Winchester - Haus der Verdammten - Blu-ray

Blu-ray Start: 31.08.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 109 min

Winchester - Haus der Verdammten Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nach einer wahren Geschichte: In einer verlassenen Gegend von San Jose, 50 Meilen von San Francisco entfernt, lebt die Witwe Sarah Winchester (Academy Award®-Gewinnerin Helen Mirren) in ihrer monströsen Villa. Die Erbin des Waffen-Imperiums von William Winchester lässt in jahrzehntelanger, ununterbrochener Bautätigkeit ein gigantisches und unübersichtliches Anwesen mit über 500 Zimmern errichten – voller Irrwege, falscher Türen und im Nirgendwo endender Treppen. Auf die Außenwelt wirkt das Gebäude wie das exzentrische Denkmal einer wahnsinnigen Frau.
Der bekannte Psychologe Dr. Eric Price (Jason Clarke) wird damit beauftragt, den Geisteszustand der Millionenerbin zu untersuchen. Denn Sarah Winchester ist davon überzeugt, ein Gefängnis für Hunderte rachsüchtige Geister und gequälte Seelen zu errichten, die durch Winchester-Waffen zu Tode kamen und nun Vergeltung suchen.
Der Arzt stellt bald fest, dass es in der Villa tatsächlich nicht mit rechten Dingen zugeht: Gefangen im größten Geisterhaus der Welt müssen Sarah und Dr. Price einen Ausweg finden, um die Verdammten des Winchester-Hauses zu erlösen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Splendid Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making Of, Interviews und vieles mehr!

DVD und Blu-ray | Winchester - Haus der Verdammten

Blu-ray
Winchester - Haus der Verdammten Winchester - Haus der Verdammten
Blu-ray Start:
31.08.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 109 min.

zur Blu-ray Kritik
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Blu-ray Start:
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DVD
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DVD Start:
31.08.2018
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Blu-ray Kritik - Winchester - Haus der Verdammten

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Mit Winchester - Das Haus der Verdammten liefern die The Spierig Brothers einen Horrorfilm, der sich vor allem durch seinen Cast sehen lassen kann. Mit Helen Mirren und Jason Clarke hochrangig besetzt, entführen uns die Regisseure in die sagenumwobene Winchester-Villa, die auch in unserer Welt als eines der berüchtigtsten Spukhäuser unserer Zeit gilt.

Kurz zur Handlung: In der Nähe von San Fransisco erbaut die Witwe Sarah Winchester (Helen Mirren) ein Haus, deren Architektur den Regeln der gängigen Logik widerspricht. Treppen führen ins Nichts, manche Räume sind unzugänglich, und verworrene Wege prägen das Haus. An der Zurechnungsfähigkeit der Erbin des Winchesterimperiums zweifelnd beauftragt der Aufsichtsrat des Unternehmens den Psychologen Dr. Eric Price (Jason Clarke), um die wunderliche Frau diesbezüglich zu begutachten. Geplagt durch ein eigenes Trauma muss auch er bald feststellen, dass die Grenzen zwischen dem, was er als Realität versteht und den vermeintlichen Hirngespinsten seiner Patientin schnell verschwimmen.

Helen Mirren in Winchester
Helen Mirren in Winchester © Splendid Film
Das hervorstechendste Thema ist die Last der Schuld. Bereits der Umschlag der Blu-ray macht keinen Hehl daraus, dass der Film ein Geisterhorror sein möchte. Dieser Umstand wirkt sich selbstredend auf die Umsetzung des vorrangigen Themas aus. Die Chance die psychologischen Abgründe von in einer Obsession mündenden Schuldgefühlen auszudeklinieren geht unter dieser Prämisse bereits im Ansatz verloren. Das wäre nicht schlimm, würde sich der Film nicht einfach nahtlos in eine Reihe mit anderen Haunted House-Horrorfilmen einordnen. Diesen Eindruck gewinnt man zumindest, wenn man feststellen muss, dass auch hier nur auf konventionelle und irgendwie abgelutscht wirkende Schreckenszenarien zurückgegriffen wird.

Da hilft dann leider auch nicht die Besetzung einer Mirren oder eines Clarke. Keine Frage, sie machen ihren Job wirklich gut. Hellen Mirren kommt deutlich sympathischer rüber, als es das Blu-ray Cover erahnen lässt. Das macht spaß und man möchte sie mögen. Auch Jason Clarke mimt den gebeutelten und desillusionierten Psychiater mit einer lässigen Routine. Letzten Endes ist es jedoch die Drehbuchschwäche, die die Figuren ein bisschen zu leicht mit ihrem Schicksal umgehen lässt. Ein bisschen mehr Gewicht in den Prämissen und den Konsequenzen der jeweiligen Handlungen hätte dem Ganzen gut getan. Das würde den Film für uns als Zuschauer etwas zugänglicher machen, sodass sich der Horror in unseren Köpfen besser entfalten könnte.

