Horror-Actionsequenzen und ufern in teils unlogische Handlungen aus. Nichts desto trotz hält sich in erster Linie dieser enorm bemerkenswerte erste Eindruck.

Bild:
Trotz der zumeist dunklen Aufnahmen ist das Bild nahezu immer klar. Hin und wieder kommt es allerdings vor, dass bei zwielichtigen Lichtverhältnissen die Bewegungen wie verwaschen wirken. Wenn dies ein bewusster Effekt gewesen sein soll, dann hat er mehr irritiert, als fasziniert.

Ton:
Der Sound ist einfach herausragend. Schon zu Beginn ist er ein riesiges Versprechen, das eingehalten werden kann. Der Atmos-Sound wird beim richtigen Equipment das Feeling nochmal auf ein anderes Niveau bringen.

Extras:
Von der Idee, über die Schauspieler und einige Hintergründe, bis hin zu vielen geschnittenen und entfallenen Szenen, sind allerlei Extras vorhanden. Insgesamt kann man sich nochmal auf 107 Minuten Bonus freuen.


Fazit:
Auch wenn das Jahr noch lange nicht vorbei ist, ist WIR vermutlich der stärkste Beitrag der 2019 aus dem Horror-Genre kommt. Bereits bei „Get Out“ zeigte Regisseur und Drehbuchautor Jordan Peele, dass er ein Händchen für atmosphärisch guten Horror hat und erneut gelang ihm ein herausstechendes Werk, dass vor allem dank seiner spitzenmäßigen instrumentalen Klänge glänzt.

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by Christian Willach
Bilder © Universal Pictures




Wir - Trailer