Willkommen in Marwen - Blu-ray

Blu-ray Start: 01.08.2019
Digital VoD: 01.08.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 116 min

Willkommen in Marwen Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Traumatisiert flüchtet sich Hogancamp in seine eigene Wirklichkeit, indem er die Miniaturwelt von Marwen kreiert, die Nachbildung eines kleinen belgischen Städtchens zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Er bevölkert es mit Puppen, die Menschen aus seinem realen Umfeld ähneln. Hier wird er von einer Riege starker Frauen verteidigt und hier kann auch er wieder Held sein. Die Aufarbeitung seiner inneren und äußeren Verletzungen findet Ausdruck in unfassbar starken Bildern – Fotografien, die ihn als Künstler neu definieren und bald wieder in die reale Wirklichkeit zurückholen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch, Spanisch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby TrueHD 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch, Griechisch, Isländisch, Portugiesisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Unveröffentlichte Szenen
• Die Einwohner von Marwen
• Ein visionärer Regisseur
• Die Erschaffung von Marwen
• Lebendige Puppen

DVD und Blu-ray | Willkommen in Marwen

Blu-ray
Willkommen in Marwen Willkommen in Marwen
Blu-ray Start:
01.08.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 116 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Willkommen in Marwen Willkommen in Marwen
DVD Start:
01.08.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 111 min.

Blu-ray Kritik - Willkommen in Marwen

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 7/10


„Willkommen in Marwen“ ist der neue Film von Kultregisseur Robert Zemeckis („Zurück in die Zukunft“, „Forrest Gump“). Es geht um den Künstler Mark Hogancamp (Steve Carell, „Beautiful Boy“), der von fünf Neonazis verprügelt wurde und sich fortan nicht an sein Leben vor dem Unglück erinnern kann. Da er auch sein Zeichenhandwerk nicht mehr beherrscht, fotografiert Hogancamp Puppen um die Geschehnisse zu verarbeiten. Neben ihm selbst nimmt er sich dabei Frauen als Vorbild, die in seinem Leben eine wichtige Rolle spielen.

Steve Carell und Merritt Wever in Willkommen in Marwen
Steve Carell und Merritt Wever in Willkommen in Marwen © Universal Pictures International Germany GmbH
Es macht einfach Spaß Steve Carell in ernsten Rollen zu sehen! Während er immer wieder komische Charaktere mimte, konnte man lange warten bis der begnadete Schauspieler endlich einmal sein Talent außerhalb kurzweiliger komödiantischer Scharmützel zur Schau stellt. In Woody Allens „Cafe Society“ war es dann soweit und der Anchorman trat in einer weitaus dramatischeren Figur vor die Kameralinse. Scheinbar fand er Geschmack daran, denn mit „Beautiful Boy“ und eben diesem Film setzt er den Trend fort. Der seriöse Mantel tut ihm gut. Er war bekannt als großartiger Comedian (nicht zuletzt durch „The Office“), doch jetzt ist er bekannt als außergewöhnlicher Schauspieler.

Im Vergleich zu Zemeckis anderen Werken schafft es der 116-minütige Film leider nicht mitzuhalten. Es ist wunderschön die durch Motion-Capture-Technik zum Leben erweckten Puppen zu beobachten, während diese weiblichen Inglorious Basterds durch die von Nazis verseuchten Wälder und Städte Belgiens streifen. Jedoch lädt sich der Streifen zu viel auf. Eine fernab von stringent erzählte Liebesgeschichte will in den Köpfen der Zuschauer nicht ganz fruchten und verzögert so die spannenden Passagen und die Auflösung der Geschichte ist genauso hanebüchen wie die fiktive Stadt Marwen. Genau diese Liebesgeschichte ist auch der störende Faktor. Das Verliebtsein mag noch in Ordnung sein. Es kommt schon einmal vor, dass sich ein erwachsener Mann verliebt – klar. Dennoch wirkt das Anschmachten viel zu übertrieben und die Vorgehensweise der Eroberung ist einfach komplett aus der Luft gegriffen und weder romantisch noch herzerwärmend. Die finale Auflösung beendet den gesamten Film und macht ihn gleichzeitig irrelevant. Zemeckis müsste sich nach „Forrest Gump“ eigentlich damit auskennen, wie man eine Liebschaft zwischen einem benachteiligten Menschen und seiner Nachbarin bzw. besten Freundin erzählt.

Szene aus Willkommen in Marwen
Szene aus Willkommen in Marwen © Universal Pictures International Germany GmbH
Punkten hingegen kann das Drama bei seiner Besetzung: Diane Kruger („Inglorious Basterds“), Gwendoline Christie („Game of Thrones“), Eiza Gonzáles („Baby Driver“), Meritt Wever („The Walking Dead“) und Leslie Mann („Der Sex Pakt“) werten die Besetzung deutlich auf und überzeugen vor der Kamera. Auch die Prämisse des Films - welcher auf einer wahren Begebenheit beruht – ist ein schönes Beispiel für besondere Geschichten.

Alles in allem ist „Willkommen in Marwen“ ein kleines, unscheinbares und modernes Märchen. Die animierten Passagen sind nicht von schlechten Eltern und das Herzstück des Filmes. Dennoch kann man die schlechte Performance an den weltweiten Kinokassen nachvollziehen. Diesen Film schaut man sich einmal an, aber kein zweites Mal, auch wenn Steve Carell alles aus seinem Schauspiel herausholt.

Szene aus Willkommen in Marwen
Szene aus Willkommen in Marwen © Universal Pictures International Germany GmbH
Bild
Die Kamera des Films zeigt in teils schönen Aufnahmen die außergewöhnliche Geschichte. Bestechend ist der Film jedoch, wenn die Puppen – fast komplett animiert – zu leben beginnen. Dies passiert auf eine solche wundersame und schöne Art und Weise, dass die Bilder einzigartig macht. Die 1080p- Auflösung der Blu-ray ist bestens dazu geeignet den Zauber dieser Bilder für den Zuschauer zu erschließen.

Ton
Ton ist gut, wenn er nicht auffällt. Dies ist hier der Fall. Jedoch gibt die verspielte Geräuschkulisse während der animierten Sequenzen einen spannenden Kontrast zur ernsteren Geräuschkulisse der realen Szenen.

Extras
Die Extras bieten einiges an Abwechslung. Neben einem Feature über Bob Zemeckis, findet sich auch eines über die Erschaffung von Marwen, welches den Bau der Requisiten unter die Lupe nimmt. Außerdem bekommt der Zuschauer einen Blick hinter die Kulissen der aufwendigen Motion-Capture-Arbeit und final einen Einblick über die Bewohner von Marwen. Zusätzlich gibt es eine Reihe von unveröffentlichten Szenen zu bestaunen.


Fazit:
„Willkommen in Marwen“ ist eine willkommene Abwechslung. Leider kann der Film nicht mit den anderen Werken von Starregisseur Robert Zemeckis mithalten. Das Drama, welches zwischen realer und animierter Welt pendelt, setzt seine Höhepunkte deutlich in den computergenerierten Passagen.

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by Jan Welsch
Bilder © Universal Pictures




Willkommen in Marwen - Trailer