Jason Clarke und Laura Brent in Winchester
Jason Clarke und Laura Brent in Winchester © Splendid Film
Dafür kann der Film jedoch mit der Ausstattung punkten. Die Kostüme wirken authentisch und das Haus selbst gibt genug Atmosphäre her, um ein solides Horrorerlebnis zu gewährleisten. Nur leider bekommt man von dem Haus nicht unbedingt genügend zu sehen, um die Ausmaße des Ganzen in vollem Umfang zu erfassen. Die Reduzierung des Ganzen auf einige wenige Schauplätze im Haus, verlangt den Zuschauern viel Vorstellungskraft ab, um dem Haus das Potenzial zuzudichten, dass man sich darin verlaufen könnte. Auch die Figuren, die nicht unbedingt Firm mit der Konstruktion des Hauses sein können, können sich sehr souverän in dem Haus orientieren. Das, was man zu sehen bekommt, sieht sehr schön und schaurig aus. Nur hätte es davon gerne mehr sein können.

All das, in Anbetracht, dass der Film darauf angelegt ist, eine gruselige Geisterbahn zu sein, macht es schwer sich dem Erlebnis voll und ganz hinzugeben. Generell fehlt es dem Film an genrespezifischer Innovation. Gemessen daran, wie sich der Plot des Films über seine Laufzeit hinweg entwickelt, hat man das Gefühl, es eher mit einem, wenn man denn so will, Mysterythriller, denn mit einem Horrorfilm zu tun zu haben.

Sarah Snook und Finn Scicluna-O'Prey in Winchester
Sarah Snook und Finn Scicluna-O'Prey in Winchester © Splendid Film
Der zunehmend fehlende Bezug der Figuren zu dem, was ihnen entgegensteht, lässt jeden Versuch, persönliche Komponenten einzustreuen, aufgesetzt wirken. Die Figuren werden somit zu irgendwelchen Lastenträgern degradiert, die die Probleme von anderen einfach lösen wollen, ohne dass sie merklich davon befangen werden. Persönliche Traumata werden hier zur funktionellen Einheit, die mal eben überwunden werden müssen, damit es weitergeht. Anstatt den inneren Kämpfen der Figuren mehr Raum zu geben, werden diese zwar immer mal wieder aufgegriffen, und dennoch in relativ kurzen Momenten überwunden. Damit wirken die Entwicklungen der Figuren sehr ruckartig und damit eher unnatürlich. Man kann zwar verstehen, was da vor sich geht, doch erschwert diese Sprunghaftigkeit der Figuren in ihrem persönlichen Vorankommen, dass man sich in sie hineinversetzen kann. Das erschwert es dem Film wiederum, sein Anliegen konsequent vorzutragen und den Horror des Geschehens an den Zuschauer zu bringen.

Sarah Snook in Winchester
Sarah Snook in Winchester © Splendid Film
Bild:
Das Bild der Blu-ray überzeugt im Grunde auf ganzer Länge. Kein Rauschen, kein Detailverlust oder Ähnliches. Der einzige Wermutstropfen ist jedoch, dass das Ganze durch die Schärfe am Ende auch wieder ein wenig steril wirkt. Der Film wirkt dadurch nicht so dreckig, wie er sein könnte. Das hätte möglicherweise einen verstärkenden Effekt haben können, was den Horror angeht.

Ton:
Dafür nutzt die Blu-ray hingegen die 5.1 DTS-HD MA-Tonspur voll aus, was die Sterilität des Bildes schnell wieder vergessen macht. Die einzelnen Kanäle werden sauber angesteuert und man hat einen ordentlich abgemischten Ton, der die Dialoge nicht in den Hintergrundgeräuschen verliert. So soll es sein.

Extras:
Was die Extras angeht, können sich die Geister durchaus scheiden. Sicherlich könnte man sagen, dass die Extras mit einem Making of, Interviews mit den beiden Stars und den Regisseuren, eine Featurette und der Original-Trailer ziemlich rar gesät sind. Doch Wird auf der Blu-ray ganz klar der Film in den Mittelpunkt gerückt. Das kann man mögen, muss man aber nicht.


Fazit:
Bild und Ton machen noch keinen guten Film. Winchester - Haus der Verdammten ist einer dieser Filme, die leider ihr Potenzial und ihren Cast verschenken. Das ist schade, da nur mit einer geringfügig anderen Fokussetzung ein wirklich guter Film hätte daraus werden können. Es ist jetzt nicht so, dass der Film nicht zu einem Filmabend taugt. Dann ruhig auch bei Freunden. Der Heimweg wird durch den Film nämlich nicht spannender.

by Martin Fischer
Bilder © WVG Medien / Splendid Film